Salzburg und Bozen mit einem Bein im FinaleEBEL-News

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Am Dienstagabend fanden die zweiten Halbfinalspiele der EBEL an. Sowohl die Stahlstädter aus Linz als auch die Villacher Adler wollten einen 0:1-Serienrückstand aufholen. Beide gaben alles und drängten ihre Gegner in die Verlängerung.

Serienstand Red Bull Salzburg – Black Wings Linz 2:0

Black Wings Linz – Red Bull Salzburg 2:3 n.V. (1:1, 0:1, 1:0, 0:1)

Anfangs fehlten dem Spiel noch die klaren Chancen, doch nach einem Fehlpass des Linzers Robert Lukas konnte Dominique Heinrich (12.) die Führung für die Salzburger erzielen. Praktisch mit dem nächsten Angriff und nach einem unwiderstehlichen Solo von Brian Lebler (13.) war das Spiel aber schon wieder ausgeglichen. Kurz nach der ersten Pause wurde es für die Black Wings richtig bitter. Konstantin Komarek (22.) passt von Außen scharf in den Slot. Dort springt die Scheibe vom Schlittschuh des Linzer Verteidigers Curtis Murphy unhaltbar an Goalie Michael Ouzas vorbei ins Tor. Doch obwohl vor allem die Salzburger einige Chancen hatten, war das der einzige Treffer im Mitteldrittel. Im Schlussdrittel nahmen sich die Mozartstädter aber immer mehr zurück, was auch dem anrennen der Linzer geschuldet war. Red Bull aber jederzeit in der Lage blitzgefährliche Konter zu setzten. Robert Lukas, der am ersten Linzer Gegentor nicht ganz schuldlos war, machte seinen Fehler spätestens in der 47. Minute wieder wett und erzielte den Ausgleich. Bis zum Ende der regulären Spielzeit war es ein offener Schlagabtausch, der beiden Teams mehrfach die Möglichkeit zum Siegtreffer bescherte. Die extrem spannende Partie musste aber in der Overtime entschieden werden. In dieser machten es sich die Stahlstädter selbst unnötig schwer, als man nacheinander zwei überflüssige Strafen nahm und vier Minuten fast am Stück in Unterzahl spielen musste. Die Strafen selbst konnten die Salzburger zwar nicht nutzen, doch kurz nachdem Linz wieder vollzählig war, besorgte Garrett Roe (70.) die Entscheidung und sichert seinen roten Bullen damit den zweiten Sieg der Serie.

Serienstand HC Bozen – Villacher SV 2:0

Villacher SV – HC Bozen 3:4 n.V. (0:0, 1:3, 2:0, 0:1)

Die Villacher Adler begannen von der ersten Sekunde, mit Hochdruck auf das Bozener Tor zu arbeiten. Nach zehn Minuten wäre auch eine 3:0-Führung nicht unverdient gewesen. Die Südtiroler hatten erst in der Schlussphase des ersten Drittels bessere Chancen. Bis zum ersten Tor dauerte es aber fast bis zur Hälfte der Spielzeit. Nun bessere Füchse kamen durch Marco Insam (29.) zur Führung. Und wie im anderen Halbfinale wurde der Führungstreffer durch einen Fehlpass begünstigt. Auch der Ausgleich fiel nur wenige Sekunden später. Zuständig dafür war Daniel Nageler (29.). Die folgenden Minuten lassen jeden Coach die Haare grau werden. Zwei Strafen, die man nicht nehmen muss, und ein Gegner, der das gnadenlos ausnutzt. MacGregor Sharp (33./PP1) und der Ex-Iserlohner Matt Tomassoni (34./PP1) sorgten für eine Zwei-Tore-Führung zur zweiten Pause. Doch im Schlussdrittel wurden auch die Haare des Bozener Trainers Tom Pokel grau. Denn es ergab sich die Duplizität der Ereignisse. Zwei Strafen, zwei Tore. Cole Jarrett (47./PP1) und Gerhard Unterluggauer (49./PP1) besorgten den Ausgleich und damit musste auch dieses Spiel in die Verlängerung. Hier dauerte es nicht so lange. MacGregor Sharp ließ VSV-Goalie Jean-Philippe Lamoureux in der 64. Minute alt aussehen und bringt dem Liganeuling ganz nah ans Finale.

Nach diesen Ergebnissen könnte das Finale der EBEL bereits am Freitagabend (28. März) fixiert werden.