Dornbirn schockt SalzburgEBEL-News

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Nachdem der Meister des letzten Jahres, der Klagenfurter AC, die Play-offs verpasst hat, gab es tags darauf den von vielen erwarteten Rundumschlag. Nicht nur Coach Christer Olsson und Torwarttrainer Pierre Beaulieu mussten gehen, sondern mit Markus Pirmann, Paul Schellander, Florian Iberer, Tyler Scofield, Tyler Spurgeon, John Lammers und Colton Fretter gleich sieben Spieler. Zudem arbeitet man daran, den Vertrag mit Manny Viveiros aufzulösen. Dies bestätigte KAC-Manager Klaus Resei auf der Pressekonferenz, auf der man bereits den neuen Trainer vorstellte. Dieser wird der Tscheche Martin Stloukal, der bis 2013 als Cheftrainer von Orli Znojmo tätig war. Als Torwarttrainer kommt Jarmo Myllys. Auch die mit größeren Ambitionen in die Saison gestarteten Graz 99ers haben sich entschieden, den Vertrag mit ihrem Coach Petri Matikainen nicht zu verlängern. Ein Nachfolger ist jedoch noch nicht gefunden. Gleiches gilt für den HC TWK Innsbruck. Die Haie trennten sich vom Danny Naud und sind ebenfalls auf der Suche nach einem Nachfolger.

Serienstand: Red Bull Salzburg – Dornbirner EC 0:2

Als Sieger der Zwischenrunde hatte Red Bull Salzburg das Privileg, den ersten Pick zu tätigen. Die Mozartstädter entschieden sich für das vermeidlich schwächste Team, den Dornbirner EC. Doch ob die Entscheidung richtig war, muss sich erst noch zeigen, denn die Dornbirner machen ihrem tierischen Beinamen „Bulldogs“ bisher alle Ehre.

Red Bull Salzburg – Dornbirner EC 2:3 n.V. (1:1, 0:1, 1:0, 0:1)

In Salzburg lief zunächst alles nach Plan, als Andreas Kristler (6.) den haushohen Favoriten in Führung brachte. Doch Graham Mink (11.) besorgte noch im Eröffnungsabschnitt den Ausgleich. Im zweiten Drittel erzielte Brett Sonne (39.) die Führung per Abstauber. Held des Drittels war jedoch DEC-Goalie Adam Dennis. Am Schuss von Mark Cullen (42.) konnte aber auch er nichts mehr machen. In der Verlängerung dauerte es nicht lange bis zur Entscheidung. Der Ex-Berliner James Arniel (62.) sorgte für die erste Sensation im Viertelfinale.

Dornbirner EC – Red Bull Salzburg 5:4 (2:0, 2:2, 1:2)

Im zweiten Spiel knüpften die Dornbirner dort an, wo sie in Spiel eins aufhörten. Martin Mairitsch (10.) und Brett Sonne (17./PP1) sorgten für die verdiente Führung. Diese baute der bärenstarke Graham Mink (35.) im Mitteldrittel aus. Doch dann wachten die Mozartstädter auf. Innerhalb von 48 Sekunden machten Konstantin Komarek (36.) und Mark Cullen (36.) das Spiel wieder offen. Doch die Bulldogs ließen sich nicht schocken und trafen erneut durch Graham Mink (40./PP1). Im Schlussabschnitt erzielte James Arniel (45.) nach sensationeller Vorarbeit von Martin Grabher-Meier und Chris D'Alvise das schönste und am Ende entscheidende Tor. Denn Thomas Raffl (50./PP1) und Garrett Roe (54.) brachten Salzburg zwar nochmal heran, doch der Sieg ging an den Außenseiter.

Serienstand: HC Bozen – Sapa Fehérvár 2:0

Der Liganeuling aus Bozen durfte als Zweiter wählen und entschied sich für Sapa Fehérvár. Diese Entscheidung sieht momentan wie die richtige aus.

HC Bozen – Sapa Fehérvár 3:2 n.V. (1:2, 0:0, 1:0, 1:0)

Das erste Spiel hatte es in sich. Zwar ging der Favorit bereits nach 21 Sekunden durch MacGregor Sharp in Führung, doch schon in der zweiten Minute konnte Adam Naglich ausgleichen. Kurz von Ende des Drittels besorgte Andrew Sarauer (20.) sogar die Gästeführung in Überzahl. Diese hielt bis in die 49. Minute, dann machte Marco Insam den Ausgleich. In der Verlängerung sah man einen offenen Schlagabtausch und als sich alle schon auf die zweite Verlängerung einstellten, schlug Kim Strömberg 16 Sekunden vor dem Ende der ersten Verlängerung doch noch zu und endschied das Spiel.

