Salzburg macht ernstEBEL-News

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Länderspielpause ist aber auch immer die Zeit für Wechsel und Vertragsverlängerungen. So konnten sich die Graz 99ers mit dem 33-jährigen Goalie Dany Sabourin auf einen Vertrag bis Ende der Spielzeit 2015/16 mit Option für ein weiteres Jahr einigen. Bei den Grazern gibt es aber auch den Abgang von Andy Sertich zu vermelden. Er kam im Sommer aus Zagreb, konnte in 17 Spielen jedoch nur zwei Tore und drei Vorlagen verbuchen. Nun spielt er wieder unter seinem alten Coach Marty Raymond für Sapa Fehérvár. Laut eigener Aussage passt das dort gespielte System besser zu ihm. Nachdem Sertich weg ist, ist das Team aus der Steiermark auf der Suche nach einem neuen Center. Dieser soll aber kein Importspieler sein, sondern ein Österreicher. Nun werden den 99ers Kontakte zu Philipp Pinter, der aktuell für die Lausitzer Füchse spielt, und Roland Kaspitz beim schwedischen Zweitligisten Asplöven HC nachgesagt.

Auch der österreichische Nationalspieler Andreas Nödl wechselte den Club. Als bekannt wurde, dass Nödl den Klagenfurter AC verlassen wird, hieß es noch, dass er in Verhandlungen mit Teams aus dem europäischen Ausland stehen soll. Doch am Ende blieb er in der EBEL und schloss sich Red Bull Salzburg an. Dort war Nödl offenbar ein Wunschspieler von Coach Don Jackson, denn dieser sagt den Kollegen von Hockeyfans.at: „Wir hatten uns bereits im Sommer für ihn interessiert.“

Bei Olimpija Ljubljana läuft es bisher alles andere als rund. Nun kann man aber aus der Kooperation mit Medveščak Zagreb profitieren. Denn Kenny Macaulay wechselte als Leihgabe von Zagreb, wo er keine Einsatzzeit bekam, nach Ljubljana. Auch Geoff Waugh ist als weitere Leihgabe im Gespräch. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Vereinbarung offenbar vorsieht, dass Zagreb weiterhin die Gehälter der ausgeliehenen Spieler übernimmt. So berichten es zumindest slowenische Medien. Dies ist aber auch dringend nötig. Denn die slowenische Internetseite Sport.tv berichtet, dass die Drachen ihre Gehälter für Oktober noch nicht ausbezahlt hätten. Angeblich ist es schon „Tradition“, dass einheimische Spieler verspätet ihr Gehalt erhalten, doch nun sind auch Importspieler betroffen. Goalie Jerry Kuhn sieht das wohl als Vertragsbruch, will selbigen auflösen und soll bereits auf der Suche nach einem neuen Club sein. Er hat eine Fangquote von über 90 Prozent.

13.11.2013
Vienna Capitals – Black Wings Linz 5:2 (1:1, 2:1, 2:0)

Einen echten Blitzstart legten die Linzer nach dem „international Break“ aufs Eis. Gerade 15 Sekunden brachte Brian Lebler für die Führung der Gäste. Auch wenn die Linzer direkt nach der Führung weitere Großchancen hatten, lange hielt die Freude nicht an. Denn bereits in der vierten Minute erzielte Kevin Puschnik den Ausgleich. Danach operierten beide Teams aus einer verstärken Defensive, sodass man bis zur neuerlichen Linzer Führung durch Brad Moran bis ins zweite Drittel warten musste. Doch wieder tickte die Spieluhr nur ein paar Mal, bis Jamie Fraser zum Unentschieden traf. Nun wurde das Spiel, ausgelöst von einem Check gegen den Kopf von Justin Keller gegen Brad Moran, etwas härter. Beide Mannschaften hatte jeweils eine 5:3-Überzahl, konnte daraus aber nichts machen. Erst kurz vor der zweiten Pause traf Benoît Gratton zur ersten Hausherrenführung. Das Schlussdrittel war dann über weite Strecken in Hand der Caps. Verdient kamen diese durch Dustin Sylvester und Mario Fischer zu zwei weiteren Toren und sicherten sich somit die Punkte. Doch bereits am Sonntag bietet sich den Stahlstädtern die Chance auf Revanche.

15.11.2013
Red Bull Salzburg – HC Bozen 5:2 (2:0, 2:1, 1:1)

Es war das Topspiel der Woche. Der Erste gegen den Zweiten, oder auch der Titelfavorit gegen den Neuling, der die Liga das Fürchten lehrt. Dass sich die Salzburger unter Don Jackson seit Saisonbeginn deutlich gesteigert haben, sah man bereits in der ersten Überzahl. Garrett Roe fälschte eine Schuss unhaltbar zur Führung ab. Salzburg hatte das erste Drittel voll im Griff und kam kurz vor der Pause durch Michael Boivin zum zweiten Treffer. Im Mitteldrittel spielen die Gäste mehr mit, doch die Vorentscheidung durch Andreas Kristler war nicht zu verhindern. Kurz darauf gab es jedoch eine Strafe, die Bozen erstmals auf die Anzeige brachte. Verteidiger Sébastien Piché ließ den Anhang hoffen. Doch nur Minuten später traf Roe zum zweiten Mal und stellte so den alten Abstand wieder her. Im Schlussdrittel ließ man dann erst mal das Spiel Spiel sein und beide Teams zogen reihenweise Strafen. Eine der Strafen nutze Piché zu seinem zweiten Tor und brachte die Südtiroler nochmal heran. Den Schlusspunkt setzten dann aber wieder die Hausherren. Dominique Heinrich nutze eine Überzahl in der letzten Minute.

