Salzburger ZwischensprintEBEL-News

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Die Eishockeywoche in der EBEL begann diesmal bereits mit vier Spielen am Dienstag

Graz 99ers – Red Bull Salzburg 2:3 (1:0, 1:0, 0:3)

Für Graz begann das Spiel so, wie es sich jeder Trainer wünscht, denn bereits in der zweiten Minute gingen die Hausherren in Führung. In einem guten ersten Abschnitt gab es jedoch keine weiteren Tore.  In den zweiten zwanzig Minuten hatten dann jedoch die Gäste das Spiel meist fest in der Hand. Graz half hier durch die ein oder andere Strafe jedoch kräftig mit. Trotzdem machten auch den zweiten Treffer die 99ers. Doch gut zehn Minuten vor Spielende begann sich die Jagd der Mozartstädter auch auf der Anzeigetafel niederzuschlagen. Graz war nur noch Zuschauer und musste auch noch den Ausgleich schlucken. 24 Sekunden vor der anstehenden Verlängerung machte Brian Fahey mit einem Five-hole durch die Schoner von Dany Sabourin sogar noch den Sieg der Ratushny-Truppe perfekt.

Tore: 1:0 (2.) Philipp Pinter, 2:0 (38.) Kevin Moderer, 2:1 (49.) Brett Sterling, 2:2 (56.) Konstantin Komarek, 2:3 (60.) Brian Fahey

Nachdem sich Olivier Latendresse und Stefan Lassen, für den die Saison schon beendet ist, kürzlich verletzt haben, hat Headcoach Todd Bjorkstrand laut einem Bericht der kleinen Zeitung den Auftrag bekommen, einen Stürmer und einen Verteidiger zu verpflichten. Bei dem Verteidiger soll es sich, ebenfalls nach Angaben des Blattes, um den Krefelder Robin Weihage handeln. Insgesamt ist die Verletztenliste der 99ers momentan mit Olivier Latendresse, Stefan Lassen, Tomáš Petruška, Daniel Woger, Matt Kelly und Philipp Pinter doch recht umfangreich.

Die übrigen Dienstagsspiele:
Orli Znojmo – Klagenfurter AC 3:4 (1:1, 1:1, 1:2)
Black Wings Linz – Sapa Fehérvár 5:1 (2:0, 2:1, 1:0)
HC Bozen – Olimpija Ljubljana 3:0 (2:0, 0:0, 1:0)

Richtig schwer taten sich die Linzer am Donnerstag

Black Wings Linz – HC TWK Innsbruck 2:1 n.P. (0:0, 1:1, 0:0, 0:0, 1:0)

Erst im Penaltyschießen konnten die Stahlstädter den Sieg klar machen. Brian Lebler verwandelte den entscheidenden Versuch.

Am Freitag stand dann er lange erwartete Schlagabtausch zwischen den beiden großen Meisterschaftsanwärtern an.

Red Bull Salzburg – Vienna Capitals 3:1 (0:0, 0:1, 3:0)

Die Entscheidung fiel wie schon am Freitag erst in den Schlussminuten für die Mozartstädter, diesmal gelang das erste Tor sogar noch später. In den Anfangsminuten waren jedoch die Gäste aus der Hauptstadt die spielbestimmende Mannschaft. Kris Foucault hatte sogar zweimal die Führung auf der Kelle. Doch auch die roten Bullen hatten einige gute Chancen nicht nutzen können. In dem guten Spiel geizten die Teams auch im Mittelabschnitt nicht mit Chancen. Bester Spieler in dieser Phase war einmal mehr Salzburgs Topstürmer Thomas Raffl, doch auch für ihn war an Wiens Matt Zaba vorerst kein Vorbeikommen. Das erste Tor und damit die Führung ging aber auf das Konto von Niki Hartl. Er fälschte im Slot stehend einen Schuss von Jamie Faser unhaltbar an Bullen-Goalie Bernd Brückler ins Netz ab. Im Schlussdrittel waren dann zunächst die Wiener die druckvollere Mannschaft und hatten mehrfach die Gelegenheit die Führung auszubauen. Die Caps scheiterten somit am Ende an sich selbst, denn ein Tor kann man ich Eishockey jederzeit aufholen. Drei Minuten vor der Schlusssirene war es dann soweit und Kapitän Matthias Trattnig erzielte in der Schlussoffensive den verdienten Ausgleich. 49 Sekunden vor den möglichen Overtime zauberten die Salzburger dann aber durchs Wiener Drittel. Am Ende der Passstafette stand Brett Sterling doch recht alleine am langen Pfosten und kann nahezu ungehindert das Spiel drehen. Wiens Coach Tom Pokel versuchte natürlich nochmal alles und holte den hervorragenden Zaba für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Belohnt wurde er dafür jedoch nicht, stattdessen markierte Kyle Beach den Schlusspunkt in leere Gehäuse. Salzburgs Coach Dan Ratushny nahm den Sieg natürliche gerne an, sah jedoch auch dass man im Spiel zu fahrlässig mit den eigenen Chancen umging. Die Caps lobte er für die gezeigte Leistung. Doch wie in jedem Spiel kann sich der Verlierer für das Lob des gegnerischen Trainers nichts kaufen. Wien hingegen zeigte sich unzufrieden, auch mit der Schiedsrichterleistung. Co-Trainer Philippe Horsky meint: „Bei den letzten paar Wechseln war eine Fehlentscheidung vom Schiedsrichter dabei. Die hat in den letzten Minuten etwas zu Unruhen geführt. Die Schiedsrichten haben die Partie heute leider mitentschieden.“

