Lembacher geht in Wiener LigaNationalspieler findet keinen Club

Robert Lembacher - ein Nationalspieler in der Wiener Liga. (Foto: Imago)Robert Lembacher - ein Nationalspieler in der Wiener Liga. (Foto: Imago)
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Kurioses ereignet sich ja in jeder Sommerpause, meistens sind das aber keine positiven News. So auch die Geschichte von Robert Lembacher. Der 27-jährige Nationalverteidiger der für Salzburg, Graz und Dornbirn seit 2007 in der EBEL spielt, fand in diesem Sommer keinen neuen Arbeitgeber.

Wer Österreicher ist und über 24 Jahre alt ist, hat im eigenen Land mitunter ein Problem, wie der Fall Lembacher wieder beweist. Jeder Spieler bekommt einen Punktewert zugewiesen. Jedes Team darf maximal 60 Punkte wert sein. Als österreichischer Nationalspieler hat man schneller, als man den Puck schießen kann, mehr Punkte als ein Ausländer. Die Grundidee war, U24-Spielern Spielpraxis zu verschaffen. Doch der Schuss geht vor allem bei den besseren Ü24-Spieler immer wieder nach hinten los. André Lakos musste sich im Sommer 2015 bei einer Hobbymannschaft fit halten, ehe er spät in der Saison von Znojmo nachverpflichtet wurde. Florian Iberer wechselte diesen Sommer gleich nach Polen. Niki Hartl ging zwar nach Deutschland, ihm lagen aber Angebote aus der EBEL vor. Für Sven Klimbacher, Thomas Pöck, Philipp Pinter, Bernd Brückler und einige andere auch über Österreichs Grenzen hinaus bekannte Spieler scheint nun das Karierende unerwartet nahegerückt zu sein.

Robert Lembacher hat sich nun dazu entschieden in die Wiener Liga, eine reine Hobby-Liga die noch nicht mal bei Eliteprospects zu finden ist, zu wechseln. Beim den WEV Lions wird er Spielertrainer. Dabei stand der 27-Jährige im April noch bei der B-WM für Österreich in Polen.