Die Eidgenossen vor dem Saisonstart (2/4)Teamcheck Nationalliga A der Schweiz

Die Eidgenossen vor dem Saisonstart (2/4)Die Eidgenossen vor dem Saisonstart (2/4)
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HC Davos

Der Schweizer Rekordmeister geht wieder mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in die neue Saison. Gründe hierfür gibt es genug. Das Team hat sich gegenüber der Vorsaison nicht groß verändert und mit Andreas Ambühl konnte ein Davoser  Topspieler zurückgeholt  werden.

Im Tor war und bleibt die Nr. 1 Leonardo Genoni. Im letzten Jahr musste der HCD-Keeper in 56 Spielen ran und schaffte dabei einen Gegentorschnitt von 2,80. Aber auch auf die Nr. 2, Janick Schwendener können sich die Davoser verlassen. Der Nachwuchsmann durfte immerhin in drei Spielen sein Können beweisen und hier brachte er es auf sensationelle 1,48 Gegentore.

Die Abwehr um den Kanadier Ryan O‘Connor und den Finnen Ville Koistinen ist äußerst routiniert. Besonders „Mr. Davos“, Jan von Arx, Bruder von Stürmer Reto von Arx, ist eine Bank. Seit 1995 verteidigt er für den HCD, hat in dieser Zeit 840 NLA-Spiele absolviert. Auch Koistinen, Rene Beck und Beat Forster haben bereits die dreißig Lenze überschritten. Ein Umstand, der die bisher so sattelfeste Davoser Abwehr evtl. anfällig bei schnellem gegnerischem Spiel macht. Allerdings haben die Graubündner auch ein paar Talente in der Defensive, wie z.B. Samuel Gerra. Der 20-Jährige ist bereits im dritten Jahr Stammspieler und hat in dieser Zeit 151 NLA-Spiele absolviert. Auffällig im Sturm, dass es nur drei  Ausländer Perttu Lindgren (neu aus Chabarowsk), Marcus Paulsson (neu aus Karlstad) und Johannes Bischofberger (neu aus Salzburg) gibt. Der Rest besteht aus Talenten und altgedienten Cracks, wobei mit Bischofberger, Andres Ambühl (neu aus Zürich), Enzo Korvi, Samuel Walser und Dino Wieser gleich fünf Akteure einen Vertrag bis 2016 haben, Dario Bürgler, Gregory Hoffmann, Patrick Schommer, Lukas Sieber und Reto von Arx zumindest bis 2015.

Tipp: Wenn alles gut läuft, ist der HC Davos ein Kandidat für das Halbfinale. Wenn der Spengler-Cup nicht zu viel Kraft kostet, auch für das Finale.

Servette Genf

Die Westschweizer waren zu Beginn der letzten Saison die große Sensation. In neun Spielen ungeschlagen mussten sie dem Kraftakt im Laufe der Saison Tribut zahlen und landeten schließlich im Mittelfeld. Damit dies nicht wieder passiert, konnten ein paar spektakuläre Neuverpflichtungen gelandet werden. Allerdings mussten auch ein paar Akteure abgegeben werden, wie z.B. Ryan Keller nach Zürich, Loic Mora nach Morzine und Tony Salmelainen zu IFK Helsinki.

Im Tor steht die Wand, Tobias Stephan. Der geborene Zürcher absolviert seit vier Jahren regelmäßig etwa 60 Spiele pro Saison bei einem Gegentorschnitt von 2,40 und lässt seinem Back-up, in diesem Fall Federico Tamo, kaum Einsatzmöglichkeiten.  Bei einer möglichen Verletzung Stephans könnten die Genfer an dieser Stelle ernsthafte Probleme bekommen.

