Die Punktspielsaison hat in der KHL begonnenAvangard Omsk erster Tabellenführer

Avangard Omsk (weiße Trikots) gewann das Auftaktspiel gegen ZSKA Moskau. (Foto: dpa/picture alliance)Avangard Omsk (weiße Trikots) gewann das Auftaktspiel gegen ZSKA Moskau. (Foto: dpa/picture alliance)
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Erster Gesamt-Tabellenführer ist dabei der letztjährige Vizemeister Avandgard Omsk, der somit auch die Eastern-Conference anführt. Letzter dieser Division ist Metallurg Magnitogorsk. In der Western Division führt nach dem ersten Spieltag ebenfalls ein Außenseiter die Tabellen an. Witjas Podolsk, ein Team aus dem Großraum Moskau. Direkt dahinter SKA St. Leningrad, während die rote Laterne derzeit bei Jokerit Helsinki hängt.

Der offizielle Saisonstart fand in Moskau statt. Dort traf der aktuelle Meister ZSKA Moskau auf Avangard Omsk und unterlag völlig überraschend mit 1:3 (1:1, 0:1, 0:1). Das erste Saisontor erzielte dabei ZSKA-Stürmer Maxim Shalunov mit einem perfekten Schuss aus totem Winkel, wobei er sichtlich Avangard-Schlussmann Igor Bobkov überraschte. Omsk ließ sich jedoch nicht unterkriegen und wenige Sekunden vor der Drittelsirene ließ der Kanadier Cody Franson einen Blueliner los und ZSKA-Keeper Lars Johansson war geschlagen. Und es kam für den Meister noch bitterer, ja, richtig bitter. In der 26. Minute versuchte sich Maksim Chudinov, mangels Anspielsituation mit einem Weitschuss aus dem eigenen Drittel. ZSKA-Torhüter Johansson hatte wohl mit allem gerechnet aber nicht mit einem Weitschuss des Gegners und dann rutschte ihm die Scheibe auch noch unten durch. Der Kommentator des russischen Fernsehens drehte bei diesen Szenen förmlich durch. Tor Nummer 3 des Außenseiters markierte schließlich Cody Franson mit einem Empty-Netter.

Wie gut Avangard aktuell drauf ist, bekam auch Jokerit Helsinki zu spüren. Die Finnen, nach dem Ausscheiden von Slovan Bratislava der letzte westeuropäische Verein, der in der KHL vertreten ist, hatte eine Woche zuvor im Vorbereitungsspiel noch mit 4:3 in Omsk gewonnen und nun setzte es eine bittere 1:3-Heimpleite. Die Führung besorgte der aus Kazan geholte Alexei Potapov, der einen Schuss aus spitzem Winkel seines Teamkollegen Ville Pokka ins Netz abfälschte. Cody Franson (47.) erhöhte auf 2:0 und Pavel Dedunov (60.) auf 3:1, wobei dieses Tor noch eine Besonderheit darstellte. Der Grund: Dedunov war kurz vor dem Einschuss gelegt worden und die Schiedsrichter entschieden auf technisches Tor. Zwischenzeitlich hatte Mikko Lehtonen (57.) auf 1:2 verkürzen können.

Während ZSKA Moskau seine Heimpleite im ersten Spiel durch ein 3:2 gegen Ak Bars Kasan halbwegs kompensieren konnte, überraschten die Außenseiter. Der chinesische Vertreter Kunlun Red Star Beijing bezwang Salawat Julajew Ufa mit 4:3 nach Penaltyschießen Admiral Wladiwostok gewann bei Barys Nursultan (früher Astana) mit 3:1. Nicht ganz so überraschend war das 2:1 von Sibir Nowosibirsk gegen Amur Chabarowsk.

Neben ZSKA Moskau hatten auch die anderen Moskowiter Vereine ihre Startprobleme. Dynamo gewann dabei gegen Torpedo Nischni-Nowgorod in einer hart geführten Partie mühevoll mit 3:2 (2:1, 1:0, 0:1). Lokalrivale Spartak, mit zwei Letten angetreten, musste sich dagegen Dinamo Riga auswärts mit 1:2 nach Verlängerung geschlagen geben. Das umjubelte Siegestor der Letten erzielte der Kanadier Carter Ashton.

Ganz anders als die direkten Nachbarn zeigte sich Witjas Podolsk. Bei Traktor Tscheljabinsk gewannen sie mit 4:2 (1:1, 1:1, 2:0) und eroberten erst einmal, zumindest für 24 Stunden, die Tabellenführung in der West-Division.

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