Vienna Capitals gewinnen EBEL-Finale ohne NiederlageKompletter Play-off-Sweep für Wien

So sieht ein Meister ohne Play-off-Niederlage aus: die Vienna Capitals. (Foto: dpa/picture alliance/APA/picturedesk.com)So sieht ein Meister ohne Play-off-Niederlage aus: die Vienna Capitals. (Foto: dpa/picture alliance/APA/picturedesk.com)
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Vienna Capitals – Klagenfurter AC
Play-off-Stand: 4:0

Was für ein drittes Spiel? Ganze zwölf Tore fielen bei jeder Menge Unterhaltung. Den Blitzauftakt machte Jonathan Ferland (2.) für die Caps. Doch diese Führung hielt nicht allzu lange. Martin Schumnig (4.PP) konnte in Überzahl ausgleichen. Noch ein paar Sekunden später drehte Patrick Harand (5.) das Spiel sogar. Beim munteren Scheibenschießen machte MacGregor Sharp (9.PP) weiter und stellte das Spiel wieder auf Unentschieden. Nun dauerte es lange sechs Minuten, ehe Rafael Rotter (15.) Wiens drittes Tor machte. Riley Holzapfel (16.) sorgte dann für den ersten Zwei-Tore-Vorsprung. Doch das Drittel war noch nicht zu Ende. Manuel Ganahl (20.) schaffte sieben Sekunden vor der ersten Pause noch den Anschluss. 4:3 nach 20 Minuten und endlich war durchatmen angesagt.

Nach dem Abschnitt musste Klagenfurts David Madlener für den ehemaligen Krefelder Tomas Duba Platz machen. Im Mitteldrittel glaubte man zunächst, es würde so weitergehen, denn Taylor Vause (24.) traf schnell für die Caps. Doch mit den Schnellschüssen war es nur vorbei. Es trafen „nur noch“ Manuel Geier (28.), dieses Tor beendete den Arbeitstag von Jean-Philippe Lamoureux. Für ihn kam David Kickert. Kevin Kapstad (37.PP) war es, der zum zweiten Pausenstand von 5:5 traf. Im Schlussabschnitt sorgten Collin Bowman (49.) und Riley Holzapfel (60.EN) für die Entscheidung in einem schier unglaublichen Spiel.

Bei Sky Sport Austria HD sagte Serge Aubin: „Es war heute kein Spiel für die Trainer. Wir müssen nach dem Spiel auf unsere Defensive schauen. Wir haben zu viele Fehler gemacht, aber wir haben einen Weg gefunden, dieses Spiel zu gewinnen. Die Burschen fühlen sich gut, aber wir sind so ehrlich, um zu sagen, dass es heute nicht gut genug war. Es gibt viel was wir nach dem Spiel zu besprechen haben, was wir bis Freitag verbessern müssen.“ Mike Pellegrims meinte: „Es war ein verrücktes Spiel. Wenn du auswärts fünf Tore schießt, dann musst du das Spiel gewinnen.“

Das vierte Spiel der Serie sollte auch das letzte werden. Dabei begann das Spiel mit einem Paukenschlag für den KAC, denn bereits nach 33 Sekunden machte Matt Neal (1.) die Führung für die Rotjacken. Doch wie schon in Spiel drei ging es Schlag auf Schlag. Zunächst konnte Rafael Rotter (4.) ausgleichen, dann verlor Kevin Kapstad die Scheibe und das ging für die Klagenfurter zu schnell. Andreas Nödl (7.SH) netzte für die Wiener Führung in Unterzahl ein. Doch der KAC kam zurück und konnte durch Žiga Pance (20.PP) kurz vor der ersten Pause das Spiel erneut ausgleichen.

Im Mitteldrittel sollte die Entscheidung fallen. Zunächst konnten die Klagenfurter eine eigene Überzahl nicht nutzen und dann machten es die Wiener besser. Verteidiger Ryan McKiernan (26.PP) markierte aus kurzer Distanz das Tor zur Meisterschaft. Der KAC blieb gefährlich, aber glücklos. So traf Patrick Harand etwa fünf Minuten vor der zweiten Pause nur Metall.

Im Schlussdrittel versuchte die Mannschaft von Mike Pellegrims noch mal alles, doch die Caps spielten stark in der eigenen Zone, so traf Žiga Pance nur ein weiteres Mal den Pfosten. Und wenn das nicht half, war immer noch Wiens Goalie David Kickert da. Gut zwei Minuten vor der Sirene wich David Madlener für einen sechsten Feldspieler, doch ausgerechnet Routinier Thomas Koch gingen in der letzten Minute die Nerven durch und leistete sich eine unnötige Strafe. Damit war die Entscheidung im Spiel und um die Meisterschaft gefallen.

Meistercoach Serge Aubin sagte nach dem Spiel auf Sky Sport Austria HD: „Ich bin sehr erleichtert. Es war eine tolle Reise seit dem ersten Tag. Wir haben eine neue Identität aufgebaut und mit zwölf Siegen in Serie ist es einfach unglaublich. Wir waren eine Familie, die in die gleiche Richtung zog und es konnte alles passieren. Es war toll, es auf diese Weise zu schaffen, das kann uns keiner mehr wegenehmen. Ich war Teil einer tollen Gruppe dieses Jahr, wir haben alle hart zusammengearbeitet und es hat sich bezahlt gemacht.“ KAC-Stürmer Manuel Ganahl: „Über ein 4:0 brauchen wir gar nicht diskutieren. Wir haben nicht alle vier Spiele schlecht gespielt, aber in der entscheidenden Phase waren sie voll da und mit zwölf Siegen in Serie brauchen wir nicht diskutieren. Wenn wir mal in Schwung gekommen sind, waren wir nicht zu bremsen, aber sie waren heute sehr gut und wollten es unbedingt.“ Wiens Riley Holzapfel wurde MVP und erzählt: „Die ganze Saison war eine geniale Sache und hat viel Spaß gemacht. Du denkst nicht, dass es jede Runde ein Sweep wird, aber wir haben es geschafft.“