Klagenfurt mit voller PunktausbeuteEBEL-News

Trainer Doug Mason bringt den KAC wieder auf die Siegesstraße. (Foto: Imago)
Trainer Doug Mason bringt den KAC wieder auf die Siegesstraße. (Foto: Imago)
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Die Woche der EBEL begann bereits am Dienstag:
Olimpija Ljubljana – Black Wings Linz 1:8 (0:2, 1:5, 0:1)
Vienna Capitals – Dornbirner EC 2:1 (0:0, 0:1, 2:0)

Am Donnerstag gab sich Salzburg keine Blöße:
Red Bull Salzburg – Villacher SV 6:1 (1:1, 3:0, 2:0)

Freitag:

Dornbirner EC – Klagenfurter AC 2:7 (1:3, 1:2, 0:2)

Am Freitag holte der KAC zu einem mächtigen Befreiungsschlag aus und schickt seinerseits den DEC endgültig in eine tiefe Krise. Es war das Kellerduell der Woche, in dem Jamie Lundmark (3.) die Rotjacken früh auf die Siegerstraße brachte. Bis zur ersten Pause konnten Jean-François Jacques (4.) und Tommy Koch (10.PP) nachlegen. Nur Andy Sertich (17.PP) streute Salz in die Klagenfurter Suppe. Offensiv ging es auch in den zweiten zwanzig Minuten zu. Durch Chris D'Alvise (28.) wurden die Bemühungen der Bulldogs zunächst belohnt, doch nur wenig später schlug Stefan Geier (30.) zurück. Als Thomas Hundertpfund (37.) traf, war wohl mehr als die Vorentscheidung gefallen. Zum Schlussdrittel musste DEC-Goalie David Madlener verletzungsbedingt passen, sodass Dornbirns Coach Dave MacQueen handeln musste und Mike Murphy zwischen die Pfosten brachte. Durch einige Strafen hatten die Klagenfurter im Schlussdrittel eher leichtes Spiel und bauten durch den Doppelschlag von Jan Urbas (52.PP) und Manuel Geier (52.PP) die Führung weiter aus, sodass am Ende ein relativ ungefährdeter Sieg heraussprang.

Vienna Capitals – HC Bozen 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)

Zuletzt lief es für den Meister aus Südtirol recht erfolgreich, doch gegen die Vienna Capitals endete das Glück. Schon in den Anfangsminuten konnte der Hauptstadtclub erstmals jubeln, als Michael Schiechl (3.) zur Führung traf. Ohnehin war das erste Drittel eine recht klare Sache für die Hausherren, die allerdings verpassten weitere Tore zu machen. Direkt nach Wiederbeginn rächte sich das und die Gäste zeigten, dass sie auch treffen können. Justin Keller (22.) konnte ausgleichen. Der Ausgleich aber mehr als Schmeichelhaft, denn auch im Mitteldrittel ging das Spiel meist nur in eine Richtung. So war es mehr als verdient, als Matt Watkins (39.PP) Wiens zweites und am Ende entscheidendes Tor machte. Erst im Schlussdrittel konnten die Südtiroler mithalten, was allerdings auch durch eine Reihe von Wiener Strafen begünstigt wurde.

Die übrigen Freitagsspiele:
Orli Znojmo – Sapa Fehérvár 5:4 (2:0, 2:2, 1:2)
HC TWK Innsbruck – Graz 99ers 2:3 (1:0, 0:3, 1:0)

Sonntag:

Red Bull Salzburg – Sapa Fehérvár 4:6 (1:1, 1:3, 2:2)

Einen herben Dämpfer mussten die Mozartstäder am Sonntagabend hinnehmen. Dabei begann die Partie mit dem Treffer von Ryan Duncan (3.) planmäßig für den Favoriten. Doch dass der Abend kein Spaziergang wird, zeigte sich in der Folge des Eröffnungsdrittels. Andrew Sarauer (7.) konnte prompt ausgleichen. Der Ex-Salzburger Michel Boivin (21.PP) machte dann schnell im Mitteldrittel für Führung für die Gäste, die sie bis Spielende nicht mehr abgaben. Jeff LoVecchio (27.) und erneut Andrew Sarauer (32.SH) sorgten dann sogar für eine Vorentscheidung. Doch da war erst etwas mehr als die Hälfte der Spielzeit abgelaufen. Troy Milam (35.PP) konnte noch im Mittelabschnitt verkürzen. Als Ryan Duncan (45.PP) eine Überzahl für Salzburg nutzen konnte, war das Spiel im Schlussdrittel wieder offen. Doch nicht lange, denn Attila Orbán (47.) konnte den Abstand wieder vergrößern. Gut fünf Minuten vor dem Ende legte Csaba Kovács (55.) nach. Den Schlusspunkt unter ein Spiel mit überraschendem Sieger machte Manuel Latusa (60.). Unumwunden gesteht Salzburgs Coach Dan Ratushny nach dem Spiel: „Sie waren einfach besser als wir. Das war nicht unser Tag heute. Egal was wir gemacht haben, die Ungarn waren in allen Details besser und haben verdient gewonnen.“

