Ligateilung zur Zwischenrunde steht festEBEL-News

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In der EBEL wird auch dieses Saison nach dem Grunddurchgang ein Schnitt gemacht und die Liga in zwei Sechsergruppen geteilt. Hierbei sind die ersten Sechs schon fix fürs Viertelfinale qualifiziert und spielen in der Zwischenrunde um das Heimreicht, die unteren Sechs spielen in der Qualifikationsrunde um die letzten beiden freien Play-off-Plätze.

Grund dafür, dass diese ersten Entscheidungen der Saison schon gefallen sind, war der Sieg von Orli Znojmo gegen Red Bull Salzburg bei gleichzeitigen Niederlagen der Graz 99ers in Fehérvár und des Klagenfurter AC gegen den HC Bozen.

Letztere sind ohnehin die beiden Überraschungen des Grunddurchganges. Bozen stand einige Wochen gar an der Ligaspitze und konnte durch flottes Offensiveishockey überzeugen. Die nahezu komplett neu formierte Mannschaft wurde offensichtlich hervorragend zusammengestellt, denn mit der Flut aus neuen Spielern aus allen Himmelsrichtungen, ist das sicher nicht selbstverständlich. Titelverteidiger Klagenfurt hatte sicher höhere Ansprüche und ist daher die bisherige Enttäuschung der EBEL. Man kam von Saisonbeginn an nur schwer in Tritt, dazu hatte der KAC gewaltiges Verletzungspech. Trainer Christer Olsson stand auf der Kippe, wurde jedoch in einem Krisengipfel gestärkt.

Auch in Graz wollte man in die Top-Sechs. Hier jedoch verlor Coach Mario Richer seinen Posten an Petri Matikainen. Richtig viel gebracht hat das aber auch nicht. Unter dem Strich hilft auch nicht, dass man bisher das zweitbeste Team in Unterzahl ist, denn im Gegenzug ist man das schwächste Überzahlteam und die Mannschaft die mit den zweitmeisten Strafen. Diese Woche kassierte auch noch Torhüter Sebastian Stefaniszin eine Sperre für sechs Spiele. Grund für die Sperre ist eine Aktion die während des Aufwärmens im Spiel gegen den Klagenfurter AC stammt. Hierbei ist Stefaniszin in Tyler Spurgeon gefahren und hat in der Folge eine Auseinandersetzung begonnen. Der Goalie fuhr die rote Linie entlang, streckte sein Bein aus und versuchte Spurgeon zu Fall zu bringen. Danach fuhr er weiter Richtung Bande, drehte um, warf seinen Schläger weg und nahm Anlauf. Der Goalie fuhr mit hoher Geschwindigkeit direkt auf Spurgeon zu, attackierte diesen und löste so ein Handgemenge aus.

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Alles in allem ist aber trotzdem noch alles für die Teams zwischen Platz sieben und zwölf möglich, denn bis auf vier Bonuspunkte für den Siebten, drei für den Achten, zwei für den Neunten und einen für den Zehnten werden alle Punkte gestrichen. Somit hat auch das zurzeit weit abgeschlagene Team aus Ljubljana noch echte Chancen auf das Viertelfinale.

Die Ergebnisse der Woche:

30.12.2013
Graz 99ers – Vienna Capitals 1:6 (1:3, 0:0, 0:3)
Villacher SV – Dornbirner EC 3:0 (0:0, 0:0, 3:0)
Red Bull Salzburg – Klagenfurter AC 3:4 n.P. (0:0, 1:2, 2:1, 0:0, 0:1)
Olimpija Ljubljana – Sapa Fehérvár 2:3 (1:2, 1:1, 0:0)
Black Wings Linz – HC TWK Innsbruck 6:3 (3:1, 2:2, 1:0)

01.01.2014
Villacher SV – Olimpija Ljubljana 3:2 (1:1, 0:1, 2:0)
Red Bull Salzburg – Dornbirner EC 5:3 (0:0, 2:1, 3:2)
Vienna Capitals – Black Wings Linz 7:4 (3:0, 1:3, 3:1)
Graz 99ers – Klagenfurter AC1:2 n.P. (0:1, 1:0, 0:0, 0:0, 0:1)
Orli Znojmo – Sapa Fehérvár 3:2 (0:1, 3:1, 0:0)
HC TWK Innsbruck – HC Bozen 0:1 (0:0, 0:1, 0:0)

03.01.2014
Graz 99ers – Black Wings Linz 4:3 n.V. (2:0, 0:0, 1:3, 1:0)
Sapa Fehérvár – Orli Znojmo 3:4 n.V. (1:0, 2:3, 0:0, 0:1)
Red Bull Salzburg – HC TWK Innsbruck 4:1 (2:0, 2:0, 0:1)
Vienna Capitals – Klagenfurter AC 3:4 n.P. (0:1, 1:1, 2:1, 0:0, 0:1)
Olimpija Ljubljana – Dornbirner EC 3:5 (0:1, 2:1, 1:3)
HC Bozen – Villacher SV 2:1 (0:0, 2:1, 0:0)

05.01.2014
Klagenfurter AC – HC Bozen 2:3 (0:0, 0:1, 2:2)
Sapa Fehérvár – Graz 99ers 3:1 (0:1, 1:0, 2:0)
HC TWK Innsbruck – Vienna Capitals 3:5 (2:3, 1:0, 0:2)
Dornbirner EC – Olimpija Ljubljana 8:1 (3:1, 3:0, 2:0)
Orli Znojmo – Red Bull Salzburg 3:2 (1:0, 0:0, 2:2)
Black Wings Linz – Villacher SV 6:3 (1:2, 2:0, 3:1)

Wie eingangs erwähnt, sind die ersten sechs Teams fix. Nach den Spielen der Woche sind die Vienna Capitals mit 57 Punkten wieder an der Tabellenspitze. Red Bull Salzburg hat als Zweiter auch 57 Punkte, jedoch das um zwei Tore schlechtere Torverhältnis. Recht eng geht es in der Ligaspitze mit Linz (56P) und Bozen (55P) weiter. Villach (52P) und Znojmo (50P) beschießen die obere Hälfte.

Doch auch die untere Hälfte bietet noch einiges an Spannung. Auf Rang sieben stehen die Graz 99ers mit 43 Punkten, gefolgt von einem enttäuschten Klagenfurter Meister (42P). Die identische Punktzahl hat auch das Team aus Székesfehérvár. Auch Dornbirn (40P) hat in den letzten Spielen die Chance, um mehr Bonuspunkte zu sammeln. Nur bei Innsbruck (24P) und Ljubljana (18P) steht fest, dass man mit null Punkten in die Qualifikationsrunde startet.