Klagenfurter AC holt seinen 18. TitelEBEL: 4:2-Seriensieg gegen die Vienna Capitals

Der Klagenfurter AC gewinnt die Meisterschaft in der EBEL und damit auch die österreichische Staatsmeisterschaft. (Foto: dpa/picture alliance/APA/picturedesk.com)Der Klagenfurter AC gewinnt die Meisterschaft in der EBEL und damit auch die österreichische Staatsmeisterschaft. (Foto: dpa/picture alliance/APA/picturedesk.com)
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Für solche Abläufe wurden die Play-offs geschaffen. Der Hauptrundenmeister aus Wien hatte bereits Mitte Februar die Punkterunde für sich entschieden und galt als hoher Favorit auf den Titel. Verfolger Graz 99ers, nur neun Punkte hinter Wien, dafür aber auch mit neun Punkten Vorsprung auf Klagenfurt über die EBEL-Ziellinie marschiert, wollte dagegen sich seinen ersten Titel überhaupt sichern und Klagenfurt hatte zunächst keine Titelambitionen.

Auf Rang vier kam die ungarische Vertretung von Fehervar ins Ziel, noch vor den höher eingeschätzten Red Bulls Salzburg. Immerhin hatten sich die Salzburger mit dem Schwesterverein aus München noch zwei beinharte Duelle im Halbfinale der CHL geliefert, aber am Ende reichte wohl die Kraft nicht ganz aus. Sechster wurde Titelverteidiger HC Bozen Foxes, die Plätze sieben nahmen EHC Black Wings Linz, Orli Znojmo, HC Innsbruck, Villacher SV und Dornbirner EC ein. Letzter wurde der HC Medveszak Zagreb, wobei die Kroaten aus finanziellen Gründen acht Spieltage vor Schluss die Segel strichen und eventuell in der kommenden Saison in der heimischen Liga antreten werden.

Im Viertelfinale ging zunächst alles seinen gewohnten Gang. Die Vienna Capitals mussten sich einmal in Znojmo geschlagen geben, gewannen die Serie mit 4:1. Etwas spannender verlief die Serie zwischen Graz und Linz. Am Ende siegte zwar Graz mit 4:2, musste aber dreimal in die Verlängerung. Klagenfurt bekam es mit Titelverteidiger Bozen zu tun, tat sich auch ein bisschen schwer, blieb aber mit 4:1 siegreich und den vierten Sieger stellte Salzburg. Die Red Bulls blieben, obwohl in der Vorrunde nur fünfter geworden, gegen Fehervar mit 4:2 siegreich.

Im Halbfinale trafen nun die Vienna Capitals auf Salzburg. Wie es zu erwarten war, liefen die Salzburger in den Play-offs zu Hochform auf und zwangen die Hauptstädter in ein siebtes Spiel, das schließlich mit 3:1 an die Capitals ging. Klagenfurt dagegen machte mit dem Vorrundenvizemeister aus Graz beim 4:0 kurzen Prozess.

Die Finals wurden schließlich ein erbitterter Kampf, wie gleich drei 3:2-Ergebnisse bezeugen. Mit zweimal 3:2 blieben die Capitals zunächst Sieger gegen den KAC, unterlagen aber mit 0:1 und 2:3 in Klagenfurt. In Spiel fünf dann die Entscheidung. Obwohl die Wiener überlegen agierten und sich auch zahlreiche Topchancen erarbeiteten, scheiterten sie immer wieder an Klagenfurts Topkeeper, dem Norweger Lars Haugen. Eiskalt dagegen die Kärntener. Stefan Geier überwand in der 32. Minute Capitals-Keeper Lamoureux zum 1:0 und nur zwei Minuten später erhöhte Thomas Hundertpfund auf 2:0. Damit führte der KAC die Serie mit 3:2 an und hatte nun zwei Matchpucks. Überraschend startete jedoch Wien stärker in diese Partie. Bereits nach elf Minuten erzielte der Kanadier Chris deSousa die Gästeführung. Die erste Minute des Mitteldrittels lief noch, als Patrick Harand eine Vorarbeit von Hundertpfund und Petersen zum 1:1 nutzte. Doch wie Capitals zeigten sich unbeeindruckt. Wenige Minuten später zog Mario Fischer von der blauen Linie ab und Rafael Rotter nutzte den Rebound zur erneuten 2:1-Führung für die Capitals. Danach waren die Wiener Herr im Haus, trafen aber nicht, weil Topscorer Schneider sowie deSousa immer wieder an KAC-Keeper Haugen scheiterten. Anders die Klagenfurter. In der 46. Minute kam der Kanadier Nick Petersen zum Abschluss und Lamoureux war geschlagen. Es folgte, als Krönung der Spannung die Verlängerung und hier scheiterte zunächst Capitals-Stürmer Holzapfel an Haugen und in der 75. Minute war es dann KAC-Defender Adam Comrie, vor der letzten Saison aus Utica/AHL geholt, der die Klagenfurter mit seinem Handgelenkschuss zum EBEL-Meister beförderte.

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HK Olimpija Ljubljana gewinn die Meisterschaft

Auch in der Klasse unterhalb der EBEL gab es eine kleine Überraschung. Vorrundenmeister HC Pustertal aus Italien traf auf den slowenischen Verein HK Olimpija Ljubljana, den Tabellenzweiten. Die favorisierten Pustertaler gewannen den Auftakt mit 3:0, um im zweiten, gleich darauffolgenden Heimspiel mit 2:7 zu unterliegen. In Ljubljana gewannen die Italiener mit 6:4 und 4:3 und hatten danach bei Heimrecht drei Matchpucks, die letztendlich alle vergeben wurden. Ljubljana gewann mit 3:2 in Pustertal, 6:2 zu Hause und schließlich im entscheidenden siebten Spiel mit 3:1 noch einmal in Pustertal. Herausragend dabei der erst 22-jährige Kapitän der Slowenen, Miha Zajc. Zajc, der 2013/14 auch 16 Spiele in der DNL für Bad Tölz absolviert hatte, markierte in der 54. und 59. Minute die beiden entscheidenden Tore.