Red Bull Salzburg nimmt Fahrt aufEBEL-News

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Red Bull Salzburg – Graz 99ers 5:0 (2:0, 2:0, 1:0)

Nachdem man in Salzburg mit einem schwachen Saisonstart leben musste, scheint es nun bergauf zu gehen. Im Spiel gegen die 99ers sorgte Mark Cullen bereits nach 38 Sekunden für die frühe Führung. Das gab der Truppe von Don Jackson die nötige Sicherheit, um ein routiniertes Drittel abzuliefern. Das Selbstvertrauen nahm zu, als Thomas Raffl fünf Minuten vor der ersten Pause erhöhen konnte. Kurz nach Wiederbeginn zogen die roten Bullen durch den Treffer von Andreas Kristler im zweiten Nachschuss davon. Graz war stets bemüht auch auf die Anzeige zu kommen, doch als Cullen in Überzahl sein zweites Tor machte, war dies das Ende des Arbeitstags des Grazer Goalies Dany Sabourin. Für ihn stand bis Spielende Sebastian Stefaniszin im Kasten. Im Schlussdrittel sahen die Zuschauer das inzwischen gewohnte Bild. Graz spielte mit, doch Salzburg war für die Tore zuständig. Den Schlusspunkt markierte Daniel Welser. Von da an spielten die Mozartstädter die Partie gelassen zu Ende.

Klagenfurter AC – Sapa Fehérvár 2:3 (2:1, 0:1, 0:1)

Würde es das Wort „Verletzungspech“ noch nicht geben, müsste man es für den KAC erfinden. Auf ganze sieben Spieler musste Coach Christer Olsson verzichten. Die Rotjacken wollten offenbar von Beginn an die Entscheidung suchen und konnten bereits in der vierten Minute die erste Überzahl durch Colton Fretter verwerten. Fehérvár spielte jedoch munter mit, sodass Frank Banham zehn Minuten später ausgleichen konnte. Doch damit im ersten Abschnitt noch nicht genug. Wenige Minuten vor der ersten Pause holte Manuel Geier die KAC-Führung zurück. Das Mitteldrittel stand im Zeichen der Gäste. Diese machten Druck und zwangen Olsson, früh seine Auszeit zu nehmen. Der späte neuerliche Ausgleich durch Andrew Sarauer war nur die logische Folge des Drittels. Das Spiel setzte sich so in den letzten zwanzig Minuten fort. In der 54. Minute passierte es dann, Verteidiger Bence Szirányi erzielte den spielentscheidenden Siegtreffer für die roten Teufel. Es war das erste Mal, dass die Ungarn in Klagenfurt gewinnen konnten.

Red Bull Salzburg – Klagenfurter AC 7:0 (2:0, 3:0, 2:0)

Nach den Ergebnissen vom Dienstag und der noch immer genauso langen Verletztenliste des Meisters, war klar. wer in diesem Spiel Favorit war. In dem flotten Spiel war Andreas Kristler der Mann des ersten Drittels. Erst nutzte er eine Überzahl zu Führung und baute diese ein paar Minuten vor Drittelende selbst aus. Im Mitteldrittel mussten sich die Salzburger fühlen wie im Spiel gegen Graz. Der Meister spielte mit, hatte gute Chancen, doch die Tore machten auch in dieser Partie nur die Bullen. Evan Brophey, David Meckler und Thomas Raffl drehten den Spielstand nach oben und sorgten damit noch vor der zweiten Pause für klare Verhältnisse. Im letzten Drittel der bereits entschiedenen Partie nahmen sich beide Teams zurück. Trotzdem kamen Matt Keith und Florian Mühlstein zu weiteren Toren für die Bullen. Schon am Sonntag stand das „Rückspiel“ auf dem Spielplan.

Klagenfurter AC – Red Bull Salzburg 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)

In diesem „Rückspiel“ gab es zwar weniger Tore, doch an der Salzburger Überlegenheit war nicht zu rütteln. Doch statt die Verletztenliste kürzer wurde, kamen zwei weitere hinzu. Viele der Namen im Spielberichtbogen kennt man nur aus den Juniorenmannschaften. Insgesamt waren es nicht weniger als zehn Nachwuchsspieler die am Sonntagabend ihr Bestes gaben und der Mannschaftsaufstellung den Titel „jüngstes EBEL-Team aller Zeiten“ einbrachte. Trotzdem dauerte es bis in die letzte Minute des ersten Abschnitts, ehe Thomas Raffl das erste Tor der Gäste erzielen konnte, zudem war auch noch etwas Glück dabei, als Fabian Weinhandl die Scheibe unter dem Schoner durchrutschte. Ab Drittel zwei spielte der KAC, wie es sich für ein junges Team gehört – frech. Irgendwann hatte Manuel Latusa davon offenbar genug und hämmerte den Puck mit einem Gewaltschuss in die Maschen. Im Schlussdrittel übernahmen wieder die Mozartstädter das Kommando und ließen kaum etwas anbrennen. Verteidiger Doug Lynch setzte im Powerplay den letzten Treffer. Für Salzburg war es das dritte Spiel in Folge, jedoch mit verschiedenen Goalies, ohne Gegentor.

Die weiteren Spiele der vergangenen Woche:

08.10.2013
Orli Znojmo – Black Wings Linz 5:2 (2:1, 1:0, 2:1)
Dornbirner EC – HC Bozen 1:3 (0:0, 0:2, 1:1)
Villacher SV – HC TWK Innsbruck 3:2 (1:2, 1:0, 1:0)
Olimpija Ljubljana – Vienna Capitals 1:2 (0:0, 1:0, 0:2)

11.10.2013
Dornbirner EC – Graz 99ers 4:2 (0:1, 0:0, 4:1)
HC TWK Innsbruck – OrliZnojmo 2:3 (0:1, 1:1, 1:1)
Vienna Capitals – Olimpija Ljubljana 4:2 (2:1, 1:1, 1:0)
Villacher SV – HC Bozen 4:2 (2:0, 2:2, 0:0)
Sapa Fehérvár – Black Wings Linz 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)

12.10.2013
DornbirnerEC – Orli Znojmo 3:4 (0:0, 2:2, 1:2)

13.10.2013
Graz 99ers – HC TWK Innsbruck 6:2 (3:2, 0:0, 3:0)
Olimpija Ljubljana – HC Bozen 2:3 (0:0, 2:1, 0:2)
Sapa Fehérvár – Villacher SV 4:2 (0:1, 1:0, 3:1)
Black Wings Linz – Vienna Capitals 2:1 (0.0, 1:1, 1:0)

In der Tabelle mussten die Villacher nach einem Tag den Topplatz wieder an Bozen abtreten und gar auf Rang vier zurücktreten. Neuer Zweiter sind die Linzer vor den Tschechen aus Znojmo. Ganz unten muss Innsbruck dringend wieder Punkte, sonst verliert man den Kontakt zum magischen sechsten Platz. Für Ljubljana schaut es mit nur zwei Punkten aus zwölf Spielen im schlimmer aus. Auf den Vorletzten beträgt der Abstand nun bereits sechs Punkte, an Platz sechs ist zurzeit gar nicht zu denken.