Nur noch ein Platz ist freiEBEL-News

Freude in Tschechien: Orli Znojmo hat sich für die Play-offs in der EBEL qualifiziert. (Foto: Imago)Freude in Tschechien: Orli Znojmo hat sich für die Play-offs in der EBEL qualifiziert. (Foto: Imago)
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Am Donnerstag machte der Villacher SV die Play-offs perfekt.

Villacher SV – Black Wings Linz 5:2 (2:1, 1:1, 2:0)

Für den VSV war es eine nahezu perfekte Woche, denn wie die Kleine Zeitung berichtet hat, soll nach einem längeren Hin und Her in den nächsten Wochen der Spatenstich für eine Trainingshalle erfolgen. Für neun Millionen Euro, die sich zu Hälfe die Stadt Villach und das Land Kärnten teilen, soll die neue Halle 2016 fertiggestellt werden.

Das nächste Highlight war der Einzug in die Play-offs nach dem deutlichen Sieg über die Linzer. Nach einem Doppelschlag binnen 37 Sekunden führten die Hausherren in einem ersten Abschnitt, der im Zeichen der Gastgeber lag. Das Anschlusstor vor der Pause ließ Linz aber wieder heranrücken. Doch auch im restlichen Spielverlauf spielten die Stahlstädter nicht mit voller Kraft, zudem durfte sich Thomas Dechel wieder mal im Tor versuchen.  Beide Teams kamen im Mitteldrittel zu je einem Überzahltor. Im letzten Abschnitt machte der VSV alles klar und löste mit dem Sieg als viertes Team die Zugangskarte für die Play-offs.

Für die Villacher der Lohn für eine bravuröse Aufholjagd, denn zu Saisonbeginn liefen sie den eigenen Erwartungen hinterher. Erst vor wenigen Spieltagen schaffte sie den Sprung unter die Top-Sechs. Dass es keine einfache Saison werden wird, war nach den Sommerabgängen der Topscorer Derek Ryan und John Hughes klar. Die beiden Nachfolger konnten diese Lücke nicht füllen, doch mit den Nachverpflichtungen Jason Krog und Darren Haydar ging es bergauf und nun in die Play-offs.

Tore: 1:0 (11.) Klemen Pretnar, 2:0 (11.PP) Brock McBride, 2:1 (18.PP) Marc-André Dorion, 3:1 (21.PP) Brock McBride, 3:2 (40.PP2)Sebastien Piche, 4:2 (45.PP) Mark Santorelli, 5:2 (55.SH) John Lammers

Am Freitag löste auch Znojmo das Play-off-Ticket:

Olimpija Ljubljana – Orli Znojmo 2:5 (1:1, 1:3, 0:1)

Fast schon gewohnt ist sind häufige Spielerwechsel in Ljubljana. Diese Woche verabschiedete sich Goalie Andy Chiodo im Richtung Finnland. Ljubljana legte großen Wert darauf festzuhalten, dass Chiodo alle Gehaltszahlungen erhalten hat. Somit kam der slowenische U20-Nationaltorhüter Tomaž Trelc zu seinem EBEL-Debüt. Nachfolger von Chiodo wird Miika Wiikman, der vom HC Banska Bystrica wechselt.

Der junge Trelc musste sich auch gleich Beweisen und stand einige Male unter Feuer. Er brachte sein Team mit einem ausgeglichenen Spielstand in die erste Pause. Im Mitteldrittel gaben die Gäste dann aber Gas. Einen der drei Treffer machte sie sogar in Unterzahl. Den Schlusspunkt setzte Jan Šeda im Schlussdrittel mit einem Penalty.

Nach dem Spiel hatten die Tschechen gleich mehrfach Grund zu feiern, denn nach acht Auswärtspleiten in Serie, konnte man wieder gewinnen. Größere Freude verursacht aber sicher das Erreichen der Play-offs.

Tore: 0:1 (7.PP) Martin Podešva, 1:1 (16.) Marvin Degon, 1:2 (22.PP) Ondrej Šedivý, 1:3 (32.) Ondrej Šedivý, 1:4 (35.SH) Radek Číp, 2:4 (37.) Sebastijan Hadžić, 2:5 (47.PS) Jan Šeda

In den übrigen Freitagsspiele mussten die Caps eine bittere Niederlage einstecken, Red Bull hingegen siegte sich zum Grunddurchgangssieger.

