66 Tore in zwei RundenEBEL-Play-off-News

Und er jubelt - und jubelt - und jubelt. Tommy Koch setzte mit seinem 600. Scorerpunkt einen Meilenstein in der EBEL. (Foto: Imago)Und er jubelt - und jubelt - und jubelt. Tommy Koch setzte mit seinem 600. Scorerpunkt einen Meilenstein in der EBEL. (Foto: Imago)
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Red Bull Salzburg (1) – Villacher SV (6) Serie 1:1

Die Salzburger waren sowohl im Grunddurchgang als auch in der Zwischenrunde das bestimmende Team. Die Truppe von Dan Ratushny konnte vier der sechs Rundenspiele gegen den VSV gewinnen und ist somit zweifelsohne der große Favorit. Ungewöhnlich aus Villacher Sicht ist, dass man bereits jetzt die ersten Abgänge und Zugänge bekannt gegeben hat. Verlängert haben die Topspieler Brock McBride und Mark Santorelli. Unter den Neuzugängen befindet sich der Ex-Straubing-Tigers-Verteidiger Andy Canzanello.

Spiel 1: Red Bull Salzburg – Villacher SV 2:1 (0:1, 0:0, 2:0)

Einen unglaublichen Play-off-Krimi gab es im ersten Spiel der Serie. Villach ging in der elften Minute durch Mark Santorelli in Führung und war schon fast durch. Aber 1:37 Minute vor dem Ende machte Brian Fahey den Ausgleich. Damit noch nicht genug, denn sieben Sekunden vor der nun anstehenden Overtime erzielte Dominique Heinrich den Siegtreffer für die roten Bullen.

Tore: 0:1 (11.) Mark Santorelli, 1:1 (59.) Brian Fahey, 2:1 (60.) Dominique Heinrich

Spiel 2: Villacher SV – Red Bull Salzburg 6:5 n.V. (2:2, 3:2, 0:1, 1:0)

Bereits nach fünf Minuten sah sich Villachs Coach Hannu Järvenpää gezwungen, seine Auszeit zu nehmen, denn da stand es schon 2:0 für die Gäste. Dies und zwei Überzahltore glichen das Spiel aber wieder aus. In der rassigen Play-off-Partie fielen die Tore auf beiden wie die reifen Früchte, sodass sich kein Team einen größeren Vorsprung erarbeiten konnte. Der VSV lag bis zur 56. Minute noch vorne, doch dann brachte John Hughes das Spiel in die Verlängerung. Dort dauerte aber nicht allzu lange ehe Mark Santorelli die Serie ausgleichen konnte.

Tore: 0:1 (3.PP) Brian Fahey, 0:2 (5.) Kyle Beach, 1:2 (7.PP) Jason Krog, 2:2 (11.PP) Eric Hunter, 2:3 (26.) Ryan Duncan, 3:3 (26.) Daniel Nageler, 4:3 (32.) Patrick Platzer, 4:4 (34.) Brett Sterling, 5:4 (35.) Stefan Bacher, 5:5 (56.) John Hughes, 6:5 (64.) Mark Santorelli

Black Wings Linz (2) – HC Bozen (7) Serie 1:1

Den zweiten Pick hatte Linz. Diese zogen sich den aktuellen Meister aus Bozen als Gegner und rechnen sich gegen die Südtiroler offenbar die größten Chancen aus. Die vier Spiele aus dem Grunddurchgang wurden untereinander mit je zwei Siegen gerecht verteilt. Linz ist sicher der Favorit, doch unterschätzen darf man die Südtiroler nicht. Vor allem seitdem Don MacAdam die Mannschaft übernommen hat, zeigt die Kurve klar nach oben.

Spiel 1: Black Wings Linz – HC Bozen 7:3 (1:0, 4:1, 2:2)

Dank eines bärenstarken Mitteldrittels fiel der Sieg der Stahlstädter am Ende recht deutlich aus.

Tore: 1:0 (7.) Brian Lebler, 2:0 (24.) Andrew Kozek, 2:1 (24.) Justin Keller, 3:1 (25.) Jason Ulmer, 4:1 (28.) Jason Ulmer, 5:1 (37.)  Robert Lukas, 6:1 (43.) Andrew Kozek, 7:1 (49.PP) Andrew Kozek, 7:2 (50.) Justin Keller, 7:3 (56.) Justin Keller

Spiel 2: HC Bozen – Black Wings Linz 6:4 (3:2, 1:2, 2:0)

Ein echtes Play-off-Match lieferten sich die Teams im zweiten Duell. Mehrfach wechselte Führung, doch nach zwei Dritteln war das Spiel ausgeglichen. Die Entscheidung fiel im Schlussdrittel zugunsten der Südtiroler, die eine insgesamt starke Partie ablieferten. Der Unterschied war jedoch das Überzahlspiel des HCB. Ihm gelangen bei numerischer Überlegenheit zwei Tore, die Linzer Gäste brachten hier nichts Zählbares zustande.