Dornbirner EC – Graz 99ers 8:6 (1:2, 2:4, 5:0)

Wahrscheinlich das Comeback des Jahres legten die Dornbirner gegen die Grazer aufs Eis. Für die Gäste tragen sich im ersten Drittel Ryan Kinasewich und Kristof Reinthaler jeweils in Überzahl in die Torschützenliste ein. Für den Anschluss sorgte Alexander Feichtner. Auch im Mitteldrittel spielten die Dornbirner munter mit. Im Gegenteil, aufgrund der defensiven Grundausrichtung der Grazer hatten die Bulldogs sogar ein optisches Übergewicht. Doch die Tore machten die 99ers. Kevin Moderer traf gar in Unterzahl, Dustin VanBallegooie und Ryan Kinasewich sorgten bis zur 30. Minute für die 5:1-Führung der Gäste. Die besiegelte auch das Ende des Arbeitstages von DEC-Goalie  Adam Dennis. Für ihn stand nun David Madlener zwischen den Pfosten. Die Hausherren fingen sich aber noch im Mitteldrittel und kamen durch Chris D'Alvise wieder ein Stückchen heran. Mit dem Tor Martin Oraze sah es dann schon nicht mehr so schlimm aus und der DEC sah, dass man trotz des hohen Rückstandes nicht chancenlos war. Nur Greg Day drückte mit dem sechsten Grazer Tor nochmals etwas auf die Stimmungsbremse. Im Schlussabschnitt machten die Dornbirner dann endgültig ernst. Martin Oraze, Olivier Magnan-Grenier und Chris D'Alvise erzielten die Tore zum 6:6-Ausgleich in einem wilden Spiel. Nun endete auch der Dienst von Goalie Dany Sabourin. Er wurde durch Sebastian Stefaniszin ersetzt. Doch auch er konnte das spielentscheidende Tor von Luciano Aquino in doppelter Überzahl nicht verhindern. Graham Mink sorgte kurz vor Spielschluss in einfacher Überzahl für die Entscheidung.

17.11.2013
Black Wings Linz – Vienna Capitals 4:2 (1:0, 2:0, 1:2)

Mit einem verdienten 4:2-Sieg revanchierten sich die Stahlstädter erfolgreich für die Mittwochsniederlage. Allerdings kamen die Gäste zunächst besser ins Spiel, kamen aber nicht an Goalie Michael Ouzas vorbei. Ab etwa der zehnten Minute übernahmen dann aber die Hauherren das Kommando und gingen durch Andrew Kozek in Überzahl in Führung. Mit deutlich mehr Schwung kamen die Linzer aus der ersten Pause zurück aufs Eis und hatten das Spiel nun fest in ihrer Hand. Es war Schwerarbeit für die Abwehrspieler der Caps. Doch trotz deren großen Einsatzes konnte man die Tore von Brad Moran und Matthias Iberer nicht verhindern. Umgedrehte Vorzeichen im Schlussdrittel, denn nun waren die Wiener am Drücker. Der Anschlusstreffer von François Fortier war dessen 100. für die Vienna. Keine zwei Minuten später schoss Michael Schiechl den nächsten Wiener Treffer und machte das Spiel damit endgültig wieder spannend. Doch die Linzer warteten nicht ab, sondern agierten selbst. In Überzahl sorgte Brian Lebler für den Schlusspunkt.

Die weiteren Spiele der vergangenen Woche:

13.11.2013
Villacher SV – Dornbirner EC 7:1 (2:0, 3:0, 2:1)
Graz 99ers – Sapa Fehérvár 6:1 (1:1, 3:0, 2:0)
Red Bull Salzburg – Olimpija Ljubljana 7:1 (1:0, 4:1, 2:0)
Klagenfurter AC – Orli Znojmo 4:3 n.V. (0:0, 1:2, 2:1, 0:1)

15.11.2013
Orli Znojmo – Vienna Capitals 4:0 (0:0, 2:0, 2:0)
Sapa Fehérvár – Klagenfurter AC 2:5 (0:3, 1:1, 1:1)
HC TWK Innsbruck – Black Wings Linz 3:4 (1:3, 1:0, 1:1)

17.11.2013
Graz 99ers – Red Bull Salzburg 1:2 (0:2, 1:0, 0:0)
Olimpija Ljubljana – Sapa Fehérvár 5:2 (2:1, 0:1, 3:0)
HC TWK Innsbruck – Villacher SV 2:6 (1:2, 1:2, 0:2)

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