HK Jesenice gibt aufDas Ende der Hoffnung

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Seit geraumer Zeit schaute es immer wieder düster um das Eishockey in Jesenice aus. Im Januar spitzte sich die Lage soweit zu, dass der Club kurz vor dem Ausschluss aus der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) stand.

Nachdem sich Jesenices Bürgermeister Tomaž Mencinger für die Red Steelers stark gemacht hatte, konnte man in Verbindung mit dem slowenischen Verband zumindest die Saison retten. Ein neuerlicher Start in der EBEL-Saison 2012/13 schien damals schon äußerst fraglich.

Im Sommer wurde mit der Inter-National-League (INL) sozusagen eine „EBEL 2“ ins Leben gerufen. Diese Chance wollten die Red Steelers wahrnehmen und hier mit sechs weiteren Clubs an den Start gehen. Man teilte jedoch mit, dass es langfristig das Ziel sei, in die EBEL zurück zu kehren.

Doch erneut machten Gerüchte um die Zahlungsmoral der Oberkrainer die Runde. Zuletzt hieß es sogar, man hätte noch nicht mal die Ausrüstung für die Spieler stellen können. Ob die Spieler die für den HK Acroni Jesenice beim Rudi-Hiti-Cup in Bled gespielt haben und dort den zweiten Platz belegten, entlohnt wurden, darf bezweifelt werden. Fakt ist, dass der Club seit dem 10. August keinen Vorstand mehr hat, da dieser erneut geschlossen zurückgetreten ist.

Nun teilte der slowenische Eishockeyverband dem österreichischen Eishockeyverband den Rückzug des Clubs aus der INL mit. Dieser Rückzug beschränkt sich jedoch nicht nur auf die EBEL, sondern besiegelt vielmehr das Ende des professionellen Eishockeys in Jesenice. Seit heute prangt auf der Homepage ein langer Nachruf auf den Club.

Die Erfolge der Clubgeschichte:

23 Mal Jugoslawischer Meister
9 Mal Slowenischer Meister
2 Mal Meister der Interliga

Die bekanntesten Spieler, die für Jesenice spielten, dürften wohl Anže Kopitar, ein aktueller NHL-Champion der Los Angeles Kings, oder Robert Kristan, der zurzeit bei Medveščak Zagreb das Tor hütet, gewesen sein.

In der jüngeren Vergangenheit spielten auch die Rodman-Brüder, Marcel und David, beide im Moment in Bietigheim unter Vertrag, für Jesenice. Auch der ehemalige Kölner James Sixsmith ging ein Jahr auf Puckjagd für die Oberkrainer. Der Ex-Krefelder und heutige Kölner Rok Tičar bildete mit Robert Sabolic und Ziga Jeglic einst eines der gefürchtetsten Sturmtrios der Liga. Der Krefelder Mitja Robar versuchte es ebenfalls bei den Red Steelers, genauso wie die ehemaligen Straubinger Wade Skolney und Aaron Fox, sowie der Schwenninger Alexander Dück.