"Wir müssen uns morgen gegen Kanada den Arsch aufreissen"

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29 Sekunden fehlten der Nationalmannschaft zum Einzug ins Finale um den Deutschland Cup, am Ende unterlagen die Spieler von Uwe Krupp der Schweiz mit 2:3 nach Penaltyschiessen. Kurios war dabei, dass im deutschen Lager niemand wusste, dass nur drei Penalty Shots die Entscheidung bringen sollten. Für die Schweizer war das völlig normal, nach den Regeln der IIHF gibt es nur drei Versuche. Warum ausgerechnet in Deutschland fünf Versuche etabliert wurden, konnte niemand beantworten.

Wie auch immer, der Frust saß bei den Deutschen tief, dennoch wandte man sich kurz nach dem Schock bereits wieder der kommenden Aufgabe zu. "Jetzt folgt die Charakterprobe für die Spieler, weil sie gleich morgen gegen Kanada wieder genauso aggressiv auftreten müssen wie in den ersten 40 Minuten gegen die Schweiz", sagte Bundestrainer Uwe Krupp. Jene 40 Minuten waren sehr stark von deutscher Seite. "Wir kamen überhaupt nicht zum Zug, nur unser Torhüter hat uns im Spiel gehalten und Zeit für uns gewonnen", sagte der Schweizer Coach Ralph Krueger. "Wir hatten Glück, dass wir das Spiel so spät noch drehen konnten."   

Daniel Kreutzer haderte nach dem Spiel noch mit der mangelnden Chancenverwertung. "Wir hätten den Sieg verdient gehabt und haben kleine Fehler gemacht, aus denen wir lernen müssen." Sein Kollege Stefan Schauer legte Wert auf die intakte Gesamtsituation des deutschen Teams. "Die Grundstimmung ist gut, wir müssen darauf aufbauen und Schritt für Schritt weiter gehen."

Philip Gogulla brachte es auf den Punkt: "Die Enttäuschung ist groß, aber wir müssen uns gleich morgen gegen Kanada wieder den Arsch aufreissen. Das ist wie in den Play-offs, du kassierst eine Niederlage und es geht am nächsten Tag wieder von vorne los."

AB    

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