Innsbruck mit Sechs-Punkte-WochenendeBlick in die EBEL

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Doch unser Wochenrückblick umfasst auch diesmal drei Spieltage, denn am Dienstag wurde ebenfalls eine komplette Runde gespielt. Am diesem gab es, abgesehen von der 2:3-Niederlage des Villacher SV gegen Olimpija Ljubljana, keine größeren Überraschungen. Doch diese Niederlage war der Auftakt in eine kleine Niederlagenserie, die noch immer anhält. Denn am Freitag verlor man 2:3 nach Penaltys gegen den Dornbirner EC und am Sonntag folgte eine empfindliche 1:4-Niederlage bei Fehervar AV19. Damit „stürzt“ der Villacher SV auf den dritten Tabellenrang, hat aber bereits den direkten Kontakt zum Spitzenduo verloren. Außerdem arbeitet man in Villach bereits an einer weiteren Vertragsverlängerung für NHL-Star Micheal Grabner. Einem Bericht der „Kleinen Zeitung“ zufolge ist der Club intensiv auf Sponsorensuche.

Dicht auf den Villacher Fersen und nun schon auf Rang vier sind inzwischen die Black Wings Linz. Die „Linza“ haben sich offenbar berappelt, denn dem 5:3-Sieg über den Dornbirner EC und dem 2:1-Sieg über KHL Medvescak Zagreb, den das die Tabellenführung kostet, steht nur eine knappe 1:2-Niederlage nach Penaltyschießen gegen den Klagenfurter AC gegenüber. Negativ bleibt zu vermerken, dass Linz offenbar für längere Zeit auf den gerade erst genesenen US-Boy Pat Leahy verzichten muss. Verschiedenen Meldungen zufolge handelt es sich um eine Oberkörperverletzung, genaueres ist bisher nicht bekannt.

Der Sieg über den Meister war aber sicher das Highlight des Klagenfurter AC in dieser Woche. Denn die weiteren Meldungen aus Kärnten waren weniger erfreulich. Tiefpunkt war mir Sicherheit, dass Trainer Christian Weber vorrübergehend zurückgetreten ist. Grund ist nicht die sportliche Talfahrt, die Weber bereits unter Druck brachte, sondern eine schwere Erkrankung seiner Frau Tina. Am Dienstag informierte Weber den Club über die private Situation, woraufhin ihm eine Auszeit angeboten wurde. Christian Weber nahm das Angebot dankend an, versprach aber: „Ich komme sicher zurück“. Bis dorthin übernehmen der bisherige Co-Trainer Christer Olsson und Manny Viveiros die Mannschaft.

Einen Tag später wurde Stürmer David Schuller wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt zu 14.400 Euro Strafe verurteilt. Der Vorfall, bei dem es zu einer Auseinandersetzung mit dem  Security-Personal und der Polizei kam, ereignete sich im Juli bei der Beach-Party beim Beach-Volleyball-Grand-Slam in Klagenfurt am Eingang zum VIP-Bereich.

Doch neben den Topteams des Tabellenführers Vienna Capitals und des Tabellenzweiten KHL Medvescak Zagreb war vor allem der HC Innsbruck im Mittelpunkt. Fast schon zum Prügelknaben der Liga wurden die Haie abgestempelt. Auch am Dienstag lief es bei der 0:2-Niederlage gegen die „Caps“ alles andere als rund, doch gegen die Ungarn von Fehervar AV19 konnte man endlich wieder gewinnen. Nach dem 5:2 freute man sich über den dritten Saisonsieg. Den Vierten holte man sich in Slowenien bei Olimpija Ljubljana ab. Beim 2:1-Sieg war Bryan McGregor der gefeierte Held. Ihm gelang etwa dreieinhalb Minuten vor Spielende der vielumjubelte Siegtreffer. Damit schenkte das Team NHL-Spieler Andreas Nödl zum Abschied einen Sieg. Denn Nödl wird am Dienstag wieder in Richtung Carolina abreisen.

Punktbester Spieler der EBEL ist zurzeit Luciano Aquino vom Dornbirner EC. Der Italo-Kanadier, der letzte Saison in Diensten des ERC Ingolstadt stand, konnte bisher 37 Punkte (9 Tore, 28 Assists) sammeln. Damit ist er zugleich bester Vorlagengeber. Bester Torschütze ist sein kanadischer Teamkamerad Andrew Kozek. Er konnte bisher 18 Mal die Scheibe im Netz unterbringen. Die beste Fangquote der Torhüter kann David LeNeveu von den Black Wings Linz vorweisen. Der Kanadier wurde erst vor kurzem nachverpflichtet und zeigt, dass sich das für den Club voll und ganz gelohnt hat. Bad Boy der Liga ist Guillaume Lefebvre von den Graz 99ers. 81 Strafminuten musste er nach 25 gespielten Runden absitzen. Mit 28 kleinen Strafen und einer Disziplinarstrafe sammelte Danny Bois vom Dornbirner EC jedoch die meisten Einzelstrafen.