"Ich bin sehr froh, dass ich diese Erfahrung machen durfte."Auf einen EISTEE mit: Peter Hochkofler

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Seit dieser Saison spielt der gebürtige Südtiroler für die A Mannschaft des EC Red Bull Salzburgs und hat bisher sieben Punkte verzeichnet. Wie es ihn nach Österreich verschlug und was ihn dazu bewegte als U18 Spieler bereits Italien zu verlassen erzählt uns Peter in unserer Serie „Ein Eistee mit..“

Hockeyweb: Zusammen mit Jan Pavlu (jetzt in Bayreuth Oberliga) und Joachim Ramoser (jetzt bei München DEL ) galtest du als eins der größten Talente Italiens, hast du da einen größeren Druck verspürt?

Peter Hochkofler: Nein, Druck hab ich keinen verspürt, es war mehr der eigene Druck bzw. Wille ein professioneller Eishockeyspieler zu werden.

Du spielst seit der Saison 2010 in Salzburg, wie kam der Kontakt zu Stande und was sprach für einen Wechsel nach Österreich?

Mit 15 Jahren ging Jan Pavlu nach Mannheim und auch ich verspürte den Willen mit weiterzuentwickeln. Aus diesem Grund meldete ich mich beim EC Red Bull Salzburg. Diese luden mich zu einem Hockey Camp nach Pisek ein. Nach erfolgreichem Camp entschlossen Sie sich, mich zu einem Try Out nach Salzburg einzuladen. Nach diesem Try Out wurde ich in das International Icehockey Development Model (IIDM ) aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war es für mich nicht so wichtig wohin ich wechsle, ich war nur glücklich, dass ich eine Chance bekommen habe mich im Eishockey zu entwickeln.

Mit Salzburg hast du dann 2 Saisons in der MHL, der stärksten Jugendliga Europas gespielt. Wie war es für dich so lange Wege auf sich zu nehmen und sich mit den ganzen russischen Teams zu messen?

Es war eine sehr gute Erfahrung, einerseits da die russischen Spieler ein schnelles und auch körperliches Eishockey gespielt haben und andererseits waren dort diese langen Wege die einen auf die Probe stellten, ob man der Belastung standhalten kann. Diese 2 Jahre waren sehr wichtig für mich als Spieler und als Person. Ich bin sehr froh, dass ich diese Erfahrung machen durfte.

Bis zur U20 hast du für Italien gespielt, warst im letzten Jahr sogar noch Kapitän. Mit deinem Wechsel in die erste Mannschaft von Salzburg hast du nun die Österreichische Staatsbürgerschaft angenommen und verzichtest in Zukunft für Italien zu spielen. Hast du lange überlegen müssen, fiel dir der Schritt schwer?

Mir war klar, wenn ich den Weg zum Profi schaffen will dann brauchte ich die Österreichische Staatsbürgerschaft. Der Schritt fiel mir nicht leicht, ich habe lange überlegt ob ich diesen Weg wirklich gehen will. Gemeinsam mit meiner Familie habe ich mich für das österreichische Nationalteam und die österreichische Staatsbürgerschaft entschieden, da ich meine Chancen in Salzburg sehe. Dabei war mir sehr wichtig, dass meine Familie und meine oberösterreichische Freundin mich unterstützten.

Bisher hast du in 26 Spielen sieben Punkte holen können, bist du mit deiner Punkteausbeute zufrieden?

Da ich mir im Sommer nicht vorstellen konnte, so schnell bei EC Red Bull Salzburg aufgenommen zu werden, bin ich sehr zufrieden. Ich will mich von Spiel zu Spiel und Training zu Training verbessern, gemeinsam mit der Mannschaft Siegen und persönlich noch viele Punkte holen.

Du hast auch eine Lizenz für Zell am See in der zweiten Liga. Wie läuft das in Österreich ab, wie oft wirst du in Zell am See spielen? Kannst du das den Lesern in Deutschland etwas erläutern?

In der heurigen Saison habe ich die Förderlizenz bekommen für Zell am See zu spielen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ich für diese Mannschaft spielen werde. Trainer Daniel Ratushny entscheidet ob ich für Red Bull Salzburg spielen darf oder nicht. Dürfte ich nicht spielen kann ich durch diese Förderlizenz in Zell am See Spielpraxis gewinnen. Daniel Ratushny schenkt mir sein Vertrauen und setzte mich bis jetzt bei den EBEL Spielen ein.

Wer war dein Vorbild in deiner Kindheit?

Sidney Crosby war und ist immer noch mein Vorbild. Um mich jedoch weiter zu verbessern und mir einige Tricks abzuschauen, verfolge ich auch einige weitere NHL Spieler.

Wie oft zieht es dich noch in die Heimat?

Während sowie außerhalb der Saison komme ich ab und zu nach Südtirol um Urlaub zu machen. Meine Freizeit verbringe ich jedoch sehr gerne mit meiner Freundin in Salzburg.

Wärst du kein Eishockeyprofi dann wärst du heute was?

Ich wäre Architekt geworden.

Welchen Tipp würdest du jungen Spielern geben die mal Profi werden wollen?

Sehr wichtig für einen jungen Spieler ist es, hart an sich arbeiten und den Spaß am Sport nie zu verlieren. Für mich war sehr wichtig, dass ich nie aufgegeben habe und aufgeben werde. Rückschläge sind dafür da, sich weiterzuentwickeln, man muss nur lernen mit diesen umzugehen und durch diese stärker zu werden.

Unsere Serie heißt „auf einen Eistee mit…“ Was ist dein Liebligseistee?

Pfirsich.

Wie verbringst du die wenige Freizeit die du hast?

Im Sommer gehe ich gerne auf dem Berg oder fahr mit dem Fahrrad. Während der Saison schaue ich Filme oder Serien, löse Kreuzworträtsel und lese auch hin und wieder ein Buch.