Sapa Fehérvár – HC Bozen 2:4 (0:2, 1:1, 1:1)

Über die Verlängerung wollten die Südtiroler im zweiten Spiel nicht mehr gehen. Žiga Pance (6./PP1) und Alexander Egger (20.) besorgten die angestrebte Führung in ersten Abschnitt. Bryan McGregor (22.) konnte kurz nach Wiederbeginn den Anschluss herstellen, doch Sébastien Piché (38.) stellte knapp vor der zweiten Pause den alten Abstand wieder her. Identische Torfolge im Schlussdrittel. Erst verkürzte Andrew Sarauer (48.), ehe Hannes Oberdörfer (49.) den Endstand herstellte.

Serienstand: Vienna Capitals – Villacher SV 1:1

Den dritten Pick hatte der Hauptstadtclub aus Wien. Die Capitals wählten den Villacher SV als ihren Viertelfinalgegner und mussten schon eine derbe Niederlage schlucken.

Vienna Capitals – Villacher SV 4:2 (2:0, 1:1, 1:1)

Die Capitals wollten nichts anbrennen lassen und gingen früh durch Benoît Gratton (6.) in Führung. Wien weiter druckvoll, somit war der zweite Treffer nur die logische Folge. Michael Schiechl (17.) traf durch die Beine von Jean-Philippe Lamoureux. Bis zum nächsten Tor dauerte es jedoch einige Zeit. Verteidiger André Lakos (28.) konnte eine Überzahl nutzen. Die Caps weiter im Vormarsch, verpassten es aber weitere Tore zu erzielen. Anders die Gäste. Stefan Bacher (36.) konnte noch im Mitteldrittel verkürzen und Brock McBride (45.) machte das Spiel im Schlussdrittel wieder spannend. Für die Entscheidung sorgte wenig später aber Justin Keller (48.) in Überzahl.

Villacher SV – Vienna Capitals 5:2 (1:0, 2:1, 2:1)

Im zweiten Spiel der Serie nutze der VSV sein Heimspiel um auszugleichen der Serie. Bis zur Mitte des Spieles war nach den Toren von Brock McBride (7.), John Hughes (27.) und Patrick Platzer (29.) eine Vorentscheidung gefallen. Den Rest des Spieles trafen die Teams im steten Wechsel. Rafael Rotter (33.) und Jonathan Ferland (57./PP1) für die Caps, sowie Curtis Fraser (47./PP1) und Derek Ryan (60./EN) für die Adler.

Serienstand: Orli Znojmo – Black Wings Linz 1:1

Damit blieb Znojmo nur noch Linz als Gegner übrig. Doch das dürfte den Tschechen ganz gelegen gekommen sein, denn sie sind der ausgesprochene Angstgegner der Stahlstädter.

Orli Znojmo – Black Wings Linz 4:3 n.V. (1:3, 1:0, 1:0, 1:0)

Der Angstgegner macht seinem Namen alle Ehre. David Bartoš (2.) konnte Znojmo früh in Führung bringen, doch nach den Toren von Andrew Kozek (8./15.) und Franklin MacDonald (16.) lagen die Linzer nach dem ersten Drittel 3:1 vorne. Im Laufe des Spieles verspielten die Stahlstäter nach den Toren von Patrik Novák (37.) und Antonín Bořuta (51./PP1) diesen aber wieder. Die Siegtreffer für Znaim erzielte Michael Kolarz (75.) in der Verlängerung.

Black Wings Linz – Orli Znojmo 6:5 n.V. (2:1, 3:2, 0:2, 1:0)

Auch im zweiten Spiel war Linz lange in Führung und wieder musste man in die Overtime. Bereits in der ersten Minute brachte Ondřej Fiala die Gäste in Führung. Diese hielt jedoch nur 68 Sekunden, dann erzielte Patrick Spannring (3.) den Ausgleich. Die erste Führung der Hausherren ging auf das Konto von Jason Ulmer (9.), der ein Powerplay nutzen konnte. Zu Beginn des Mitteldrittels überschlugen sich die Ereignisse. Mit einem Doppelschlag binnen acht Sekunden durch Brian Lebler und Daniel Oberkofler (beide 21.) zogen die Black Wings zum davon. Dies beendete den Arbeitstag von Goalie Sasu Hovi. Er wurde durch Jakub Čech ersetzt. Ob es daran lag ist nicht gewiss, doch bereits 30 Sekunden später verkürzte Antonín Bořuta (22.). Wenig später brachte Michael Kolarz (29.) Znaim wieder in Schlagweite. Auch durch das Tor von Pat Leahy (40./PP1) war die Begegnung noch nicht im sicheren Hafen, sondern nur in der zweiten Pause. Im Schlussdrittel begann für den Linzer Anhang das große Zittern. Jan Lattner (49./54.) war es vorbehalten, auch dieses Spiel in die Verlängerung zu bringen. Doch diesmal hatten die Linzer den längeren Atem. Gregor Baumgartner (65.) konnte den Puck abstauben und glich damit die Serie aus.