Russland gewinnt erneut den Deutschland-CupSbornaja besiegt die Schweiz mit 4:2

Russland hat wie im Vorjahr den Deutschland-Cup gewonnen. (Foto: dpa/picture alliance/AP Photo)Russland hat wie im Vorjahr den Deutschland-Cup gewonnen. (Foto: dpa/picture alliance/AP Photo)
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Beide Teams hatten fünf Punkte auf ihrem Konto und zwei Tore mehr erzielt als erhalten. Dadurch ergab sich für die deutsche Mannschaft die Möglichkeit, bei einem Sieg eines Teams mit mindestens zwei Toren Unterschied noch den zweiten Platz zu erringen, vorausgesetzt natürlich ein ebensolcher Sieg der Deutschen im letzten Spiel gegen die Slowakei.

Beide Mannschaften begannen gewohnt vorwärtsorientiert. Schon in der zweiten Minute geriet die Schweiz in Unterzahl, und die Sbornaja brauchte eine knappe Minute, um durch Daniil Ilyin das erste Tor des Tages zu erzielen. Vom Bully weg gelang den Eidgenossen fast der Ausgleich, doch dauerte bis zur zwölften Minute, ehe die Fans der Nati jubeln dürften: als Andrei Svetlakov in der elften Minute auf die Strafbank musste, benötigten die Schweizer genau sieben Sekunden, um den Puck ins russische Tor zu schießen. In Minute 15 erhielt Russland einen Penalty zu gesprochen, den Konstantin Okulov nicht verwandeln konnte. Wenig später fuhren die Schweizer einen schönen Angriff und Christoph Bertschy erzielte das 2:1 für seine Farben. In Gefahr geriet die Schweizer Führung am Ende des Drittels, als kurz hintereinander zwei Eidgenossen in die Kühlbox müssten, doch gab es keine Ergebnisveränderung bis zum Drittelende.

Das Mitteldrittel begann die Schweiz in doppelter Unterzahl, konnte sich aber behaupten. In Minute 32 verhängten die Schiedsrichter gegen beide Teams eine große Strafe. Vom anschließenden Bully aus wanderte die Scheibe mit zwei Kontakten zum Ausgleich durch Artyom Zemchyonok in die Schweizer Maschen. Das Spiel war sehr kampfbetont, und es gab noch zwei Strafen gegen die Schweiz, die 40 Sekunden Unterzahl mit ins Schlussdrittel nahm. 

Die Unterzahl ging dank eines Supersaves von Gilles Wenn ohne Ergebnisveränderung zu Ende, doch schon in Minute 43 wanderte der nächste Eidgenossen auf die Strafbank, und diesmal nutzten die Russen ihre Chance durch Roman Abrosimov. Bei der „Nati“, die nur mit 17 bzw. 16 Feldspielern agierte, machten sich zunehmend kleine Fehler bemerkbar, und Senn konnte sich wiederholt auszeichnen. Die Vorentscheidung fiel in der 52. Minute: nach erneuter Strafzeit gegen die Schweiz brauchte die  Sbornaja  bei vier gegen vier genau fünf Sekunden, um das 4:2 zu erzielen. Danach beruhigte sich das Spiel etwas. 100 Sekunden vor Schluss nahmen die Schweizer den Torwart vom Eis, doch es reichte nicht mehr. Die Schweiz musste vorläufig mit dem zweiten Platz zufrieden sein, während Russland seinen Pokalerfolg wiederholte.

Tore: 0:1 (3.) Ilyin (Kayumov, Rafikov) PP1, 1:1 (12.) Karrer (Riat) PP1, 2:1 (18.) Bertschy (Kreis), 2:2 (32.) Zemchyonok (Tkachyov), 2:3 (43.) Abrosimov (Chibisov) PP 1, 2:4 (52.) Yudin (Prokorkin, Rafikov) 4:4. Strafen: Schweiz 12 + 10 + 5 + Spieldauer (Heldner), Russland 4 + 10 + 5 + Spieldauer (Padakin). Zuschauer: 3663.