Pick-Round und Play-off-RaceEBEL-News

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Die EBEL spielt auch die Saison 2013/14 mit zwölf Teams, die zwei Doppelrunden, also insgesamt 44 Spiele im Grunddurchgang, gegeneinander austragen. Im Anschluss daran teilt sich die Liga in zwei Sechser-Gruppen. Dies ist am letzten Wochenende geschehen. Die ersten Sechs sind allesamt schon fix für das Viertelfinale qualifiziert. Die letzten beiden freien Play-off-Plätze werden unter den unteren sechs Teams ausgespielt.

Die im Grunddurchgang gesammelten Punkte werden zu den Zwischenrunden alle gestrichen, dafür starten einige Teams mit Bonuspunkten. So starten der Tabellenführer mit vier Punkten in die „Pick-Round“, der Zweite mit drei Punkten, der Dritte mit zwei Punkten und der Vierte mit einem Punkt. Die Teams, die auf Rang fünf und sechs den Grunddurchgang abschlossen hatten, gehen ohne Bonuspunkte in die Zwischenrunde. Mit derselben Bonuspunkteverteilung startet auch die untere Runde, beginnend mit vier Punkten für den Siebten nach dem Grunddurchgang und dann ebenso absteigend.

Gespielt werden sowohl die obere „Pick-Round“ als auch das untere „Play-off-Race“ in einer einfachen Doppelrunde, insgesamt also zehn Spiele für jedes Team, wobei die zu erreichenden Ziele höchst unterschiedlich sind. In der unteren Hälfte, dem „Play-off-Race“, ist das Ziel klar. Man muss Erster oder Zweiter werden, sonst ist die Saison am 2.März beendet. Da man aber mit maximal vier Punkten in die Runde geht, hat auch wieder Olimpija Ljubljana die echte Chance auf das Viertelfinale. Mit zehn guten und vor allem erfolgreichen Spielen können die Slowenen theoretisch eine ganze Saison retuschieren. Zur Erinnerung: Olimpija Ljubljana hatte nach dem Grunddurchgang 33 Punkte Rückstand auf den sechsten Platz, der für das Viertelfinale qualifiziert hätte.

In der oberen Zwischenrunden, der „Pick-Round“, sieht die Sache etwas anders aus. Auf den ersten Blick beschäftigt man sich zehn Spiele mit sich selbst und spielt bis zum Viertelfinale, um nicht außer Form zu kommen.  Doch ganz so banal ist die Sachlage nicht. Denn die Verantwortlichen haben sich etwas einfallen lassen, um Spannung zu erzeugen. Die Motivation Erster zu werden besteht nicht nur darin, um in den folgenden Play-offs bis ins Finale Heimrecht zu haben, sondern der Gewinner der „Pick-Round“ darf sich seinen Viertelfinalgegner aussuchen. Er darf ihn in einem Draft picken. Dieser Draft-Pick wird durch den EBEL-Fernsehpartner am 3. März Live auf Servus TV übertragen.

Zu den sechs Teams der Pick-Round gesellen sich dann also die beiden Ersten des Play-off-Race und somit entsteht eine Achtergruppe. Picks haben jedoch nur die ersten vier Teams der Pick-Round. Die Plätze eins bis vier wählen ihren Viertelfinalgegner unter den Plätzen fünf bis acht, wobei der Erste den ersten Pick hat. Streng genommen sind es sogar nur drei Picks, denn der Vierte kann nur noch das Team wählen, das die anderen drei übrig gelassen haben. Doch bis zum ersten Viertelfinalspieltag am 7.März ist noch etwas Zeit.

Zunächst stehen die Spiele der Zwischenrunden an. Hier war die Überraschung des ersten Wochenendes der hohe Sieg der Adler aus Znojmo bei den Linzer Black Wings. Im Play-off-Race wird die Enttäuschung der Graz 99ers immer größer. Vor der Saison war das ausgegebene Ziel ein Platz im Halbfinale, doch zurzeit ist man auf dem trostlosen letzten Platz und hat momentan nicht mal das Viertelfinale in Reichweite. Im Rennen um die Play-off-Plätze liegen der Klagenfurter AC und Sapa Fehérvár auf Kurs und würden nach aktuellem Stand das Viertelfinale vervollständigen.

Die Ergebnisse der Pick-Round:

17.01.2014
Vienna Capitals – Villacher SV 4:2 (2:1, 0:1, 2:0)
Black Wings Linz – Orli Znojmo 1:6 (0:1, 1:3, 0:2)
Red Bull Salzburg – HC Bozen 2:3 (0:0, 2:1, 0:1, 0:0, 0:1)

19.01.2014
Orli Znojmo – Vienna Capitals 2:3 n.P. (1:1, 0:0, 1:1, 0:0, 0:1)
Villacher SV – Red Bull Salzburg 2:3 (0:1, 0:2, 2:0)
HC Bozen – Black Wings Linz 0:1 (0:1, 0:0, 0:0)

Die Ergebnisse des Play-off-Race:

17.01.2014
Klagenfurter AC – Olimpija Ljubljana 5:2 (2:0, 2:0, 1:2)
Dornbirner EC – HC TWK Innsbruck 4:1 (2:0, 1:0, 1:1)
Graz 99ers – Sapa Fehérvár 2:4 (1:1, 0:1, 1:2)

19.01.2014
Sapa Fehérvár – Dornbirner EC 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)
Olimpija Ljubljana – Graz 99ers 4:2 (1:0, 0:2, 3:0)
HC TWK Innsbruck – Klagenfurter AC 4:3 (1:0, 3:2, 0:1)