Rennen um Platz sechs spitzt sich zuEBEL-News

Der Linzer Brian Lebler traf dreimal gegen Wien. (Foto: Imago)Der Linzer Brian Lebler traf dreimal gegen Wien. (Foto: Imago)
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Bereits am Montag mussten die ersten Teams zur Punktejagd aufs Eis. Schon hier zeichnete sich mit dem Linzer Sieg und der Niederlage der Ungarn der aktuelle Trend ab.

Dornbirner EC – Sapa Fehérvár 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)
Black Wings Linz – Vienna Capitals 5:1 (0:1, 2:0, 3:0)
HC Bozen – Orli Znojmo 5:4 n.P. (3:2, 0:2, 1:0, 0:0, 1:0)

Am Dienstag ging es weiter, wobei alle, die am Vortag spielten, schon wieder in der Halle standen.

HC Bozen – Sapa Fehérvár 5:2 (1:1, 2:1, 1:0)
Dornbirner EC – Orli Znojmo 4:1 (1:1, 3:0, 0:0)
Klagenfurter AC – Black Wings Linz 3:5 (0:2, 1:0, 2:3)
Red Bull Salzburg – HC Innsbruck 3:2 (1:0, 0:2, 2:0)
Vienna Capitals – Villacher SV 5:2 (1:0, 1:2, 3:0)
Olimpija Ljubljana – Graz 99ers 3:2 (2:0, 1:1, 0:1)

Am Donnerstag gab es zum zweiten Mal in einer Woche das Topspiel zwischen den Salzburg-Jägern.

Vienna Capitals – Black Wings Linz 4:5 n.P. (1:0, 0:2, 3:2, 0:0, 0:1)

Am Ende hatten erneut die Stahlstädter das bessere Ende für sich. Entscheidend war der Treffer von Andrew Kozek im Penaltyschießen, Mann des Abends war aber Brian Lebler, der drei Buden machte. Anfangs ereignete sich jedoch recht wenig und es dauerte, bis die Caps zwei Mann mehr auf dem Eis hatten. Trotzdem war es eine Einzelaktion von Andreas Nödl, die die Führung brachte. Linz blieb eher passiv, sodass der erste Abschnitt dem Hauptstadtclub gehörte. In der ersten Pause gab es offenbar einige klare Worte, denn Linz kam mir viel Feuer aus der Kabine zurück. Lebler machte schnell sein erstes Tor, doch nachdem ein Schiedsrichter verletzungsbedingt aufgeben musste, war die Begegnung etwas zerfahren. Wenige Minuten vor dem zweiten Pausengang drehten die Gäste dann die Partie. Jason Ulmer konnte nicht gestoppt werden und netzte ein. Im Schlussdrittel wendete sich das Blatt jedoch erneut, denn der Hauptstadtclub übernahm zunächst wieder das Kommando. Der Ex-Augsburger Peter MacArthur konnte für Wien ausgleichen. Nun ging es Schlag auf Schlag und die Tore fielen wie die reifen Früchte. In Ein- bis Zwei-Minuten-Abständen schepperte es im flotten Wechsel. Nödl schickte das Spiel mit seinem zweiten Tor in die Overtime, in der jedoch nichts passierte. Im folgenden Penaltyschießen traf Kozek als einziger und sicherte damit den Linzer Sieg.

Tore: 1:0 (8.PP2) Andreas Nödl, 1:1 (23.) Brian Lebler, 1:2 (36.) Jason Ulmer, 2:2 (45.) Peter MacArthur, 2:3 (46.) Brian Lebler, 3:3 (49.) Matt Watkins, 3:4 (51.) Brian Lebler, 4:4 (52.) Andreas Nödl, 4:5 (GWP) Andrew Kozek

Am Freitag standen die nächsten Spiele an.

Orli Znojmo – HC Bozen 4:3 (1:0, 3:1, 0:2)
Sapa Fehérvár – Dornbirner EC 4:3 (0:1, 2:1, 2:1)
HC Innsbruck – Graz 99ers 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)
Klagenfurter AC  – Olimpija Ljubljana 3:2  (1:0, 2:2, 0:0)
Villacher SV – Red Bull Salzburg 6:5 n.P. (2:2, 1:2, 2:1, 0:0, 1:0)

Am Sonntag hatte die halbe Liga das vierte Spiel innerhalb von sieben Tagen.