Black Wings Linz – Orli Znojmo 6:3 (1:2, 3:1, 2:0)

Die Aus- und Umbauarbeiten in der „Keine Sorgen EisArena“ waren vor dem Spiel abgeschlossen und neben eines neuen Videowürfels, einer neuen Tonanlage, einer verbesserten Infrastruktur kam auch die Eröffnung der neuen Osttribüne dazu. Linz freut sich nun über eine Kapazität von 4.800 Besuchern und ist damit nach Wien und Klagenfurt das Stadion mit der drittgrößten Kapazität in Österreich.

Das Einweihungsspiel war jedoch ein genauso großer Kraftakt wie die Bauarbeiten. Ruck Zuck ging es in den ersten fünf Minuten. Erst machte Fabio Hofer (3.) die Linzer Führung, doch schon 36 Sekunden später konnte Radek Číp (3.) ausgleichen. Noch schlimmer für die Hausherren, Branislav Rehuš (5.) brachte den Angstgegner in Front. Die folgende Druckphase der Stahlstädter überstanden die Gäste bis zur ersten Pause, doch dann kam Jason Ulmer (21.) und machte den verdienten Ausgleich. Der gut aufgelegte Fabio Hofer (24.PP) konnte wenig später eine Überzahl zur Führung nutzen und als auch Jason Ulmer (32.PP) seinen zweiten Treffer machte, war man in Linz wieder sehr zuversichtlich. Daran änderte auch der Anschluss durch Pavel Rosa (33.) nicht mehr viel. Obwohl die Tschechen im Schlussdrittel nochmal alles versuchten, waren ihre Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt. Besser lief es für die Linzer. Philipp Lukas (48.) und Marc-André Dorion (50.) sorgten jedoch für klare Verhältnisse.

Klagenfurter AC – HC Bozen 2:1 (0:0, 1:0, 1:1)

Nach dem deutlichen Sieg am Freitag stand am Sonntag das Duell mit dem Titelverteidiger auf dem Spielplan des KAC. Obwohl beide Teams gute Chancen in einem schnellen Spiel hatten, ging es ohne zählbaren Erfolg erstmals zurück in die Kabine. Auch im Mitteldrittel mussten die Fans sich in Geduld üben, doch als Jean-François Jacques (30.) endlich die Führung für die Rotjacken erzielte, war der Jubel umso größer. Das Tor gab den Hausherren zusätzlichen Schub, doch das nächste Tor fiel erst im Schlussdrittel durch Jamie Lundmark (47.). Wenig später traf jedoch Alexander Egger (51.) zum Anschlusstor und machte das Spiel damit bis zum Schluss spannend, mehr aber auch nicht. So meint Doug Mason nach dem Spiel: „Ich denke, dass unsere Spieler in dieser Trainingswoche wirklich große Fortschritte gemacht haben. Es ist schön, ihren Willen zu sehen, sich Schritt für Schritt zu verbessern.“

Die übrigen Sonntagspiele:
Villacher SV – Vienna Capitals 0:3 (0:3, 0:0, 0:0)
Graz 99ers – Olimpija Ljubljana 5:4 (2:0, 2:1, 1:3)
HC TWK Innsbruck – Dornbirner EC 3:2 n.P. (1:0, 1:1, 0:1, 0:0, 1:0)

In der Tabelle sind die Vienna Capitals mit 22 Punkten derzeit das Maß der Dinge. Die Black Wings Linz auf Platz zwei und die Graz 99ers auf Rang drei haben mit je 18 Punkten haben vier Punkte Rückstand. Für Red Bull Salzburg (17P) ging es runter auf Platz vier. Der HC Innsbruck (13P) kann sich in der oberen Hälfte behaupten. Orli Znojmo (12P) ist das letzte Team über dem Strich und damit auf Rang sechs.

Die untere Hälfte wird auf Platz sieben von Sapa Fehérvár (12P) angeführt. Der Aufwind in Klagenfurt bringt den KAC (10P) auf Position acht und ist damit Punktgleich mit dem Zehnten HC Bozen (10P). Die Leidensfahrt vom Villacher SV (8P) und Dornbirner EC (7P) geht weiter. Nach einem erneut punktlosen Wochenende bildet Olimpija Ljubljana (4P) das Schlusslicht.