TUI Nations Cup: Kanada unterliegt der Slowakei 0:4

Slowakei: Spieler ermordet SchiedsrichterSlowakei: Spieler ermordet Schiedsrichter
Lesedauer: ca. 1 Minute

Mit einem überraschend klaren und unangefochtenen 4:0 (1:0;2:0;1:0)-Erfolg über die Auswahl des Eishockey-Mutterlandes Kanada haben sich die Slowaken wieder im „TUI-Nations-Cup“ zurückgemeldet und den bisherigen Tabellenführer des Fuenf-Nationen-Turnieres gestürzt.

Mit einem überragenden Goalie Ratislav Strana (Södertalje/SEW) zwischen den Pfosten hatte die Slowakei lediglich in der Anfangsphase des ersten Drittels bange Minuten zu überstehen, als mit Kristian Kudroc und Tomas Harant gleich zwei Akteure gleichzeitig in die Kühlbox mussten, Kanada aber das Powerplay trotz etlicher hochkarätiger Einschussmöglichkeiten nicht zur Führung nutzen konnte. Im ersten Spiel des Turnieres in der hannoverschen TUI-Arena vor einer traurigen Kulisse von maximal 750 Zuschauern übernahm das Team von Trainer Frantisek Hossa dann aber eindeutig das Zepter auf dem Eis. Andrej Nedorost (13.) war es mit einer schönen Einzelleistung vorbehalten, die Führung zu erzielen und dabei Kanadas Keeper Jeff Maund klassisch auszuspielen.

Im Mitteldrittel konnte die Slowakei die Dominanz gar noch deutlicher in Tore ummünzen und durch Erik Weissmann (26.) und einen Überzahltreffer von Juraj Stefanka (35.) nachlegen. Nur 18 Sekunden später dann noch einmal ein kurzer Hoffnungsschimmer für die Ahornblätter, als Lokalmatador Jeff Finley von den Hannover Scorpions einlochte, Schiedsrichter Frank Awizus dem Treffer aber nach Ansicht des Videobeweises die Anerkennung verweigerte. Den Endstand stellte schließlich Lubomir Vaic (45.) mit einem weiteren Treffer mit einem Mann mehr auf dem Eis her.

„Ich bin froh, dass wir nach dem leicht verpatzten Start in den Cup nun wieder unseren Rhythmus gefunden haben“, war denn auch Hossa zu Recht mit dem Auftritt seines Teams zufrieden: „Das starke erste Drittel war die Grundlage für den Erfolg.“ Sein Gegenüber Marc Habscheid hingegen zeigte sich leicht angefressen und machte die kurzfristige Anreise seines Teams nach Hannover für die offensichtliche Trägheit verantwortlich: „So ist es kein Wunder, dass wir immer einen Tick zu langsam waren und am Ende auch völlig verdient den Kürzeren gezogen haben.“ (Michael Kramer)

Slowakei – Kanada 4:0 (1:0; 2:0;1:0)

Tore:

1:0 (12.14) Nedorost (Vaic, Milo) 4:4

2:0 (25.55) Weissmann(Zalesak)

3:0 (34.48) Stefanka ( Fabus, Hudec) 5:4

4:0 (44:30) Vaic (Starosta, Cierny) 5:4

Schiedsrichter: Awizus (D)

Strafen: Slowakei 18 min. - Kanada 10 min.

Zuschauer: 750

Pässe, Paraden & Tore
Die Top 10 des Deutschland-Cups im Video

​Der am Ende mit zwei Punkten aus sportlicher Sicht nicht besonders erfolgreiche Deutschland-Cup bleibt aus einem anderen Grund in Erinnerung: Der Deutsche Eishockey...

Ein ausgesprochen mäßiger Abschluss
Ära Marco Sturm endet mit Niederlage gegen die Slowakei

​Zum Abschluss des Deutschland-Cups und gleichzeitig zur Verabschiedung von Bundestrainer Marco Sturm unterlag die deutsche Nationalmannschaft der Slowakei mit 0:2 (...

Sbornaja besiegt die Schweiz mit 4:2
Russland gewinnt erneut den Deutschland-Cup

​Schon im fünften Spiel des Turniers fiel die Entscheidung darüber, wer den Deutschland-Cup 2018 mit nach Hause nehmen würde. Russland verteidigte den Titel durch ei...

2:1-Erfolg gegen die Slowakei
Russland verbucht den zweiten Sieg

​Russland hat beim Deutschland-Cup in Krefeld den zweiten Sieg eingefahren. Die Sbornaja besiegte die Slowakei mit 2:1 (1:1, 0:0, 1:0). ...

Penalty-Niederlage nach zwei schwachen Dritteln
Deutschland fand gegen die Schweiz zu spät ins Spiel

​Zwei Drittel lang nicht gut gespielt. Der Turniersieg beim Deutschland-Cup ist nicht mehr möglich. Da muss man sich an die kleinen Dinge halten. „Wir haben für uns ...