Ungarisches Winter Classic EBEL-News

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Zuerst jedoch ein kurzer Blick auf die Transfers der Woche, die jedoch recht überschaubar ausfallen. Denn den einzigen Neuzugang vermeldete der HC Bozen. Er legte in der Offensive nach und stattete den 28-jährigen Stürmer Rok Pajič mit einem Try-out-Vertrag bis Jahresende aus. Pajič, der seit zwölf Jahren Mitglied der slowenischen Nationalmannschaft ist, begann die Saison im schottischen Kirkcaldy bei den Fife Flyers und sammelte dort in 15 Spielen neun Punkte (5/4). Einen Abgang hingegen gibt es in Ljubljana zu vermelden. Scott Howes hat um die Auflösung seines Vertrages gebeten. Dieser Bitte ist die Clubführung nun nachgekommen. Howes hatte keine leichte Zeit in Laibach, da sein Aufenthalt von zwei Knieverletzungen geprägt war und er deshalb nur vier Spiele bestreiten konnte.

Einen weiteren Wechsel gab es in der obersten Führungsebene der Liga. Dr. Peter Mennel wurde bei der Generalversammlung zum neuen Präsidenten der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) gewählt und löst damit Dr. Karl Safron ab.

Sportlich gab es einige spannende Paarungen, Kantersiege und Comebacks. Doch der Fokus der Liga lag eindeutig in Budapest. Dort lud Sapa Fehérvár zu zwei Open-Air-Spielen und veranstaltete das erste Winter Classic in Ungarn. Als Gastmannschaften gab es keinen geringeren als Tabellenführer Red Bull Salzburg und den Meister Klagenfurter AC. Die Vorfreude war bei den Beteiligten natürlich groß. So sagt Andy Sertich auf der Ligahomepage Erstebankliga.at: „Es wird ein schönes Erlebnis für uns alle. Nachdem das Eis sicher nicht so gut wie in einer Halle sein wird, wird es wichtig sein, einfach und schnörkellos zu spielen.“ Salzburgs Coach Don Jackson meinte: „Es wird sicher etwas ganz Besonderes, wir werden alle viel Spaß haben, dürfen aber nicht vergessen, dass es letztendlich darum geht, zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen“.

Man ging jedoch nicht in ein umgebautes Fußballstadion oder ein altes Amphitheater, sondern errichtete im Stadtpark von Budapest eine Eisfläche. Genauer gesagt auf dem Platz vor der Burg Vajdahunyad, die für die Budapester Millenniumsausstellung 1896 (2. Mai 1896 bis 31. Oktober 1896) unter der Leitung von Ignác Alpár (Ignatz Schöckl) erbaut wurde.

Wie bei solchen Spektakeln üblich, gab es um die Spiele der höchsten Spielklasse natürlich auch ein Rahmenprogramm. So gab es zum Beispiel U8- und U10-Turniere sowie ein Damenspiel. Auch das Spitzenspiel der Erste Bank Juniors League zwischen Sapa Fehérvár und Tabellenführer MAC Budapest fand am Samstag bei freiem Eintritt statt. Es endete mit einem 2:1 (1:0, 0:1, 1:1)-Sieg für MAC Budapest.

Am Freitagabend sorgte Sapa Fehérvár mit einem 6:3 (2:1, 2:2, 2:0)-Sieg über Red Bull Salzburg für eine Überraschung. Matthias Trattnig, der Colton Yellow Horn checkte, wurde am Samstag wegen eines Checks gegen den Kopf- und Nackenbereichs für vier Partien gesperrt. Am Sonntag schnupperte Sapa Fehérvár ebenfalls als Punkten, musste sich dem Klagenfurter AC aber 2:3 nach Verlängerung (1:0, 1:2, 0:0, 0:1) geschlagen geben.

Die weiteren Spiele der Woche:

10.12.2013
HC TWK Innsbruck – Dornbirner EC 7:4 (1:0, 2:3, 4:1)
Orli Znojmo – Klagenfurter AC 6:4 (0:0, 2:1, 4:3)
Olimpija Ljubljana – Graz 99ers 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)
Villacher SV – HC Bozen 2:4 (1:0, 0:2, 1:2)
Black Wings Linz – Sapa Fehérvár 7:3 (1:1, 3:1, 3:1)

13.12.2013
Black Wings Linz – Klagenfurter AC 4:1 (2:0, 2:0, 0:1)
Dornbirner EC – Villacher SV 4:3 n.P. (1:1, 1:1, 1:1, 0:0, 1:0)
Olimpija Ljubljana – Orli Znojmo 3:2 n.V. (0:0, 1:1, 1:1, 1:0)
Graz 99ers – HC TWK Innsbruck 8:3 (2:1, 2:0, 4:2)

14.12.2013
Dornbirner EC – Vienna Capitals 2:3 n.V. (2:1, 0:1, 0:0, 0:1)
HC Bozen – HC TWK Innsbruck 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)

15.12.2013
Red Bull Salzburg – Orli Znojmo 4:6 (1:2, 1:2, 2:2)
Olimpija Ljubljana – Black Wings Linz 1:5 (0:1, 0:3, 1:1)
Villacher SV – Graz 99ers 3:4 n.P. (1:1, 1:1, 1:1, 0:0, 0:1)
HC Bozen – Vienna Capitals 2:4 (2:2, 0:1, 0:1)

Auch wenn Klagenfurt seinen Teil des Open-Air-Spektakels gewinnen konnte, so hinkt man immer noch den Erwartungen hinterher und hat nun schon zehn Punkte Rückstand auf den begehrten sechsten Platz. Die aktuellen Top-Sechs sind hingegen nur durch vier Punkte getrennt. Zu den Verlierern der Woche gehören aber vor allem die Villacher mit drei Niederlagen. Aber auch die Salzburger, die nach zwei Niederlagen ihre Tabellenführung an Wien abgeben mussten. Damit ist der Hauptstadtclub natürlich ein Gewinner der Woche, denn sie konnten beide Spiele siegreich gestallten. Mit jeweils drei Siegen gehören Graz und Linz ebenfalls zu den Gewinnerteams.