Linz verliert Anschluss zur SpitzengruppeEBEL-News

Linz verliert Anschluss zur SpitzengruppeLinz verliert Anschluss zur Spitzengruppe
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Der HC Innsbruck hat eine durchaus ungewöhnliche Woche hinter sich, denn die Tiroler mussten am Dienstag, Donnerstag und Samstag aufs Eis. Dabei waren es alles andere als erfolgreiche Tage für den HCI. 2:5 in Villach, 1:2 in Dornbirn und 1:3 gegen Fehérvár lautet die enttäuschende Bilanz.

Villacher SV – HC TWK Innsbruck 5:2 (2:1, 1:1, 2:0)

Dabei spielte man in Villach vor allem im ersten Drittel gut mit und hatte jede Menge Schüsse und Chancen. Folgerichtig konnte man das Spiel auch zweimal nach einem Rückstand ausgleichen. Nach Spielende befindet Innsbrucks Coach Christer Olsson daher auch: „Es war enger.“

Tore: 1:0 (16.) Stefan Bacher, 1:1 (18.)Alexander Höller, 2:1 (20.PP) Brock McBride, 2:2 (34.PP) Nick Ross, 3:2 (36.) Daniel Nageler, 4:2 (50.) Darren Haydar, 5:2 (57.) John Lammers

Dornbirner EC – HC TWK Innsbruck 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)
Richtig eng war es am Donnerstag in Dornbirn, jedoch diesmal nur vom Ergebnis her. Innsbruck half vor allem beim zweiten Dornbirner Tor kräftig mit, als fast die ganze Reihe bei einem Konter des DEC zum Wechseln fuhr und somit das Eis frei gab. Erst im Schlussdrittel konnten die Gäste phasenweise mithalten, aber wer das leere Tor nicht trifft, hat am Ende wohl auch keine Punkte verdient.

Tore: 1:0 (4.) Jamie Arniel, 2:0 (25.) Chris D´Alvise, 2:1 (37.) Nick Ross

HC TWK Innsbruck – Sapa Fehérvár 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)
Knapp war auch die Begegnung am Samstag gegen Fehérvár. Auch wenn die Ungarn bereits in der ersten Minute in Führung gingen, waren die Innsbrucker insgesamt das leicht bessere Team. Allerdings macht man sich auch in diesem Spiel das Leben durch kollektive Aussetzer schwer. Für den HC Innsbruck war es die fünfte Niederlage in Folge.

Tore: 0:1 (1.) Jeff LoVecchio, 1:1 (37.) Nick Ross, 1:2 (53.) Frank Banham, 1:3 (60.EN) Brandon Marino

Am Freitag hatte der Spielplan gleich zwei Kracher zu bieten. Linz musste in Salzburg ran und Wien empfing die im Aufschwung befindlichen Klagenfurter.

Vienna Capitals – Klagenfurter AC 2:5 (1:0, 0:2, 1:3)

Letzteren gelang dabei die Überraschung Wien in deren Halle zu besiegen. In der intensiven Partie gingen zwar die Caps in Führung, doch es war die einzige im ganzen Spiel. Dabei hatte Wien unter anderem die Chance bei einer 5:3-Überzahl oder einen Penalty, ließ jedoch alles aus. Anders der KAC. Die Klagenfurter nutzen ihre Chancen konsequent aus. Daher verwundert auch Tom Pokels Kommentar nach dem Spiel nicht. Denn er sagte: „Wir hätten eigentlich einige Chancen, sind aber nicht so klug damit umgegangen wie die Klagenfurter.“ Gegen Ende zeigte Caps-Coach Pokel Mut und nahm seinen Goalie sehr früh vom Eis und auch wenn das Andreas Nödl nutzen konnte, fingen sich die Hauptstädter zwei Empty-Neter ein. Doug Mason resümiert: „Wir waren sehr hungrig, immer eng am Gegenspieler und ließen den Capitals kaum Platz, ihr Spiel aufzuziehen.“

Tore: 1:0 (7.) AdamNaglich, 1:1 (22.PP) Jamie Lundmark, 1:2 (29.) Luke Pither, 1:3 (42.) Daniel Ban, 1:4 (58.EN) Manuel Geier, 2:4 (60.) Andreas Nödl, 2:5 (60.EN) Jamie Lundmark

Red Bull Salzburg – Black Wings Linz 5:3 (1:0, 4:2, 0:1)

Das Topspiel fand in Salzburg statt. Zu Gastwaren die Stahlstädter aus Linz. Mann des Abends wurde Salzburgs Thomas Raffl, der drei Tore zum Sieg beisteuern konnte. Das Spiel hielt alles, was man sich davon versprach, dabei gerieten die Gäste immer wieder ins Hintertreffen, gaben sich jedoch nie auf und kamen gegen Ende der Partie wieder heran. Dabei traf Sébastien Piché doppeltfür die Black Wings. Neben Raffl und Piché standen auch die beiden Goalies Michael Ouzas und Bernd Brückler immer wieder im Rampenlicht. Am Ende war es jedoch ein verdienter Sieg für die Mozartstädter.

Tore: 1:0 (9.)Thomas Raffl, 2:0 (28.PP) Kyle Beach, 2:1 (31.PP) SébastienPiché, 3:1 (31.) Dominique Heinrich, 4:1 (35.) Thomas Raffl, 4:2 (36.) Sébastien Piché, 5:2 (39.SH) Thomas Raffl, 5:3 (43.) Matthias Iberer

Die übrigen Freitagsspiele:

Orli Znojmo – Villacher SV 6:1 (2:1, 1:0, 3:0)
Olimpija Ljubljana – Graz 99ers 3:2 (0:0, 1:1, 2:1)
HC Bozen – Sapa Fehérvár 3:4 n.P. (1:0, 1:1, 1:2, 0:0, 0:1)

Red Bull Salzburg – Klagenfurter AC 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)

Am Sonntag kam es für die Ratushny-Truppe gleich zum nächsten Kracher. Doch anders als die Wiener am Freitag, ließen die Salzburger gegen den KAC nichts anbrennen. Dabei zeigten die roten Bullen von Beginn an wer Herr im eigenen Haus ist. Denn nach sechs Minuten stand es schon 2:0. Im Mitteldrittel gab es dann aber vor allem Strafen. Kurz vor Ende das Drittels fiel jedoch die Vorentscheidung. Der KAC hatte zu keiner Phase eine echte Chance das Spiel zu drehen oder gar zu gewinnen. Dem Nachverpflichteten Niko Hovinen im Tor der Salzburger gelang dabei ein Shutout und dem Team die Generalprobe für das anstehende CHL-Achtelfinale gegen Luleå HF.

Tore: 1:0 (5.) Ben Walter, 2:0 (6.)K yle Beach, 3:0 (35.PP) John Hughes, 4:0 (51.) David Meckler.

Graz 99ers – HC Bozen 6:1 (2:0, 3:1, 1:0)

Eine böse Abfuhr holte sich der Meister aus Südtirol in Graz ab. Mit Vollgas kamen die Hausherren aufs Eis und gingen früh in Führung. Wobei das erste Tor auch noch eine Eigentor war, da es so etwas im Eishockey aber nicht gibt, wurde Luke Walker vom vermeintlichen Passgeber zum Torschützen. Der Meister zeigte sich einzig in Überzahl gefährlich. Graz hätte das Spiel bereits im Eröffnungsdrittel entscheiden können, doch Pfosten und Latte hatten etwas dagegen. Auch wenn zunächst Bozen den Anschluss schaffte, war das Spiel bereits nach 40 Minuten entschieden.

Tore: 1:0 Luke Walker (6.), 2:0 Marek Zagrapan (10.), 2:1 Žiga Pance(24.PP), 3:1 Tyler Scofield (28.), 4:1 Stefan Lassen (32.PP), 5:1 Philipp Pinter (36.), 6:1 Oliver Latendresse (60.)

Die übrigen Sonntagspiele:

Olimpija Ljubljana – Vienna Capitals 1:2 (1:2, 0:0, 0:0)
Villacher SV – Black Wings Linz 5:4 n.V. (1:2, 2:0, 1:2, 1:0)
Orli Znojmo – Dornbirner EC 8:3 (2:0, 2:1, 4:2)

In der Tabelle gibt es ganz oben nichts Neues. Die Vienna Capitals führen diese nun mit 28 Punkten an. Einziger echter Verfolger ist zurzeit Red Bull Salzburg (25P). Die Graz 99ers (22P) sind als Dritter ebenso überraschend weit oben wie der Vierte Sapa Fehérvár (20P). Auf Rang fünf müssen sich die Black Wings Linz (20P) einsortieren und die Top sechs beschließt OrliZnojmo (18P).

Die zweite Hälfte der Tabelle wird vom Villacher SV (15P) angeführt. Meister Bozen (15P), der Klagenfurter AC (14P) folgen in Sichtweite. Nach der Niederlagenserie geht beim HC Innsbruck (13P) nichts vorwärts und die Krise beim Dornbirner EC (9P) ist auch nicht wirklich beendet. An die rote Laterne hat sich Olimpija Ljubljana (6P) bereits seit dem letzten Jahr gewöhnt.