Tore: 0:1 (4.) Brian Lebler, 1:1 (4.) Rick Schofield, 1:2 (6.) Brad Moran, 2:2 (9.) Richie Crowley, 3:2 (15.PP) Guntis Galvins, 3:3 (26.) Patrick Spannring, 3:4 (31.) Jason Ulmer, 4:4 (35.PP) Marco Insam, 5:4 (47.) Marco Insam, 6:4 (48.) Rick Schofield

Orli Znojmo (3) – Klagenfurter AC (8) Serie 1:1

Als drittes Team durfte Znojmo wählen und entschied sich für den KAC. Auch dieses Duell endete nach vier Hauptrundenspielen mit zwei Siegen je Mannschaft. Beide Teams treffen jedoch erstmals in Play-offs aufeinander. Znaim sollte in nahezu allen Bereichen überlegen sein, doch der KAC hat einen Willen, denn es erstmal zu brechen gilt.

Spiel 1: Orli Znojmo – Klagenfurter AC 4:5 (0:1, 1:4, 3:0)

Klagenfurt gelingt es bereits im ersten Spiel, das Heimreicht zu stehen. Bis zur 30. Minute führten die Rotjacken deutlich mit 5:0. Doch ab dann nahm das Zittern von Minute zu Minute mehr zu, denn Znojmo holte Tor für Tor auf. Am Ende rettete sich der KAC aber noch über die Runden.

Tore: 0:1 (9.) Jamie Lundmark, 0:2 (23.PP) Oliver Setzinger, 0:3 (28.) Manuel Geier, 0:4 (30.) Thomas Hundertpfund, 0:5 (31.) Oliver Setzinger, 1:5 (36.) Ondrej Šedivý, 2:5 (42.) Martin Nemčík, 3:5 (53.) Jan Lattner, (55.) 4:5 Ondřej Fiala

Spiel 2: Klagenfurter AC – Orli Znojmo 5:6 n.2V. (2:2, 1:2, 2:1, 0:0, 0:1)

Auch dieses zweite Spiel war ein echter Kracher und zeigte Tore satt. Zudem gab es einen Rekord, denn die Vorlage von Tommy Koch zur zwischenzeitlichen 2:1-Fürhung für den KAC war sein 600. EBEL-Punkt. Koch ist der erste Spieler, der diese Marke erreicht. Die nervenaufreibende Partie wurde erst in der 58. Minute in die Verlängerung geschossen. In dieser hatte Radek Číp in der 68. Minute die dicke Chance das Spiel zu entscheiden, doch er konnte seinen Penalty nicht verwandeln. Die Entscheidung fiel erst in der zweiten Overtime, als Ondrej Šedivý in der 88. Minute einnetzen konnte.

Tore: 1:0 (2.) Luke Pither, 1:1 (10.PP) Adam Havlík, 2:1 (17.PP) Jean-François Jacques, 2:2 (18.) Radek Číp, 2:3 (21.) Jiří Beroun, 3:3 (25.) Thomas Hundertpfund, 3:4 (36.PP) David Bartoš, 4:4 (44.) Jamie Lundmark, 4:5 (53.) Ondřej Fiala, 5:5 (58.) Jean-François Jacques, 5:6 (88.) Ondrej Šedivý

Sapa Fehérvár (4) – Vienna Capitals (5) Serie 2:0

Für Fehérvár blieb nur noch Wien als Gegner übrig. Obwohl die sechs bisherigen Spiele schiedlich, friedlich untereinander aufgeteilt wurden, dürfte Fehérvár der Favorit sein, denn die Caps suchen seit Wochen den verlorengegangenen Faden. Die Wiener, vor der Saison unter den Top-Vier-Mannschaften gehandelt, darf man aber auch nicht unterschätzen, denn wenn sie ihren Faden wiederfinden, können auch heftig daran ziehen.

Spiel 1: Sapa Fehérvár – Vienna Capitals 4:3 (2:0, 2:0, 0:3)

Fehérvár war nach zwei Dritteln schon mit vier Toren davongezogen. Dann begann die Wiener Aufholjagd. Am Ende ging den Caps aber die Zeit aus und Spiel eins ging an die Ungarn.

Tore: 1:0 (7.) Frank Banham, 2:0 (10.) Daniel Koger, 3:0 (24.) Kevin Wehrs, 4:0 (37.PP2) Frank Banham, 4:1 (41.) Jamie Fraser, 4:2 (55.PP) Florian Iberer, 4:3 (59.) Ken Magowan

Spiel 2: Vienna Capitals – Sapa Fehérvár 1:4 (0:2, 1:1, 0:1)

Anfangs war Spiel zwei noch eine schnelle Angelegenheit, doch je länger das Spiel dauerte, umso ratloser zeigten sich die Capitals. Wien hatte zwischendurch zwar immer wieder gute Szene, insgesamt war das aber zu wenig um die Ungarn ernsthaft in Gefahr zu bringen. Am Ende muss sich der Hauptstadtclub bei Goalie Matt Zaba bedanken, dass es nicht zum Fiasko wurde.

Tore: 0:1 (7.) Brandon Marino, 0:2 (11.) István Bartalis, 1:2 (27.PP) Jonathan Ferland, 1:3 (36.) Bence Szirányi, 1:4 (51.) Attila Orbán