EBEL: Das nächste SkandalspielNeuer Strafenrekord in der EBEL

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Medvescak Zagreb – Klagenfurter AC 0:4 (0:1, 0:2, 0:1)
Serienstand 0:1

Nach einem Foul, das mit Eishockey nicht mehr das Geringste zu tun hat, von Frank Banham an Stephan Geier, geriet die erste Halbfinalpartie in der Schlussminute des Mitteldrittels aus allen Fugen. Banham wurde daraufhin mit einer Matchstrafe des Spieles verwiesen. Doch dieser war mit der Entscheidung alles andere als einverstanden. Erst redete er auf die Schiedsrichter ein und auf dem Weg in die Kabine musste er von den Linienrichtern davon abgehalten werden, eine Schlägerei anzuzetteln. Für Trash-Talk in Richtung KAC reichte es dennoch. Es folgte, was kein Schiedsrichter der Welt mehr verhindern kann. Die Schlägerei uferte immer mehr aus. Als Zagrebs Joel Prpic nicht von Klagenfurts Andrei Zyuzin abließ, auch als dieser schon wehrlos und fast reglos auf dem Eis lag, sprangen die ersten Spieler von der Bank aufs Eis, um ihrem Mannschaftkammeraden zu Hilfe zu kommen. Aus der Schlägere wurde eine Massenschlägerei, an der am Ende auch noch die Torleute Andy Chiodo und Robert Kristan mit mischten. Zumindest für Banham und Prpic dürfte es nach diesen Exzessen eine längere Sperre geben.

Neben der Matchstrafe für Frank Banham gab es Spieldauerstrafen für Joel Prpic, Sasha Pokulok, Tomislav Zanoski, Adam Naglich (alle Zagreb), Gregor Hager, Thomas Hundertpfund, Johannes Reichel und Raphael Herburger (alle Klagenfurt). Insgesamt verteilten die Schiedsrichter 141 Strafminuten an die Spieler Zagrebs und 114 Minuten an Klagenfurter Spieler. Somit geht das Spiel mit 255 Strafminuten in die Geschichtsbücher der EBEL ein.

Sportlich ging das Spiel klar an die Gäste. Nachdem die ersten Minuten den Hausherren gehört hatten, fingen sich die Rotjacken und gingen durch Thomas Koch (12.) in Führung. Nach der ersten Pause zeigten sich die Kärntner effektiv und erhöhten nach den Treffern von Raphael Herburger (29.) und Manuel Geier (37./PP1) zu einer klaren 3:0 Führung. In der Schlussminute des Drittel folgte die Massenschlägerei und als beide Teams mit reduziertem Personal in den Schlussabschnitt gingen besorgte Tyler Scofield (52.) den Endstand.

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Black Wings Linz – Olimpia Ljubljana 4:2 (0:0, 1:1, 3:1)
Serienstand 1:0

Im zweiten Halbfinale konnten sich die Linzer erst in den Schlussminuten entscheidend gegen die Laibacher durchsetzten. Im ersten Abschnitt setzte Ljubljana eher auf die eigene Defensive. Dieser Plan ging vorerst auch auf. Linz hatte einige gute Chancen, doch zählbares wollte nicht zustande kommen. Im Mitteldrittel kam es für die Hausherren dann noch dicker, denn Ziga Pance (23.) brachte die Drachen in Führung. Erst eine Überzahl konnte Brian Lebler (29.) ausgleichen. Auch im Schlussabschnitt hatten die Black Wings ein spielerisches Übergewicht und nach einem weiteren Powerplay-Tor durch Danny Irmen (49.) auch erstmals die Führung auf ihrer Seite. Diese hielt jedoch nicht besonders lange, denn Igor Cvetek (52.) erkämpfte für die Laibacher den Ausgleich. Zu einer Verlängerung kam es dann aber doch nicht. Curtis Murphy (56.) und Gregor Baumgartner (58.) machten mit einem Doppelschlag binnen 124 Sekunden den Favoritensieg perfekt.

Am Donnerstag, 8. März, gehen die Teams in die zweite Runde der Serie. Spielbeginn ist jeweils um 19.15 Uhr.