Klagenfurt auf halbem Weg zur MeisterschaftEBEL: Finale

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Klagenfurter AC (3) – Vienna Capitals (1) 2:1 n.V. (0:0, 1:1, 0:0, 1:0)
Serie 2:0 (1:0 / 2:1 n.V.)

Torlos endete das erste Drittel im zweiten Finalspiel, in dem der KAC zumeist einfaches Eishockey zeigte. Die Kärntner brachten die Scheibe immer wieder schnell ins Drittel der oft zu kompliziert agierenden Gäste. Die ganz großen Gelegenheiten blieben aber aus, denn der KAC ließ Scheibe und Gegner zwar laufen, fand aber nur wenig Lücken. Auch die Wiener Versuche waren insgesamt zu unplatziert. Die beste Chance hatten die Rotjacken nach einem schlimmen Fehler im Spielaufbau der Wiener. Raphael Herburger kommt unverhofft an die Scheibe und bringt sie auf Jamie Lundmark, doch im letzten Moment hielt Verteidiger André Lakos seinen Schläger dazwischen.

Im Mitteldrittel wurde die Qualität des Spieles und der Chancen um einiges besser. Zweimal hatte KAC-Stürmer Tom Zanoski eine gute Gelegenheit, scheiterte jedoch an Goalie Matt Zaba und Verteidiger Sven Klimbacher. Nach der zweiten Chance nahm Wiens Coach Tommy Samuelsson seine Auszeit recht früh im Spiel. Das rüttelte sein Team auf und die Caps kamen durch François Fortier zu einer dicken Chance. Doch im direkten Gegenzug erzielte Raphael Herburger die Führung für den KAC. Wien antwortete prompt, aber glücklos. Denn Michael Schiechl traf nur die Unterkante Latte. Von dort sprang die Scheibe von hinten durch die Schoner von Zaba zurück ins Spiel. Die Megachance, um die Führung auszubauen, hatte John Lammers als er in einer penaltyähnlichen Situation die Scheibe am Tor vorbei lupfte. Die Rotjacken waren eigentlich am Drücker, doch knapp drei Minuten vor der zweiten Pause erlösten sich die Wiener endlich und beendeten die Torflaute mit ihrem ersten Tor in der Finalserie. Justin Keller tauchte sträflich frei vor René Swette auf. Dieser konnte zwar abwehren, doch der lange Rebound landete direkt auf der Schaufel von Jamie Fraser der zum Ausgleich traf.

Gleich zu Beginn des Schlussdrittels hatte Tyler Spurgeon die nächste gute Gelegenheit für den KAC. Die Klagenfurter nun auch das bestimmende Team. Wien konnte nur noch für einige Entlastungsangriffe und Verlegenheitsschüsse sorgen. Als der Hauptstadtclub diese Druckphase überstanden hatte, schalteten beide Teams einen Gang zurück. Die Angst vor dem nächsten Fehler war zu spüren. Erst gegen Ende des dritten Abschnittes hatten die Teams wieder besser Chancen. Drei Minuten vor Ende vergab Wiens Rafael Rotter und knapp eine Minute vor der Verlängerung ließ Lammers für den KAC aus. Somit musste Spiel zwei in die Verlängerung.

Wien übernahm hier zuerst das Heft des Handelns. Besonders brenzlig wurde es, als am Fanghandschuh von KAC-Goalie Swette eine Schnur riss. Dieser bemerkte das jedoch rechtzeitig und wechselte den Handschuh. Wenig später verlor Caps-Verteidiger Jamie Fraser die Scheibe an der blauen Linen. Der Konter lief über Tyler Spurgeon, der John Lammers bediente und dieser mit seiner dritten Großchance des Abends das spielentscheidende Tor erzielt.

Spiel 3 der Finalserie findet am Dienstag, 2. April, in Wien statt.