HC Innsbruck – Klagenfurter AC 6:3 (0:1, 5:1, 1:1)

Für den HCI ist die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale außer Reichweite. Doch der Club zeigt Moral und fügt den vermeintlichen Favoriten immer wieder schmerzhafte Niederlagen zu. Diesmal sorgte man dafür, dass sich Klagenfurts Rückstand auf Rang sechs auf acht Punkte erhöht und damit wohl den endgültigen Gang in die Qualifikationsrunde besiegelt. Doch Innsbruck entwickelt sich zum Angstgegner des KAC, denn auch dieses vierte Saisonduell ging an die Truppe von Coach Christer Olsson. Wie so oft in dieser Saison, spielten die Rotjacken anfangs gut mit und gingen nach einem Überzahltreffer mit einer knappen Führung in die Pause. Nach der Pause wechselte das Momentum und der HCI drehte auf. Zwischendurch konnte Klagenfurt zwar noch einmal ausgleichen, doch mit satten fünf Treffen der Hausherren, blieben nur noch wenige Fragen offen. Dabei zeigten sich die Innsbrucker beim Verwerten der Überzahlsituationen erbarmungslos. Im Schlussdrittel wechselte KAC-Coach Doug Mason seinen Goalie und Pekka Tuokkola ersetzte René Swette. Das Spiel konnte damit jedoch nicht erneut gedreht werden. Beide Teams trafen noch jeweils einmal, danach waren die Klagenfurter wieder in Erklärungsnöten. Mason fasste es so zusammen: „Innsbruck hat drei Powerplaytore geschossen, ein weiteres direkt nach einer abgelaufenen Überzahl und eines bei angezeigter Strafe. Daher muss man nicht lange nach den Gründen für die heutige Niederlage suchen: Wir waren zu undiszipliniert.“

Tore: 0:1 (10.PP) Jamie Lundmark, 1:1 (26.) Matt Siddall, 2:1 (31.) Jeff Ulmer, 2:2 (34.) Jason DeSantis, 3:2 Ulmer (37.), 4:2 (38.PP) Nick Ross, 5:2 (40.PP) Matt Siddall, 6:2 (52.PP) Andreas Valdix, 6:3 (59.) Kirk Furey

Die übrigen Sonntagsspiele:

Graz 99ers – HC Bozen 2:4 (1:3, 0:1, 1:0)
Olimpija Ljubljana – Vienna Capitals 2:4 (0:0, 0:4, 2:0)
Red Bull Salzburg – Orli Znojmo 5:2 (0:0, 3:0, 2:2)
Villacher SV – Sapa Fehérvár 8:1 (6:1, 0:0, 2:0)
Black Wings Linz – Dornbirner EC 3:2 (1:0, 2:2, 0:0)

Da nur noch wenige Spiele im Grunddurchgang zu absolvieren sind, wird die Tabelle immer eindeutiger. Auch bei einigen Teams sind schon erste Entscheidungen gefallen, oder stehen kurz bevor. So wurde laut eines Berichtes der Plattform hockeyfans.at Coach Todd Bjorkstrand von den Graz 99ers zu einer Aussprache einberufen. Zudem sucht der Club nach einer Torwartverstärkung und will einen zweiten Importgoalie noch für diese Saison.

Ganz oben hat Red Bull Salzburg mit 58 Punkten noch fünf Punkte Vorsprung auf die Black Wings Linz (53P), die ihren zweiten Platz diese Woche gefestigt haben. Die Vienna Capitals (47P) müssen sich nun der Angriffe des Villacher SV (45P) erwehren. Auch danach geht es eng zu. Orli Znojmo (42P) folgt auf dem Fuß, neuer Sechster und damit mitten im Rennen, ist der HC Bozen (42P).

Diese Woche aus den Top-Sechs gefallen sind die Ungarn von Sapa Fehérvár (41P), allerdings ist der Rückstand denkbar knapp. Bei den Graz 99ers (36P) hat man das direkte Viertelfinale schon abgeschrieben und beginnt, neben der Torhütersuche, schon mit der Planung für das nächste Jahr. Der Dornbirner EC (34P) kann wieder zwei Plätze gewinnen, was bedeutet, dass der Klagenfurter AC (34P) und der HC Innsbruck (33P) jeweils einen verlieren. Nach dem Zwischensprint ist Olimpija Ljubljana (28P) wieder auf der Verliererstraße gelandet. Der letzte Platz dürfte den Slowenen damit sicher sein.