Scherben brachten den Schweizer am Ende das nötige Glück

Scherben brachten den Schweizer am Ende das nötige GlückScherben brachten den Schweizer am Ende das nötige Glück
Lesedauer: ca. 1 Minute

Mit einem 2:1 Erfolg über Japan gewinnt das Team der Schweiz die Auftaktbegegnung des diesjährigen Deutschland-Cups. Das nötige Quentchen Glück holten sich die Eidgenossen beim Warmmachen, als sie hinter ihrem Tor eine Plexiglasscheibe zerschossen

Das Spiel: Die Asiaten waren im ersten Durchgang die optisch überlegende Mannschaft, kamen nach drei Minuten zu ihrer ersten Überzahlsituation, ohne sich jedoch die großen Chancen heraus zu spielen. Es dauerte bis zur elften Minuten, ehe die Eidgenossen zum ersten Mal gefährlich vor dem japanischen Gehäuse auftauchten. Marc Reichert hatte sechs Minuten später die Führung auf dem Schläger, wie auch in der 19. Minute Yosuke Kon. Beide jedoch ohne Erfolg.
Mit einem Paukenschlag begann der Mittelabschnitt. Nach 18 gespielten Sekunden fälschte Julien Sprunger einen Schuss von Thibaut Monnet zur Führung für die Schweizer ab. Die Japaner brauchten lange um sich von dieser kalten Dusche zu erholen, kamen in der 33. Minuten zu ihrer bislang besten Gelegenheit. Takeshi Saito schoss von der verlängerten Torlinie, Keeper Ronnie Rueger kratzte den Puck von der Linie. Weniger Glück hatten die Schweizer nach 39 Minuten. Per Bauerntrick markierte Masato Domeki den 1:1 Ausgleichstreffer für sein Team.
Die Schweizer dominierten auch den Schlussabschnitt, setzten die Japaner permanent unter Druck. Glück hatte das Team von Ralph Krüger nach 51 Minuten. Yosuke Kon stand alleine vor dem Tor von Rueger, brachte den Puck aber nicht im Tor unter. Lohn der Bemühungen des Favoriten war das entscheidende 2:1. Marc Reichert fälschte im letzten Moment einen Schuss von Duri Camichel unhaltbar zum Endstand ab.

Stimmen: Mark Mahon (Japan): „Gratulation an die Schweiz. Wir haben das Spiel teilweise dominiert, Knackpunkt war aber unser Powerplayspiel. Die Schweiz hat dann die Partie in den letzten sechs Minuten nach Hause gebracht. Wir haben heute einen weiteren Schritt nach vorne gemacht.“
Ralph Krüger (Schweiz): „Wir wussten das es ein schweres Spiel werden würde. Die vielen Strafen von uns motivierten die Japaner im ersten Durchgang. Japan hatte am Ende der letzten beiden Drittel zuviele Chancen. Wir sind froh die drei Punkte zu haben.“

Statistik: 0:1 (20:18) Sprunger (Monnet, Reichert); 1:1 (38:47) Domeki (Kamino); 1:2 (53:56) Reichert (Camichel, Sprunger)

Strafen: Japan 10 – Schweiz 18

Schiedsrichter: Looker, Kadow

Zuschauer: 500

Jens Wilke - Foto by MendaxPress