Tore: 0:1 (37.) Nikolaus Hartl, 1:1 (57.) Matthias Trattnig, 2:1 (60.) Brett Sterling, 3:1 (60.EN) Kyle Beach

Die übrigen Freitagsspiele:
Dornbirner EC – Graz 99ers 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)
Olimpija Ljubljana – Klagenfurter AC 3:2 n.V. (1:0, 0:2, 1:0, 1:0)
Villacher SV – Orli Znojmo 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)

Am Samstag konnten die Ungarn den Meister knapp besiegen

Sapa Fehérvár – HC Bozen 3:2 (2:2, 1:0, 0:0)

Sonntag

Klagenfurter AC – Red Bull Salzburg 4:3 n.P. (1:1, 1:0, 1:2, 0:0, 1:0)

Für eine faustdicke Überraschung sorgte die Mannschaft von Doug Mason. Wie schon die letzten Spiele der Salzburger, war es auch diesmal eine enge Angelegenheit. Diesmal musste man jedoch nicht bis spät im Schlussdrittel auf das erste Tor warten, den schon in der vierten Minute konnten die Gäste in Führung gehen. Mit zunehmender Spielzeit kamen die Rotjacken besser in die Partie und schafften knapp vor der Pause den Ausgleich. Auch im Mitteldrittel war Red-Bull-Goalie Bernd Brückler mehr im Mittelpunkt als ihm lieb war. Doch gegen Thomas Koch war er dann auch machtlos. Im Schlussdrittel mussten also die Mannen von Dan Ratushny zulegen und nahmen sich die letzte Pausenansprache offensichtlich zu Herzen. Thomas Raffl und Brett Sterling drehten das Spiel dann tatsächlich. Doch die Mozartstädter machten die Rechnung ohne Jamie Lundmark. Dieser brachte das Spiel in die Overtime. Die Entscheidung fiel dann aber erst im Penaltyschiessen. Im zwölften Versuch gelang Thomas Koch hier der Siegtreffer.

Tore: 0:1 (4.) Brian Fahey, 1:1 (20.PP) Luke Pither, 2:1 (36.) Thomas Koch, 2:2 (49.PP) Thomas Raffl, 2:3 (54.) Brett Sterling, 3:3 (56.) Jamie Lundmark, 4:3 (65.GWG) Thomas Koch

Vienna Capitals – HC Bozen 2:4 (1:2, 1:2, 0:0)

Doch nicht nur Salzburg, sondern auch Wien ging heute nicht als Sieger vom Eis. Dabei gehörte Wien die Anfangsphase im Spiel, spielten gefällig und kamen zu Chancen. Den Puck brachten sie jedoch nicht über die Linie. Rick Schofield stellte das Spiel dann in der 13. Minute dann auf den Kopf. Bis zu ersten Pause konnten beide Teams dann noch jeweils ein Überzahltor verzeichnen, sodass es mit einer knappen Südtiroler Führung erstmals in die Kabine. Kurz nach Wiederbeginn erhöhten dann jedoch die Gäste. Die Caps zeigten sich aber nur kurz geschockt und kamen erneut heran. Doch noch vor der zweiten Pause fiel das letzte Tor für Bozen. Doppelt bitter für die Hausherren, die kurz zuvor noch einen Stangenschuss hatten. Doch der Eishockeygott war heute kein Wiener. Nun merklich angeschlagene Hauptstädter kamen nicht mehr richtig in Spiel zurück, sodass der HCB das Spiel am Ende fast locker über die Zeit brachte.

Tore: 0:1 (13.) Rick Schofield, 0:2 (17.PP) Philip DeSimone, 1:2 (19.PP) Jonathan Ferland, 1:3 (23.) Žiga Pance, 2:3 (35.) Jonathan Ferland, 2:4 (38.) Alexander Egger

Die übrigen Sonntagsspiele:
Graz 99ers – Sapa Fehérvár 5:6 n.P. (1:4, 1:1, 3:0, 0:0, 0:1)
Villacher SV – Olimpija Ljubljana 3:6 (0:1, 2:0, 1:5)
Dornbirner EC – HC TWK Innsbruck 4:1 (2:0, 2:1, 0:0)
Orli Znojmo – Black Wings Linz 5:2 (0:0, 3:2, 2:0)

In der Tabelle ist nun Red Bull Salzburg (36 Punkte) mit vier Punkten vor den Vienna Capitals (32P). Dahinter gab es zur Vorwoche keine Platzänderungen. Somit folgen Graz 99ers (29P), Orli Znojmo (28P), die Black Wings Linz (28P) und Sapa Fehérvár (27P) bilden die Top-Sechs.

Den größten Sprung machte der HC Bozen (21P), der um zwei Plätze klettern konnte. Punktgleich folgt der Villacher SV (21P). Auch der Klagenfurter AC (20P) konnte sich um zwei Plätze steigern. Sie sind punktgleich mit dem Dornbirner EC (20P). Verlierer der Woche in der HC Innsbruck (19P). Für sie ging es um vier Plätze nach unten. Und fast schon in Reichweite ist Olimpija Ljubljana (15P) wieder, jedoch nach wie vor auf dem letzten Platz.