Play-offs ohne Meister KAC – Dornbirn erstmals dabeiEBEL-News

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Die letzten Wochen hatten es in Österreich in sich. Während der Ligapause stand natürlich die Olympiateilnahme im Mittelpunkt. Positiv bleiben vor allem zwei Teamspieler in Erinnerung. Michael „Grabs“ Grabner darf sich Torschützenkönig nennen. Wie Phil Kessel erzielte er im Turnierverlauf fünf Tore, brauchte dafür aber nur vier Spiele. Kessel benötigte sechs Spiele. Zweite positive Erinnerung ist Goalie Mathias Lange von den Iserlohn Roosters. Er durfte erst auf Druck der Öffentlichkeit mitfahren und landete mit einer Fangquote von 95,24 Prozent und einem Gegentorschnitt von 1,72 auf dem vierten Platz im Torhüterranking.

Doch nach dem 3:1-Sieg über Norwegen kam es zu einer, wohl zu ausgelassenen Feier im „Austria Tirol House“. Die Sache nahm solche Ausmaße an, dass sich Spieler per offenen Brief für die Partynacht im privaten Bereich entschuldigten. Teamspieler Robert Lukas sprach in den Oberösterreichischen Nachrichten sogar davon, dass einige im folgenden Training „kaum gescheit eislaufen konnten“. Medien schoben die 36 Stunden spätere 0:4-Niederlage gegen Slowenien dieser Feier zu. Teamchef Manny Viveiros kündigte harte Strafen und das Ende einiger Nationalteam-Karrieren an. Zudem wollte der die Namen der Partygänger veröffentlichen. Inzwischen ruderte er zurück. Als Strafe sollen die betroffenen Spieler eine unbekannte Summe zur Förderung des Nachwuchses spenden. Mittlerweile wird in den Medien aber spekuliert, dass Viveiros noch vor der WM in Südkorea seinen Job als Nationalcoach abgeben muss.

Auch in der Liga, die seit Dienstag wieder im Spielbetrieb ist, ging es rund. Für an Olympia teilnehmende Nationen wurde wie Wechselfist verlängert und das wurde ausgiebig genutzt. Besonders aktiv war man in Ljubljana. Doch hier holte man sich keine Verstärkungen, sondern gab mit Jerry Kuhn (Krefeld Pinguine), Andrej Hebar, Gal Koren (beide HKM Zvolen) und Nick Ross (Asiago) gleich vier Spieler ab. Die aus deutscher Sicht interessantesten Wechsel ereigneten sich in Bozen und Wien. Die Südtiroler sicherten sich für die anstehenden Play-offs die Dienste des ehemaligen Wolfsburgers David Laliberté und der Hauptstadtclub holte Kris Beech von den Straubing Tigers. Für Beech musste Marcus Olsson den Club aufgrund der Punkteregelung verlassen.

Mit vier Spielen in einer Woche stand selbst für gestandene Profis ein echter Marathon auf dem Programm. Am Ende heißen die großen Gewinner Sapa Fehérvár und Dornbirner EC. Sie wurden im Play-off-Race Erster und Zweiter und sind damit die letzten beiden Teams, die sich fürs Viertelfinale qualifiziert haben. Beide gewannen drei der letzten vier Spiele. Auch der Klagenfurter AC beendet mit dieser Ausbeute, doch wegen des verlorenen direkten Vergleichs mit Dornbirn, ist die Saison der Rotjacken beendet. Für Dornbirn ist es der größte Erfolg der Clubhistorie, da es für die Vorarlberger der erste Play-off-Einzug in der EBEL ist.

In der oberen Zwischenrunde, der Pick-Round, konnte sich Red Bull Salzburg an der Spitze behaupten. Die Mannschaft von Don Jackson konnte alle vier Spiele der Woche gewinnen. Der HC Bozen überholte am letzten Spieltag noch die Vienna Capital und sicherte sich damit, als Liganeuling, das Startrecht in der neu geschaffenen Champions Hockey League (CHL).

Am morgigen Montag wird um 21.15 Uhr gepickt. Zu sehen ist wie Wahl der Viertelfinalgegner live auf Servus TV. Pick haben die ersten drei Teams der Pick-Round. Zuerst darf Red Bull Salzburg wählen, dann der HC Bozen, den dritten Pick haben sich die Vienna Capitals gesichert. Orli Znojmo muss das Team nehmen, das dann noch übrig ist. Als Gegner gewählt werden dürfen der Villacher SV und die Black Wings Linz, als Fünfter und Sechster der oberen Zwischenrunden, sowie Sapa Fehérvár und der Dornbirner EC als Erster und Zweiter der unteren Zwischenrunde. Das Viertelfinale beginnt am Freitag, 7.März, und wird im Best-of-Seven“-Modus gespielt.

Die Ergebnisse der Pick-Round:

24.02.2014
Orli Znojmo – HC Bozen 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)
Vienna Capitals – Red Bull Salzburg 1:5 (0:1, 1:3, 0:1)
Black Wings Linz – Villacher SV 5:3 (4:2, 1:0, 0:1)

26.02.2014
Red Bull Salzburg – Black Wings Linz 7:2 (1:2, 3:0, 3:0)
Villacher SV – Orli Znojmo 4:3 (1:0, 1:3, 2:0)
HC Bozen – Vienna Capitals 3:2 n.P. (2:1, 0:1, 0:0, 0:0, 1:0)

28.02.2014
Villacher SV – Vienna Capitals 3:4 n.V. (0:1, 1:2, 2:0, 0:1)
Orli Znojmo – Black Wings Linz 3:2 (1:0, 2:1, 0:1)
HC Bozen – Red Bull Salzburg 2:3 n.V. (0:0, 1:0, 1:2, 0:1)

02.03.2014
Vienna Capitals – Orli Znojmo 4:7 (3:1, 1:3, 0:3)
Black Wings Linz – HC Bozen 1:3 (1:0, 0:2, 0:1)
Red Bull Salzburg – Villacher SV 3:2 n.V. (0:0, 1:0, 1:2)

Die Ergebnisse des Play-off-Race:

24.02.2014
Klagenfurter AC – Graz 99ers 3:4 (2:2, 1:1, 0:1)
Dornbirner EC – Olimpija Ljubljana 4:1 (1:0, 2:1, 1:0)
HC TWK Innsbruck – Sapa Fehérvár 0:3 (0:0, 0:2, 0:1)

26.02.2014
Sapa Fehérvár – Klagenfurter AC 1:2 (0:2, 1:0, 0:0)
Graz 99ers – Dornbirner EC 4:5 n.V. (2:1, 1:1, 1:2, 0:1)
Olimpija Ljubljana – HC TWK Innsbruck 4:3 (2:2, 0:0, 2:1)

28.02.2014
Olimpija Ljubljana – Klagenfurter AC 0:5 (0:1, 0:1, 0:3)
HC TWK Innsbruck – Dornbirner EC 3:9 (1:4, 1:3, 1:2)
Sapa Fehérvár – Graz 99ers 5:4 (0:1, 5:0, 0:3)

02.03.2014
Klagenfurter AC – HC TWK Innsbruck 5:2 (2:0, 0:2, 3:0)
Dornbirner EC – Sapa Fehérvár 2:3 (1:2, 1:0, 0:1)
Graz 99ers – Olimpija Ljubljana 6:2 (1:1, 2:0, 3:1)