Neuling Bozen fordert SalzburgEBEL-News

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Serienstand HC Bozen – Villacher SV 3:1

Villacher SV – HC Bozen 3:5 (1:1, 1:1, 1:3)

Mit einigen Krachern startete das Eröffnungsdrittel im vierten Halbfinale. Wie die sprichwörtliche Feuerwehr legte der VSV los und ging früh durch Nico Brunner (5.) in Führung. Der 21-jährige Verteidiger nahm sein Herz in beide Hände und tankte sich von Coast-to-Coast. Seinen ersten Schuss konnte HCB-Goalie Jaroslav Hübl noch abwehren,  doch Brunner verwertet den Rebound selbst. Erstmals richtig Aufregung gab es wenig später, als Bozens Stefan Zisser mit einem harten Blindeside-Check Brock McBride in der Mittelzone zu Boden streckte. McBride blieb schwer benommen liegen, hatte deutlich Probleme mit dem Gehen und musste in Kabine geführt werden, kam aber etwa zehn Spielminuten später wieder zurück. Bozen teilte indes weiter kräftig aus und checkte mehrfach heftig, nachdem die Scheibe längst gespielt war. Somit kamen die Villacher zu einigen Überzahlmöglichkeiten. Die Kärntner spielten allerdings zu hektisch und zu ungenau. Der VSV ließ seine Chancen liegen, der HCB nicht. Denn Mark Santorelli (12.) erzielte den Ausgleich. In der Folge war Bozen besser, jedoch schoss man auch zweimal am praktisch leeren Tor vorbei.

Mit guten Offensivaktionen begann der Mittelabschnitt. Beide Teams erspielten sich gute Chancen und tauchten immer wieder gefährlich vor des Gegners Gehäuse auf. Die besseren Schüsse hatten dabei die Füchse, sodass Adler-Goalie J.P. Lamoureux mehrfach sein ganzes Können zeigen musste. Als man dann jedoch einen Mann weniger auf dem Eis hatte, konnte auch Lamoureux nichts mehr machen. Joe Charlebois und Trent Whitfield zaubern durchs Angriffsdrittel und Verteidiger Matt Tomassoni (28./PP1) hat letztlich leichtes Spiel bei seinem Treffer. Die Freude dauerte jedoch nicht sonderlich lange, denn schon beim nächsten Angriff räumt Eric Hunter den Slot vor Jaroslav Hübl frei und ermöglicht so Mario Altmann (29.) den Ausgleich. Kurz darauf musste Bozen zum zweiten Mal mit zwei Spielern weniger agieren. Doch was im Grunddurchgang und in der Zwischenrunde noch hervorragend klappte, ging heute nur schwer. Denn wieder kann der VSV das nicht ausnutzen.

Die ersten Minuten des Schlussdrittels ließen es die Mannschaften eine Spur ruhiger angehen. Als Bozen aber erneut in Überzahl kam, spielten diese das wieder äußerst geschickt und erzielten die neuerliche Führung. Kim Strömberg (44./PP1) fälscht einen Schuss von Sébastien Piché mit Schlittschuh ins Tor ab. Nach langem Warten entschieden die Oberschiedsrichter auf gültiges Tor. Villach nun endgültig unter Zugzwang. Bozen hingegen überließ den Kärntner das Mitteleis und beschränkte sich aufs verteidigen und kontern. Doch der HCB zog sich etwas zu früh zurück und als es dann die nächste Strafe gab, konnte Brock McBride (56./PP1) endlich ein Powerplay nutzen und das spannende Spiel nochmals auf Unentschieden stellen. Bozen konnte jedoch wieder zulegen und Sébastien Piché (58.) erzielte noch vor einer möglichen Verlängerung das spielentscheidende Tor. Trent Whitfield (59./EN) setzte mit seinem Treffer ins verlassene Gehäuse endgültig den Schlusspunkt auf die Serie.

Durch den Bozener Sieg ging die erste Trophäe der Saison an Red Bull Salzburg. Als einziges österreichisches Team im Finale konnten sie den Titel des Österreichischen Eishockey-Meisters sozusagen auf dem Sofa einfahren. Am Freitag (4.Februar) treffen Red Bull Salzburg und der HC Bozen im ersten Spiel der Best-of-Five-Serie im Duell um den Meistertitel der Erste Bank Eishockey Liga aufeinander.