Capitals gewinnen Grunddurchgang – Stress nach KadernominierungEBEL-News

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Die Olympianominierung war das Reizthema der letzten Woche, denn seit der Bekanntgabe des Kaders steht Coach Manny Viveiros in der Kritik. So kamen aus verschiedenen Richtungen Wortmeldungen, über die der Teamchef sicher nicht erfreut war. Capitals-Coach Tommy Samuelsson teilt via Kronen Zeitung mit, dass er nicht verstehen kann, wieso sein Verteidiger Sven Klimbacher nicht mal auf der Abrufliste steht. Dass der NHL-erfahrene Stürmer Andreas Nödl nur auf der Abrufliste ist, kritisieren nicht nur die Salzburger Nachrichten. Sie schreiben unter der Überschrift „Die sonderbare Ansicht des Manny V.“, dass Viveiros diese Entscheidung für den Villacher Fasching qualifiziert, jedoch nicht als Teamchef bei einem internationalen Prestigeturnier. Dass der Salzburger Bernd Brückler nicht einer der drei Torhüter ist, läge an bestehenden persönlichen Problemen zwischen Viveiros und Brückler. Auch die Entscheidung, dass beide Klagenfurter Goalies im Kader stehen, jedoch nicht der für die Iserlohn Roosters aus der DEL spielende Mathias Lange, stößt nicht nur dem Blatt bitter auf. Auch Stürmer Thomas Vanek von den New York Islanders meldet sich mittels seiner Homepage zu dem Thema zu Wort und schreibt: „Er (Mathias Lange, Anm. des Verf.) beweist sich Woche für Woche in einer der stärksten Ligen bei den Iserlohn Roosters. Dafür stehen zwei KAC-Goalies im Kader.“ Insgesamt stehen fünf Spieler des Klagenfurter AC im Team.  Das Team ist zwar noch der aktuelle Meister, spielte dieses Saison aber einen eher mangelhaften Grunddurchgang. Coach Christer Olsson stand schon mit einem Beim im Arbeitsamt, hat seinen Job aber wohl auch wegen Viveiros  behalten. Wegen der Funktion Viveiros beim KAC sprechen Medien schon von „seinem KAC“ und attestieren eine Tendenz in Richtung des Meisters. Auch weitere Spieler melden sich über die Medien. Der nicht nominierte Wiener Michael Schiechl sagt gegenüber der Krone: „Olympia war mein Traum. Dass vom Ersten jetzt nur ein Spieler dabei ist, ist halt komisch.“ Auch Rafael Rotter, ebenfalls Vienna Capital, kann seine Nichtberücksichtigung nur schwer verstehen.

Zum Thema Olympia passt auch die Meldung zur Verletzung des Linzers Brian Lebler. Bei einer Keilerei mit dem Bozener Sébastien Piché hatte er Glück im Unglück, als er sich die Hand brach. Glück in soweit, dass momentan seine Olympianominierung nicht in Gefahr ist und er rechtzeitig für Sotschi wieder fit wird.

In den letzten Spielen des Grunddurchganges gab es hingegen auch noch die ein oder andere Überraschung. Der Sieg der Vienna Capitals über den Villacher SV ist keine Überraschung, das Ergebnis jedoch schon. Mit einem 11:1-Sieg sichert sich der Hauptstadtclub Platz eins nach 44 Runden. Die Höhenflüge des HC Bozen scheinen endgültig vorbei zu sein, denn die letzten drei Spiele gingen alle verloren. Am letzten Spieltag gab es gar einen 1:8-Klatsche beim Dornbirner EC. Dieser wiederum hat die letzten drei Spiele gewonnen und kletterte am Ende damit auf Rang acht.

Die Ergebnisse der Woche:

06.01.2014
Dornbirner EC – Vienna Capitals 3:2 n.V (1:1, 0:1, 1:0, 1:0)
HC TWK Innsbruck – Olimpija Ljubljana 1:4 (0:0, 1:1, 0:3)

07.01.2014

HC Bozen – Graz 99ers 2:1 n.P. (0:0, 0:1, 1:0, 0:0, 1:0)
Villacher SV – Orli Znojmo 1:3 (0:2, 0:1, 1:0)
Klagenfurter AC – Sapa Fehérvár 3:2 n.P. (0:0, 1:1, 1:1, 0:0, 1:0)
Black Wings Linz – Red Bull Salzburg 3:1 (0:0, 2:1, 1:0)

08.01.2014
HC Bozen – Orli Znojmo 2:4 (1:0, 1:2, 0:2)

10.01.2014
Olimpija Ljubljana – Villacher SV 5:6 (1:2, 2:3, 2:1)
Red Bull Salzburg – Sapa Fehérvár 2:1 (0:0, 2:1, 0:0)
Klagenfurter AC – HC TWK Innsbruck 4:1 (2:0, 0:1, 2:0)
Black Wings Linz – HC Bozen 4:1 (0:0, 1:1, 3:0)
Orli Znojmo – Vienna Capitals 0:3 (0:2, 0:1, 0:0)
Graz 99ers – Dornbirner EC 3:4 (1:0, 1:2, 1:1, 0:1)

12.01.2014

Sapa Fehérvár – Black Wings Linz 1:4 (0:2, 1:0, 0:2)
HC TWK Innsbruck – Red Bull Salzburg 1:4 (1:1, 0:2, 0:1)
Olimpija Ljubljana – Klagenfurter AC 1:2 n.V. (1:0, 0:0, 0:1, 0:1)
Vienna Capitals – Villacher SV 11:1 (5:0, 4:1, 2:0)
Graz 99ers – Orli Znojmo 2:3 (0:1, 1:0, 1:2)
Dornbirner EC – HC Bozen 8:1 (2:0, 3:0, 3:1)

Die Abschlusstabelle des Grunddurchganges

Erster wurden die Vienna Capitals mit 62 Punkten. Auf Rang zwei beenden die Black Wings Linz mit ebenfalls 62 Punkten. Dritter wurde Red Bull Salzburg (61P) vor dem HC Bozen (57P). Orli Znojmo (56P) sichert sich Rang fünf und den letzten Platz in der oberen Zwischenrunde, die nun „Pick Round“ heißt, nimmt der Villacher SV ein.

Die untere Hälfte der Zwischenrunde nennt sich jetzt „Playoff-Race“ und beginnt mit dem Klagenfurter AC (48P). Nach der aktuellen Siegserie wurde der Dornbirner AC (46P) noch Achter und verdrängte die Graz 99er (45P) auf Platz neun. Sapa Fehérvár (43P) schließt auf der Zehn und ganz unten stehen natürlich immer noch der HC TWK Innsbruck (24P) und Olimpija Ljubljana (21P).

Für die EBEL fast schon untypisch ist nun eine ganze Woche Pause, sodass die beiden Zwischenrunden am nächsten Freitag starten.