Linz ist MeisterEBEL-Finale

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In Linz wird heute sicher die Nacht zum Tag gemacht. Nach neun Jahren Pause holten sich die Oberösterreicher den zweiten Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Einfach war es jedoch auch heute nicht. Beide Teams boten zu Beginn Powerhockey und machten Druck auf die Verteidigungsreihen.  Auf beiden Seiten gab es gute Chancen in Führung zu gehen. Die Dickste davon hatten die Black Wings. Doch Justin Keller, Curtis Murphy und Danny Irmen scheiterten nacheinander in einer turbulenten Situation an KAC-Goalie Andy Chiodo.

Im Mitteldrittel bekam das Spiel dann auch das, was es schon längst verdient hat – die Tore. Linz nutzte einen katastrophalen Wechselfehler der Kärntner. Curtis Murphy lauerte an der Mittellinie, nahm Geschwindigkeit auf und hatte dann die freie Auswahl zwischen drei Stürmern. Er entschied sich für Mike Ouellette (24., PP). Dieser ließ bei seiner Direktabnahme weder dem einzigen Verteidiger noch Schlussmann Chiodo eine Chance. Das Heimteam bestimmte nun die Begegnung. Folgerichtig konnte Justin Keller (29.) erhöhen. Klagenfurt wachte danach jedoch wieder auf und hatte eine Handvoll guter Chancen. Doch auch allerbeste Möglichkeiten konnten nicht verwertet werden. So scheiterte Dieter Kalt aus wenigen Zentimetern, als er Alex Westlund mehr oder weniger in die Fanghand schoss. Johannes Kirisits (40.) sorgte dann aber doch noch für den Anschlusstreffer.

Der Schlussabschnitt war fest in der Hand der Gäste. Es war ein Sturmlauf über zwanzig Minuten. Doch auch Johannes Reichel, der als dritter Klagenfurter nur den Pfosten traf,  konnte den Ausgleichstreffer nicht erzielen. Linz beschränkte sich zumeist darauf, über die Mittellinie zu laufen und die Schiebe tief zu spielen. Die endgültige Entscheidung fiel 1,7 Sekunden vor der Schusssirene. Gregor Baumgartner (60.) haute die Scheibe aus dem eigenen Drittel in das von Andy Chiodo verlassene Tor. Kurios – das Spiel wurde nicht mehr fortgesetzt und die Uhr kurzerhand auf Null gestellt.

Kurz nach Spielende gab KAC-Spieler Christoph Brandner sein Karriereende bekannt. Neben seinen 35 NHL-Spielen für die Minnesota Wild spielte Brandner von 2000 bis 2003 bei den Krefeld Pinguinen und wurde mit ihnen Deutscher Meister. Zwischen 2006 und 2008 spielte er nochmals in der DEL. Diesmal bei den Hamburg Freezers. Seither spielt er in Klagenfurt.