Bozener Wechsel in die EBEL so gut wie perfektItalienischer Verband erteilt die Freigabe für die Südtiroler

Zuletzt trafen Bozen und Salzburg bestenfalls in Testspielen - wie hier in dieser Partie aus dem Jahr 2005 - aufeinander. Künftig spielen beide Clubs wohl gemeinsam in der EBEL. (Foto: GEPA pictures/ Andreas Pranter)Zuletzt trafen Bozen und Salzburg bestenfalls in Testspielen - wie hier in dieser Partie aus dem Jahr 2005 - aufeinander. Künftig spielen beide Clubs wohl gemeinsam in der EBEL. (Foto: GEPA pictures/ Andreas Pranter)
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Wie bereits gemeldet haben die Südtiroler mit einem Wechsel in die EBEL geliebäugelt. Die Füchse sind damit voraussichtlich das zwölfte Termin der Liga, nachdem Medvescak Zagreb in die KHL abgewandert ist. Die offizielle Aufnahme durch seitens der EBEL wurde noch nicht gemeldet.

Zwar hatten sich die meisten italienischen Vereine gegen den Abgang des HCB ausgesprochen, dennoch steht dem Ligenwechsel nichts mehr im Weg. „Die Genehmigung erteilte Giancarlo Bolognini, Präsident des Italienischen Eissportverbandes, der sich mehr als drei Stunden mit Liga-Präsident Tommaso Teofoli beraten hatte. Bolognini hatte dann das letzte Wort über die Freigabe für den HC Bozen. Um 16.15 Uhr hat er seine Entscheidung mitgeteilt“, heißt es in der Meldung des italienischen Verbandes. „Der Verband hat beschlossen, Bozen die Freigabe zu erteilen, weil es die gesamte Eishockeybewegung in Italien ankurbeln kann. Unsere Klubs haben viele Probleme, die auch auf die Wirtschaftskrise zurückzuführen sind. Mit der LIHG haben wir viele Punkte besprochen. Es ist an der Zeit die gesamte Eishockeybewegung neu zu beleben. Wir müssen vermehrt in die Kommunikation und in das Marketing investieren. Außerdem muss auch die Zusammenarbeit zwischen den Klubs verstärkt werden“, sagte Bolognini.

Der HC Bozen ist 19-facher italienischer Meister. Schon einmal trafen die Bozener unter anderem auf österreichische Mannschaften – im Rahmen der Alpenliga, die von 1991 bis 1999 parallel zu den nationalen Ligen ausgerichtet worden war. 1994 hatte Bozen den Titel in der Alpenliga gewonnen.

Sobald auch die EBEL den Wechsel verkündet besteht die in Österreich basierte Liga in der kommenden Saison aus Teams, die aus fünf Nationen stammen: Österreich (mit acht Mannschaften), Slowenien, Ungarn, Tschechien und Italien.

Wie SportNews.bz meldet, ist Dieter Knoll, der Geschäftsführer des HCB, bereits auf dem Weg nach Österreich, um mit EBEL-Chef Christian Feichtinger letzte Details zu klären.