Mission 30 erfüllt: Klagenfurt ist MeisterEBEL: Finale

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Klagenfurter AC (3) – Vienna Capitals (1) 5:3 (1:2, 2:0, 2:1)
Serie 4:0 (1:0 / 2:1 n.V. / 4:0 / 5:3)

Um 23.04 Uhr war es soweit, die Spieler des KAC werfen alles von sich und stürmen auf ihren Goalie René Swette zu. Ein untrügliches Zeichen für eine gewonnene Meisterschaft. Doch Wien leistete auch im vierten Spiel der Serie viel Widerstand, bot einen großen Kampf und gab bis neun Sekunden vor der Schlusssirene alles, denn bei Spielzeit 59:51 erzielte Jamie Lundmark das letzte Tor der Saison. Es war ein Empty-Net-Tor und die endgültige Entscheidung.

Doch das Spiel begann alles andere als vielversprechend. Denn nach nicht einmal neun Minuten hatte François Fortier zwei Tore für die Caps erzielt. Wien hatte durchaus die Chance, die Führung auszubauen, doch nach einem Fehlpass von Patrick Peter konnte Tyler Scofield zum Konter ansetzen. Der 19-jährige Peter wurde dann zum ersten Pechvogel des Spieles. Er konnte Scofield nur durch ein Foul stoppen, was zu einem Penalty führte. Scofield behielt die Nerven und erzielte den Anschlusstreffer.

Der Mittelabschnitt war eine offene Sache. Beide Teams hatten ihre Chancen, doch in der 33. und 34. Minute drehten Tyler Scofield und Thomas Hundertpfund den Spielstand binnen 36 Sekunden mit einem Doppelschlag. Der zweite Wiener Pechvogel des Abends war Jonathan Ferland. Im zweiten Drittel hatte er einen Pfostenschuss, der auch der Ausgleich hätte sein können. Doch bei Spielende waren es gar vier Versuche, die am Metall endeten.

Im Schlussabschnitte hatte der KAC bedingt durch Wiener Strafen von Anfang an die Oberhand. John Lammers konnte eine der Strafen nutzen und mit seinen Tor zum 4:2 den „Gamewinner“ erzielen. Wiens Coach Tommy Samuelsson ging natürlich aufs Ganze und holte gut vier Minuten vor der Sirene Keeper Matt Zaba für einen weiteren Stürmer vom Eis. Diese Maßnahme hatte nicht nur optischen Erfolg. Die Caps kombinierten sich durch die Zone des KAC und kamen durch den ehemaligen Iserlohner Adrian Veideman zum Anschlusstor. Die Partie war an Spannung und Dramatik nicht zu überbieten. Doch wie eingangs erwähnt, erzielte Jamie Lundmark neun Sekunden vor der letzten Sirene der Saison das letzte Tor und leitete damit die Meisterfeier ein.

Die Klagenfurter krönen damit eine Saison, die bei weitem nicht immer Rund verlief. Zwischenzeitlich war man bis auf Platz acht abgerutscht und bangte um die Teilnahme zur Platzierungsrunde. Doch man ersetzte den glücklosen Schweizer Coach Christian Weber durch den Schweden Christer Olsson, der bis dorthin Co-Trainer war. Nachfolger von Olsson auf der Position des Assistenztrainers wurde Österreichs Altinternationaler Dieter Kalt, der erst letzte Saison seine Spielerkarriere beendete.

Am Ende gelang den Kärntnern jedoch das, was bisher noch keinem Team in der EBEL gelungen war. Der KAC ist das erste Team, das den Meistertitel ohne Niederlage in der Finalserie gewinnt.