Noch ein Sieg zur Klagenfurter MeisterschaftEBEL: Finale

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Vienna Capitals (1) – Klagenfurter AC (3) 0:4 (0:2, 0:2, 0:0)
Serie 0:3 (0:1 / 1:2n.V. / 0:4)

Mit Vollgas begann der erste Abschnitt im dritten Finalspiel, denn gleich in der ersten Minute haute Caps-Verteidiger André Lakos KAC-Goalie René Swette den Helm vom Kopf, als er einer freien Scheibe nachstocherte. Im Verlauf brachten sich die Wiener aber immer wieder durch vermeidbare Strafen in Unterzahl. Besonders gefährlich wurde es für Keeper Matt Zaba, als die Hauptstädter mit zwei Mann in der Box saßen. Kirk Furey hatte alleine drei Chancen, traf aber nur einmal den Pfosten. Besonders ungeschickt stellte sich Jonathan Ferland an. In seiner Offensivzone kassierte der Stürmer 2+10 Minuten wegen eines Checks gegen den Kopf. Als Wien dann wieder mitspielen wollte, unterlief ihnen wie in Spiel 2 ein schlampiger Aufbaufehler, der mit dem Führungstor durch Thomas Hundertpfund endete. Mit einem Bauerntrick umkurvte er das Wiener Tor und lies Zaba dabei recht schlecht aussehen. Es folgte die einzige Überzahl der Wiener in den ersten zwanzig Minuten. Doch Mike Siklenka klaut Rafael Rotter die Scheibe und fuhr einen Unterzahlkonter. Siklenka blieb eiskalt und verwandelte zum 2:0. Noch in derselben Unterzahl hatte Thomas Koch die große Chance die Führung weiter auszubauen, doch diesmal ist Zaba zur Stelle.

Mit der Schlusssirene des ersten Abschnittes kassierte Philippe Lakos die nächste Wiener Strafe. 55 Sekunden nach Wiederbeginn nutzt das Siklenka aus und markiert seinen zweiten Treffer und damit das 3:0 für den KAC. Wien rannte nun wütend an. Doch spätestens als Tyler Scofield von Raphael Herburger von der eigenen linken Rundung aus blitzsauber in Szene gesetzt wurde und dieser am Spielstand schraubte, war eine Vorentscheidung gefallen. Zaba hatte genug und machte seinen Kasten für Fabian Weinhandl frei. Etwas robuster ging es dann zwischen Philippe Lakos und Tom Zanoski zu, woraufhin beide fünf Minuten zum Zusehen verbannt wurden. Im Spiel blieben die Wiener zu ideenlos und machten es der KAC-Abwehr viel zu leicht. Die Rotjacken selbst taten nicht allzu viel und setzten den ein oder anderen Konter. Nun versuchten es die Caps mit Nickeligkeiten oder Provokationen, doch auch das brachte nichts. Die großzügige Regelauslegung der Schiedsrichter ging diesmal nach hinten los. Als kurz vor der zweiten Pause ein Stockcheck von Siklenka an Benoît Gratton unbestraft blieb, gab Gratton den wilden Mann und verwickelte gleich zwei Klagenfurter in ein Gerangel. Am Ende musste Gratton für zehn Minuten runter. Siklenka bekam doch noch zwei Minuten für das Geschubse.

In der zweiten Pause standen die Wiener vor der Frage, weiter versuchen auf die Anzeige zu kommen, oder das Spiel abhaken und die Kräfte für Spiel 4 zu schonen. Die Caps entschieden sich für die erste Variante und gaben nochmals Gas. Die Hauptstädter hatten auch gleich ein paar gute Chancen. Doch weder Marcus Olsson, François Fortier oder Daniel Woger konnten Swette bezwingen. Klagenfurt ließ Wien schalten und walten und tat selbst nur noch das nötigste. Je länger das Spiel dauerte, umso mehr wich die Luft. Spannend war es ja schon lange nicht mehr, somit ging es nur noch darum, ob René Swette ohne Gegentor blieb. Nach 60 Minuten waren der dritte KAC-Sieg und der zweite Shutout der Finalserie für  René Swette perfekt.

In Spiel 4, am Freitag, 5.April, kann sich Klagenfurt bei einem Sieg in der eigenen Halle zum Meister küren lassen.