Gladiatoren in der ArenaEBEL-Freiluftspektakel

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Wie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gibt es auch in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) dieses Jahr ein Freiluftspektakel. Während in Nürnberg aber „nur“ ein Spiel ausgetragen wird, gibt es im kroatischen Pula gleich zwei Spiele im römischen Amphitheater.

Das Theater entstand in den Jahren 2 v. Chr. bis 14 n. Chr. unter dem römischen Kaiser Augustus. Später wurde es von Kaiser Vespasian umgebaut und bot 23.000 Zuschauern Platz. Damit war es das sechstgrößte Amphitheater. In der Blütezeit sah man dort nicht nur Gladiatorenkämpfe, sondern konnte auch Nachstellungen von Seeschlachten bewundern. Für die beiden Eishockeyspiele wurde unter großem technischem Aufwand Platz für 7.022 Zuseher geschaffen. Die offizielle Zuschauerzahl wurde beim ersten Spiel gestern sogar mit 7.130 angegeben. Zudem wurde rund um die Arena eine Fanzone mit dem passenden Namen "Circus Maximus" errichtet. Die Kosten für das Spektakel werden auf 500.000 Euro geschätzt.

Pula ist eine Hafenstadt an der südlichsten Spitze Istriens, sodass man Temperaturen im Bereich von 30 Grad Celsius erwartet hat. Vorab wurde mitgeteilt, dass die Eisstärke etwa sechs und acht Zentimetern betragen soll. Dazu benötige man 15.000 Liter Glycol und 30.000 Liter Wasser, wobei das Wasser Regenwasser sein soll. Technisch ist die Veranstaltung eine durchaus anspruchsvolle Aufgabenstellung.

Doch trotz des immensen technischen Aufwandes und Spezialabdeckplanen um das Eis vor der Witterung zu schützen, stand die Austragung des Spiels auf Messers Schneide. Seit einem Gewitter am Donnerstag musste man offenbar auf ein wichtiges Kühlaggregat verzichten da dieses dem Unwetter zum Opfer fiel. Die Folge waren massive Eisprobleme. Zudem wehten starke, warme Winde durch das Stadion, was ein gefrieren das Wassers an der Oberfläche verhinderte und Rillen und Löcher entstehen ließ.

Ursprünglich sollte das Spiel gestern um 21.00 Uhr losgehen, doch daraus wurde erst mal nichts. Fieberhaft arbeiteten die Techniker daran die Eisqualität zu steigern, und nach einigen Versuchen war es dann um 22.35 Uhr endlich soweit.

Wärend zum zweiten Spiel am Sonntag die UPC Vienna Capitals zu Gast sind, erwarte KHL Medvescak Zagreb am gestrigen Freitag HDD Olimpija Ljubljana. Als die Begegnung um kurz vor 1.00 Uhr morgens beendet war, war es das Auswärtsteam aus Laibach das als Sieger vom Eis ging.

KHL Medvescak Zagreb - HDD Olimpija Ljubljana 2:3 (0:1, 0:2, 2:0)

Ljubljana kam von Beginn an besser mit den immer noch sehr schwierigen Bedingungen klar. Doch es dauerte bis weit in den ersten Abschnitt ehe Michael Ratchuk (14.) Laibach in Führung schießen konnte.

Zagreb war auch im Mitteldrittel nur in Überzahl gefährlich. Olimpija kam jedoch unbeschadet über die Druckphase der Hausherren, und konnte durch Scott Freeman (31.) und Jaka Ankerst (39./PP1) selbst für eine Vorentscheidung sorgen.

Erst in den letzten zwanzig Minuten konnte Zagreb Ljubljana die Stirn bieten. Den Anschlusstreffer von Tomislav Zanoski (43.) hatte man sich redlich verdient. Als Adam Naglich (48.) dann nochmals verkürzen konnte, war die Partie bis zum Ende offen. Doch Olimpijas Schlussmann Jerry Kuhn hielt den Sieg für sein Team fest.

Am Montag können sie eine Zusammenfassung aller EBEL Spiele des Wochenendes lesen.