Die NHL-Spieler in der Alpenrepublik - Heute: Eric Weinrich

Die NHL-Spieler in der Alpenrepublik - Heute: Eric WeinrichDie NHL-Spieler in der Alpenrepublik - Heute: Eric Weinrich
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Um in letzter Minute noch ein

Play Off Ticket zu lösen, zog VSV Manager Giuseppe Mion am 14. Februar 2005

einen weiteren NHL-Trumpf aus dem Ärmel und engagierte den 38-jährigen NHL-

Veteranen Eric Weinrich von den St. Louis Blues. Der wohl namhafteste NHL-Akteur

der Erste Bank Eishockey Liga schlug auf Anhieb ein und bereitete den Villacher

Eishockeyfans doch noch einen versöhnlichen Saisonabschluss.

In

unserer Serie „Die NHL-Spieler in der Alpenrepublik“ möchten wir

Ihnen heute Eric Weinrich von den St. Louis Blues und sein Engagement beim EC

VSV ein wenig näher bringen.

Eric Weinrich – Vorbildliche Einstellung und Kampfkraft

kennen kein Alter

Mit Eric Weinrich holte der Villacher SV, am 14. Februar

2005, den wohl namhaftesten Spieler aus der NHL in die Erste Bank Eishockey

Liga. Das Engagement des amerikanischen NHL-Veteranen kam zwar relativ spät,

doch Weinrich war maßgeblich daran beteiligt, dass die Villacher heuer doch

noch in die Play Offs rutschten. Von Beginn an brachte der 38jährige

Verteidiger von den St. Louis Blues die nötige Ordnung ins blau-weiße

Defensivspiel, glänzte durch Traumzuspiele und übernahm sofort die Rolle des

Leitwolfs im Team. Eric Weinrichs Bilanz in den letzten zehn Spielen im

Grunddurchgang kann sich sehen lassen: sieben Siege, zwei Unentschieden und nur

eine Niederlage sowie drei Tore und neun Vorlagen bei zehn Strafminuten. Im

Semifinale gegen die Vienna Capitals gab es für den VSV dann aber nichts mehr

zu holen. Gegen die Übermacht des späteren Meisters aus Wien waren auch die Künste

des NHL-Veteranen Weinrich nicht ausreichend. Der VSV unterlag in der

best-of-five-Serie mit 0:3 Siegen.

Die letzte Trumpfkarte von Teammanager Giuseppe Mion hatte aber trotzdem

gestochen und durch das Erreichen des Semifinales nahm die überaus verkorkste

Saison, für die Villacher Eishockeyfans, ein einigermaßen versöhnliches Ende.

Alles andere als eine Semifinal-Qualifikation wäre für ganz Villach eine herbe

Enttäuschung gewesen, denn neben Erich Weinrich hatte der VSV, mit St. Louis

Blues-Teamkollegen Reinhard Divis, Jason Krog (Anaheim Migthy Ducks) und Ethan

Moreau (Edmonton Oliers), noch drei weitere NHL-Spieler unter Vertrag.

Dass sich der routinierte Weinrich allerdings so schnell an

das österreichische Hockey gewöhnte, und in dieser kurzen Zeit dem Villacher

Spiel derart seinen Stempel aufdrückte, kam für viele Eishockeyfans in Österreich

sehr überraschend.

Weinrich bestach, trotz seines stattlichen Alters und fehlender Spielpraxis,

durch enorme Kampfkraft und Einsatzbereitschaft. Seine Professionalität dem

Sport gegenüber ist absolut vorbildlich und wenn ein Spieler auf die Frage nach

seinem Lieblingsduft, wie aus der Pistole geschossen, die Antwort: „locker

room“ von sich gibt, sollte zum Thema Einstellung alles gesagt sein. Von der

ersten Minute auf österreichischem Eis kamen seine Souveränität an der

Scheibe und seine überragende Spielübersicht zur Geltung. Zusätzlich glänzte

der US-Amerikaner auch durch Scorer-Qualitäten in entscheidenden Phasen.

Weinrich, dessen Spitzname „Weino“ seine Liebe zum Wein attestiert, fühlte

sich in Villach auf Anhieb sehr wohl. Der, bei kanadischen Profis, so häufig

gebräuchliche Begriff „Umstellungsschwierigkeiten“, blieb für Eric

Weinrich bis zum heutigen Tage ein Fremdwort. Vielleicht mag es ja an Villachs

geografischer Nähe zu den hügeligen Weinbaugebieten Italiens gelegen haben –

auf jeden Fall präsentierte sich Eric Weinrich in Villach als vorbildlicher

Athlet und Leitfigur - sowohl auf dem Eis, als auch abseits der Eisfläche.

Neben seiner Sammelleidenschaft für Weine aus aller Welt, initiiert Weinrich in

seiner Heimat auch ein Charity Golf Turnier zugunsten der Alzheimer Forschung.