Sapa Fehérvár – Klagenfurter AC 3:2 n.V. (2:0, 0:1, 0:1, 1:0)
Graz 99ers – Dornbirner EC 2:1 (1:0, 1:0, 0:1)
Vienna Capitals – HC Innsbruck 1:5 (1:3, 0:0, 0:2)
HC Bozen – Red Bull Salzburg 2:4 (1:3, 1:1, 0:0)

Nach dem Samstagssieg von Fehérvár, wahrt das Team die Chance auf den direkten Play-off-Einzug.

Sapa Fehérvár – HC Innsbruck 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)

Am Sonntag hätte schon die letzte Entscheidung fallen können, doch der Meister greift nochmal nach einem Strohhalm.

HC Bozen – Klagenfurter AC 3:2 n.P. (1:1, 0:1, 1:0, 0:0, 1:0)

Mit dem Sieg über den KAC verbleit dem Meister zwei Spieltage vor Ende des Grunddurchganges noch eine Minimalchance auf die direkte Play-off-Qualifikation. Bei drei Punkten Rückstand auf Rang sechs ist dies aber wohl nur noch theoretischer Natur.

Die Südtiroler gingen früh in Führung, mussten diese aber in Unterzahl wieder abgeben. Obwohl der HCB einige sehr gute Chancen hatte, gingen die Teams mit einem Unentschieden wieder in die Kabinen. Im Mitteldrittel waren jedoch die Gäste die spielbestimmende Mannschaft. Die Führung der Rotjacken war nur eine Frage der Zeit, mit einem Hammer machte Jamie Lundmark das dann auch. Der Meister musste im Schlussdrittel kommen. Mit einem kleinen Zaubertick brachte Anton Bernard das Spiel in die Overtime. Er schoss KAC-Goalie Pekka Tuokkkola von hinter der Torlinie an den Rücken, von da plumpste der Puck ins Netz. In der Verlängerung konnte sich kein Team besonders hervortun, sodass die Entscheidung im Penaltyschießen fallen musste. Am Ende machte das Tor von Rick Schofield den Unterschied.

Tore: 1:0 (4.) Žiga Pance, 1:1 (17.PP) Stefan Geier, 1:2 (34.) Jamie Lundmark, 2:2 (46.) Anton Bernard, 3:2 (65.GWP) Rick Schofield

In den übrigen Sonntagsspielen musste Linz die zweite Niederlage am Wochenende hinnehmen. Im Spiel unter den Topteams konnten sich die Caps nach der peinlichen Freitagsniederlage rehabilitieren.

Graz 99ers – Orli Znojmo 3:5 (1:1, 1:2, 1:2)
Olimpija Ljubljana – Black Wings Linz 5:3 (1:1, 1:2, 3:0)
Vienna Capitals – Red Bull Salzburg 6:3 (2:1, 2:2, 2:0)
Villacher SV – Dornbirner EC 6:3 (0:1, 2:1, 4:1)

Nach 42 Runden stehet Red Bull Salzburg mit 62 Punkten als Sieger des Grunddurchganges fest. Die Black Wings Linz (55P), der Villacher SV (53P) und die Vienna Capitals (52P) rangeln sich noch um den zweiten Platz. Orli Znojmo (50P) ist als Tabellenfünfter ebenfalls durch. Sapa Fehérvár (47P) steht auf Rang sechs und ist beinahe für die Play-offs qualifiziert.

Einziger verbliebener Rivale ist der Meister HC Bozen (44P). Ab den Graz 99ers (41P) müssen die Teams in die Qualifikationsrunde, in der zwei weitere Play-off-Teilnehmer gesucht werden. Der Klagenfurter AC (38P) hat dieses zweifelhafte Vergnügen nun schon das zweite Jahr in Folge und ist damit wieder das Team, das am meisten enttäuscht hat. Der Dornbirner EC (36P), der HC Innsbruck (35P) und Olimpija Ljubljana (32P) wissen schon länger das sie in der unteren Hälfte spielen werden.