Salzburg und Klagenfurt im HalbfinaleEBEL-Play-off-News

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Während sich acht Teams um das Halbfinale duellieren, gibt es auch Neuigkeiten der bereits ausgeschiedenen Clubs. Eine Meldung lässt aufhorchen, denn offenbar gibt es Unstimmigkeiten zwischen dem Dornbirner EC und der Messe Dornbirn, der die Spielstätte gehört. Beim DEC denkt man anscheinend auch über einen Standortwechsel nach. Auf der Clubsite konnte man die Aussage von DEC-Präsident Joe Hagn lesen. Dieser meinte: „Wenn durch die Messe laufend die Existenz bedroht wird, ist für uns Dornbirn wahrscheinlich der falsche Platz.“

Auch auf dem Transfermarkt gibt es neue Spekulationen. Seit Wochen hält sich ohnehin das Gerücht, dass die beiden Linzer Sébastien Piché und Andrew Kozek Kandidaten in Wolfsburg sein sollen. Nun kamen weitere Namen und DEL-Clubs in die Verlosung. So soll Piché auch für Berlin und Ingolstadt interessant sein. Von beiden Teams waren Vertreter bei den Play-off-Spielen anwesend. Diese Teams sollen auch Brian Lebler auf dem Zettel haben. Zudem wurde bekannt, dass auch Personal aus Straubing in der Stahlstadt gesichtet wurde.

Red Bull Salzburg (1) – Villacher SV (6) Serie 4:1

Für die Salzburger war die Serie schwerer als erwartet, denn die Villacher wehren sich mit allem, was sie hatten. Dabei war Spiel drei die einzige klare Sache. Doch Spiel vier war eine harte und enge Nummer. Nach 60 Minuten stand es unentschieden, sodass es in die Overtime ging. Doch es blieb nicht bei einer und auch nicht bei zweien. Erst in der dritten (!) Verlängerung wurde John Hughes in der 112. Minute zum Helden des Abends. Damit war es das längste Spiel, das es in der EBEL je gegeben hat. Die Partie ist um 16 Minuten länger, als das bisherige Rekordmatch zwischen Salzburg und Ljubljana. Das Spiel hatte aber auch einen negativen Höhepunkt, denn Matthias Trattnig wurde nach einem Kniecheck an Marco Pewal für vier Spiele gesperrt. Für Pewal ist die Saison beendet. Der VSV verlangte den Salzburgern auch im fünften Spiel alles ab. Doch als Dominique Heinrich den Bann im Mitteldrittel gebrochen hatte, ging es dahin. Am Ende gewann Salzburg die Serie deutlicher als sie war, jedoch auch verdient. Denn insgesamt war der VSV vor dem Tor zu harmlos.

Spiel 3: Red Bull Salzburg – Villacher SV 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)
Tore: 1:0 (2.) Kyle Beach, 2:0 (20.) Thomas Raffl, 3:0 (23.PP) Brett Sterling, 4:0 (60.) Kyle Beach

Spiel 4: Villacher SV – Red Bull Salzburg 1.3 n.3V. (0:1, 1:0, 0:0, 0:0, 0:0, 0:0)
Tore: 0:1 (16.) Kyle Beach, 1:1 (25.) Benjamin Petrik, 1:2 (112.) John Hughes

Spiel 5: Red Bull Salzburg – Villacher SV 4:1 (0:0, 1:0, 3:1)
Tore: 1:0 (26.) Dominique Heinrich, 2:0 (49.SH) Kyle Beach, 3:0 (52.) Brett Sterling, 3:1 (52.) Darren Haydar, 4:1 (58.EN) Brett Sterling

Black Wings Linz (2) – HC Bozen (7) Serie 3:2

Zwischen den Stahlstädtern und den Südtirolern ist es enger als erwartet. Beide Teams zeigen sich dabei als heimstark. Zudem geizen die Mannschaften etwas mit den Toren. In Spiel drei fielen diese nur in Überzahl. Nach Spiel vier fragte man sich langsam, ob die Linzer das falsche Team gewählt haben. Spiel fünf lief zunächst nicht besser, denn nach dem ersten Abschnitt lag Bozen mit drei Toren in Front, wobei der Meister dabei äußerst effizient auftrat. Im Mitteldrittel konnten die Teams je einmal treffen, doch dann begann die unglaubliche Aufholjagd der Black Wings. Die Entscheidung zugunsten der Linzer fiel in der 60. Minute durch Jason Ulmer.