Eric Weinrich wurde am 19. Dezember 1966 in Roanoke, Virginia geboren. Als Jahre

später die Scouts diverser NHL-Teams bei den Spielen der North-Yarmouth-Academy

(High - School - League) nach Talenten Ausschau hielten, stach der überragende

Verteidiger sofort ins Auge. Weinrich wurde im Jahre 1985, noch vor seiner

College-Zeit an der University of Maine, von den New Jersey Devils gedrafted

(zweite Runde, overall Nummer 32). In seiner Zeit in der NCAA wurde er 1987 ins

Hockey East First All-Star Team und ins NCAA East Second All-Star Team gewählt.

Ein Jahr später spielte Weinrich bereits im Farmteam der Ney Jersey Devils, den

Utica Devils, und am 29. Jänner 1989 machte er sein erstes NHL-Spiel gegen die

Minnesota North Stars. In der AHL wurde er in der Spielzeit 1989-1990 ins First

All Star Team gewählt und erhielt zudem noch die Eddie Shore Trophy, für den

besten Verteidiger der AHL.

In seiner ersten vollen NHL-Saison 1990-1991 erzielte der

Amerikaner in 76 Spielen vier Tore und 34 Assists und wurde ins NHL All-Rookie

Team gewählt. Damals war er der erste New Jersey Devils Spieler der mit einer

NHL-postseason Auszeichnung bedacht wurde. 1992 kam Weinrich zusammen mit Sean

Burke zu den Hartford Whalers (gegen Bobby Holik und den second round draft pick

der Whalers für den entry draft 1993, Jay Pandolfo). Bereits ein Jahr später

der Wechsel zu den Chicago Black Hawks (mit Patrick Poulin im Austausch gegen

Steve Larmer und Bryan Marchment). In den sechs Saisonen bei den Black Hawks

entwickelte sich Weinrich zu einem soliden two-way Verteidiger und reifte auch

persönlich zu einer Leitfigur im Team von Chicago. Von 1996 bis 1999 spielte er

gemeinsam mit VSV-Kollegen Ethan Moreau in der Windy City und erreichte 1995

auch einmal das Western Conference Finale. Hier unterlagen die Black Hawks

allerdings mit 1:4 Siegen gegen die Detroit Red Wings (drei davon in der

Overtime). Am 16. November 1998 verfrachteten die Black Hawks Eric Weinrich,

Jeff Hackett, Alain Nasreddine und einen 4th round draft pick für Jocelyn

Thibault, Dave Manson und Brad Brown zu den Montreal Canadiens

In der Spielzeit 1999-2000 erhielt er die Jacques

Beauchamp-Molson Trophy (interne Canadiens-Auszeichnung für den dominierenden

Spieler der regulären Saison)

Nach kurzem Intermezzo bei den Boston Bruins (im Austausch

mit Patrick Traverse), ab dem 21. Februar 2001, kam Eric Weinrich im Juli

desselben Jahres als unrestricted free agent zu den Philadelphia Flyers. Am 31.

März 2003 absolvierte der Amerikaner, als 190 Spieler der NHL-Geschichte, sein

tausendstes NHL- Bewerbsspiel. Am 9. Februar 2004 kam er schließlich im Tausch

gegen einen Fünftrunden-Pick, im entry Draft 2004, nach St. Louis. Bei den

Blues lernte er mit Reinhard Divis einen weiteren Kollegen kennen der ihm heuer

in Villach wieder über den Weg laufen sollte. Am 6. Juli 2004 unterzeichnete

Eric Weinrich einen neuen Zweijahresvertrag bei den St. Louis Blues.

Kolportierte Jahresgage: 1 750 000 Dollar.

Neben seiner 16-jährigen NHL-Karriere ist Eric Weinrich auch ein absoluter Führungsspieler

im Team USA. Schon während seiner College-Zeit stand der junge „Weino“

zweimal für das Junioren Eishockeyteam bei Weltmeisterschaften (1985 und 1986)

im Einsatz. Bis zum heutigen Tage spielte Weinrich in neun

A-Weltmeisterschaftsturnieren und war 1991 Mitglied des Team USA im Canada Cup. 

2004 wurde der Veteran in die amerikanische Auswahl für den World Cup of

Hockey einberufen. In Jahr 1988 machte er 38 Spiele für das Team USA in der

Olympiavorbereitung und spielte auch bei den Olympischen Spielen in Calgary. Der

amerikanische Rekordnationalspieler vertrat seine Nation in 108 Spielen und

verbuchte dabei 6 Tore und 24 Vorlagen bei 74 Strafminuten. 1998 bei den

Weltmeisterschaften in der Schweiz trug er sogar die Kapitänsschleife.

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bestem Dank an Reinhard Grüner.

Marty Reasoner -

Mike Siklenka -

Reinhard Divis -

Matt Bradley -

Eric Chouinard -

Jason Krog -

Ethan Moreau

- Brad

Isbister - Dan

Cloutier - Jay

Pandolfo

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