Auch die Abwehr scheint mit nur acht einsatzfähigen Spielern für Schweizer Verhältnisse relativ dünn besetzt. Der einzige echte Ausländer, der Amerikaner Brian Pothier, ist aktuell verletzt und mit Goran Bezina, Eliot Antonetti und Daniel Vukovic bringen gleich drei Spieler weit über 100 Kilogramm auf die Schlittschuhe. Ein Umstand, der gegen schnelle Angreifer schnell zum Nachteil werden kann.

Im Sturm sind die Genfer exzellent besetzt.  Leader ist der Kanadier Alexandre Picard. Ihm zur Seite stehen u.a. die Schweizer Kevin Romy, Julian Walker und Dennis Höllenstein (Vertrag bis 2017). Auch der Schweiz-Kanadier Cody Almond ist zu beachten. Um die Offensive noch weiter zu verstärken, wurden zwei namhafte Spieler aus der NHL verpflichtet. Der Finne Lennart Petrell kann links wie rechts spielen und wurde von den Edmonton Oilers verpflichtet. Der Kanadier Matthew Lombardi, ebenfalls zweifach als Center und linker Stürmer einsetzbar, wurde von Anaheim geholt.

Tipp: Wenn Coach Chris McSorley die richtigen Sturmreihen findet, die Abwehr sich keine Verletzungen einfängt und auch Keeper Tobias Stephan wieder eine Sahnesaison hinlegt, dann ist wenigstens das Halbfinale drin.

HC Fribourg-Gotteron

Die Westschweizer lecken sich immer noch die Wunden der bitteren letzten Saison. Zum dritten Male nach 1992 und 1994 wurden sie Vorrundenmeister, standen im Finale und verloren.  Damit es 2014 endlich klappt, wurde versucht, das eingespielte Team zusammen bleiben zu lassen.

Im Tor weiterhin die Nr. 1 Benjamin Conz. Aus Lugano im letzten Jahr kommend, überzeugte er die Verantwortlichen und sicherte sich seinen Status. Als Back-up fungiert das Talent Kevin Huber. Huber stammt aus der Juniorenmannschaft von Kloten und trat, ausgeliehen, beim SC Herisau in der dritten Liga an. Sein Ziel wird sein, sich bei Conz einiges abzuschauen und ein guter Ersatz zu sein.

Wie auch in Genf ist die Defensive dünn besetzt. Gerade acht Mann stehen bereit, darunter ein Kanadier. Joel Kwiatkowski ist trotz seiner 36 Jahre der absolute Führungsspieler. An seiner Seite der Neuzugang aus Zug, Timo Helbling. Helbling ist ein absoluter Routinier, kann auch auf Matches in der NHL (Tampa Bay, Washington) zurückblicken und gilt als Mann für die harten Checks. Ebenfalls neu Anthony Haguenin (Biel). Der 21-Jährige ist ein gereiftes Talent und sollte seinen Weg in der NLA machen.

Im Sturm ist der Macher der Sohn des früheren Gotteron-Stars Vyacheslav Bykov, Andrey Bykov. Der 26jährige ist in jedem Jahr für 35 bis 40 Scorerpunkte gut und ist mit einem Vertrag bis 2017 ausgestattet. In etwa gleichstark der kreative Kopf der Attackenreiter, Christian Dube.  Der 36-jährige Kanadier kommt auf die gleiche Punktzahl  und auch der Neuerwerbung aus Finnland bzw. Winnipeg, Antti Miettinen traut man die gleiche Leistung zu. Auch die Schweizer Nationalspieler Sandy Jeannin, Benjamin Plüss, Julien Sprunger, Thibaut Monnet (neu aus Zürich) und Tristan Vauclair bringen die notwendige Offensivpower, wie sie McSorley vorschwebt.

Wie die Fans den Saisonstart herbeisehnen, zeigt das bereits jetzt ausverkaufte Lokalderby gegen Lausanne am 13. September und auch für die Begegnungen gegen Zug und Kloten sind nur noch wenige Karten zu haben.

Tipp: Wenn die Nerven halten, sind die Fribourger durchaus ein Kandidat für das Finale.

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