Spiel 3: Black Wings Linz – HC Bozen 2:1 (0:0, 1:0, 1:1)
Tore: 1:0 (39.PP) Brian Lebler, 2:0 (47.PP) Curtis Murphy, 2:1 (52.PP) Rick Schofield

Spiel 4: HC Bozen – Black Wings Linz 3:2 (1:0, 2:1, 0:1)
Tore: 1:0 (8.) Bryan Rodney, 2:0 (23.) Justin Keller, 3:0 (25.) Žiga Pance, 3:1 (38.PP.) Curtis Murphy, 3:2 (60.) Brad Moran

Spiel 5: Black Wings Linz – HC Bozen 5:4 (0:3, 1:1, 4:0)
Tore: 0:1 (6.) Stefan Zisser, 0:2 (9.) Derek Nesbitt, 0:3 (18.) Justin Keller, 1:3 (22.) Mike Ouellette, 1:4 (31.PP) Derek Nesbitt, 2:4 (47.PP) Andrew Kozek, 3:4 (48.) Frank MacDonald, 4:4 (51.) Brad Moran, 5:4 (60.PP) Jason Ulmer

Orli Znojmo (3) – Klagenfurter AC (8) Serie 1:4

Auch in Znaim fragt man sich, ob man sich mit dem KAC nicht „verpickt“ hat. Denn der KAC hatte bereits am Sonntag den ersten Matchpuck. In Spiel drei dominierten die Rotjacken vor allem das erste Drittel und legten hier den Grundstein für den Auswärtssieg. Zwar kam Znojmo noch zweimal ran, doch die Truppe von Doug Mason hielt den Vorsprung bis zu Ende. In Spiel vier brauchte es die Verlängerung, doch das wird nach der Saison nur die wenigsten interessieren. Spiel fünf war alles andere als Kuschelhockey, ganz im Gegenteil. Mitunter war die Partie prügelhart. Leidtragender war der 19-jährige Klagenfurter Thomas Vallant, dieser wurde von Jan Lattner mit einem überharten Check ausgeknockt. Auch für Lattner war das Spiel beendet, allerdings mit einer Strafe. Die sportliche Entscheidung fiel erneut in der Verlängerung und sie fiel erneut zugunsten des KAC. Nach dem vierten Sieg stehen die Klagenfurter überraschend im Halbfinale.

Spiel 3: Orli Znojmo – Klagenfurter AC 3:6 (0:3, 3:2, 0:1)
Tore: 0:1 (10.) Jamie Lundmark, 0:2 (15.) Thomas Hundertpfund, 0:3 (19.) Kim Strömberg, 1:3 (22.) Adam Havlík, 2:3 (24.) Adam Havlík, 2:4 (25.) Jamie Lundmark, 3:4 (26.) Ondrej Šedivý, 3:5 (34.PP2) Thomas Koch, 3:6 (60.EN) Thomas Pöck

Spiel 4: Klagenfurter AC – Orli Znojmo 2:1 n.V. (1:0, 0:0, 0:1, 1:0)
Tore: 1:0 (16.) Oliver Setzinger, 1:1 (56.) Ondřej Fiala, 2:1 (68.) Stefan Geier

Spiel 5: Orli Znojmo – Klagenfurter AC 1:2 n.V. (0:0, 1:0, 0:1, 0:1)
Tore: 1:0 (31.) Peter Pucher, 1:1 (50.) Thomas Koch, 1:2 (66.) Oliver Setzinger

Sapa Fehérvár (4) – Vienna Capitals (5) Serie 2:2

Wien war nach zwei Spielen bereits mit zwei Niederlagen stark unter Druck, doch diesem hielten sie bravourös stand. Vor allem der Ex-Augsburger Peter MacArthur entwickelte sich zu einem Play-off-Monster für die Caps und steuerte drei der letzten fünf Tore bei. In Spiel vier war es äußerst spannend, denn Fehérvár ging früh in Führung, kassierte aber genauso früh den Ausgleich. Kurz vor der Schlusssirene lag der Puck zum zweiten Mal im ungarischen Tor, doch der Treffer fand keine Anerkennung. Somit musste das Spiel in die Overtime, in der Wien das bessere Ende für sich hatte.

Spiel 3: Sapa Fehérvár – Vienna Capitals 2:3 (1:0, 0:3, 1:0)
Tore: 1:0 (9.) Attila Németh, 1:1 (21.) Peter MacArthur, 1:2 (26.) Andreas Nödl, 1:3 (40.PP) Peter MacArthur, 2:3 (48.) István Bartalis

Spiel 4: Vienna Capitals – Sapa Fehérvár 2:1 n.V. (1:1, 0:0, 0:0, 1:0)
Tore: 0:1 (9.) Ladislav Sikorčin, 1:1 (14.) Peter McArthur, 2:1 (68.) Patrick Peter

Spiel 5: Sapa Fehérvár – Vienna Capitals findet am Montag statt