Die Schlacht von SalzburgPlay-offs in Österreich

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Dass es in den Play-offs auch mal härter zur Sache geht, ist normal. Außerdem ist das Duell zwischen Red Bull Salzburg und dem Klagenfurter AC ohnehin schon eine heiße Nummer. Doch nach drei verletzten Spielern haben nun beide Vereine angekündigt, den Strafsenat einzuschalten, um Konsequenzen zu fordern.

KAC-Trainer Christian Weber wird mit den Worten zitiert: „Das war eine Schlacht, jetzt muss ich einmal schauen, welche Spieler am Sonntag noch fit sind und dann mache ich die Taktik.“ Der KAC-Obmann, Dr. Helmuth Reichel, gibt auch den Schiedsrichtern eine Mitschuld und sagte: „Die Schiedsrichter haben am Feld die Hosen voll, trauen sich nicht die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die beiden Heads Gebei und Dremelj waren überhaupt nicht Herr der Lage. Es mutet schon fast wie eine Treibjagd auf unsere Spieler an, was Salzburg da jede Partie macht.“ Dann vermutet er offenbar auch eine „Verschwörung“, denn er ergänzte: „Es ist schon auffällig, dass bei uns genau drei Schlüsselspieler verletzt sind und die Schiedsrichter die Salzburger dabei ungeschoren davonkommen lassen.“ Am Coach der Roten Bullen lässt er bei seinem verbalen Rundumschlag auch kein gutes Haar: „Vor und während der Saison ist Salzburg Coach Pagé es, der fordert, dass die Spieler gegen unfaire Attacken geschützt werden müssen. Aber alle Jahre wieder, wenn es gegen den KAC geht, wirft genau er diese Vorsätze über Bord und greift genau auf unsaubere schmutzige Methoden zurück und setzt seine Spieler auf unsere Schlüsselkräfte an. Normalerweise hätte eine spielerisch starke Mannschaft wie Salzburg so ein Vorgehen nicht nötig. Das ist keine Eishockey mehr, das ist Krieg und nichts anderes.“

Die Auslöser für die Aufregung im Klagenfurter Lager waren ein Foul an Tyler Spurgeon und ein Check gegen Andrei Zyuzin. Dieser musste vom Eis, kollabierte und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Doch auch KAC-Spieler mischten ordentlich mit. Mike Siklenka gingen, nach offensichtlichem Trash-talk von Daniel Welser, die Nerven durch. Siklenka rastete aus und vermöbelte Welser aufs heftigste, auch als dieser schon am Boden lag. Außerdem gab es noch ein Scharmützel zwischen Thomas Koch (KAC) und Michael Schiechl (RBS), bei dem sich Koch zu einem Kopfstoß hinreißen ließ.

Salzburg-Coach Pierre Pagé kommentierte: „Mir fehlen die Worte. Aber so kann es im heimischen Eishockey nicht mehr weitergehen.“

Der Statistik halber endete das Spiel mit 4:2 für die Salzburger, die damit mit 2:1 in der Serie führen. Am Sonntag treffen die Teams erneut aufeinander.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann auf Youtube eine kurze Zusammenfassung sehen: