Nikolai Goc: „Unsere Eltern haben großen Anteil an unserem Erfolg”Interview mit dem Nationalspieler

Niki Goc gewann mit dem DEB-Team den Deutschland-Cup in München. (Foto: Dagmar Kielhorn)Niki Goc gewann mit dem DEB-Team den Deutschland-Cup in München. (Foto: Dagmar Kielhorn)
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Hockeyweb: Niki Goc, zunächst Glückwunsch zum Deutschlandcup-Gewinn. Wie sehen Sie das Turnier im Rückblick?

N. Goc: „Nach einem solchen Turniersieg ist man natürlich super happy. Wir haben einen neuen Trainer bekommen und ein neues System. Deshalb haben wir seit Dienstag auch viel trainiert, um das einzuüben. Auch im Turnier haben wir uns von Spiel zu Spiel gesteigert und heute sicher unsere beste Leistung abgeliefert.“

Hockeyweb: Wie sehen Sie Ihre eigene Leistung? Sie haben ein Tor erzielt im ersten Spiel. Gab es schon Hinweise vom Trainer in Richtung Olympia-Qualifikationsturnier?

N. Goc: „Im großen und ganzen bin ich zufrieden. Es gibt ein paar Sachen, wo ich an mir arbeiten muss, aber Fehler passieren. Alles in allem habe ich wohl einen ganz guten Eindruck hinterlassen. Und wie es jetzt weiter geht, wird sich zeigen: Es stehen noch ein bis zwei Maßnahmen an; da wird der Trainer sicher noch andere Spieler testen wollen. Und dann werden wir sehen, wer bei der Qualifikation dabei ist.”

Hockeyweb: Welche Rolle hat der neue Bundestrainer Pat Cortina gespielt? Wie fällt der Vergleich aus zu seinen Vorgängern?

N. Goc: „Nun, nach dem enttäuschenden letzten Jahr hat man die Konsequenz mit einem neuen Trainer gezogen. Das ist eigentlich nichts Besonderes. Der Trainer lässt ein einfaches System spielen, ähnlich wie Uwe Krupp. Das passt ganz gut zu uns, wie man gesehen hat: die Scheibe schnell nach vorne bringen, in die Ecken, hinter die gegnerischen Verteidiger – das liegt eigentlich in uns.“

Hockeyweb: Sie haben als einziger bislang mit beiden ihren Brüdern zusammen in einer Mannschaft gespielt. Sieht man denn alle drei Gocs mal zusammen in einem Team? Vielleicht bei Olympia 2014?

N. Goc: „Nein, ich glaube für Sascha ist das Thema Nationalmannschaft endgültig abgehakt, auch aus Regenerationsgründen. Aber ich bin natürlich froh, dass ich mit beiden schon zusammen spielen konnte, mit Sascha damals in Hannover und mit Marcel jetzt in Mannheim und in der Nationalmannschaft. Das ist schon etwas Besonderes.“

Hockeyweb: Verbringen Sie denn überhaupt noch Zeit miteinander, oder bleibt es bei diesen zufälligen Begegnungen auf dem Eis?

N. Goc: „Ja, wir treffen uns jedes Jahr im Sommer für drei Monate an unserem Geburtsort Calw, machen viel und trainieren zusammen. Meine Brüder haben ja Häuser in der Gegend, und uns verbindet ein starker Familienzusammenhalt, auch mit unseren Eltern.  Überhaupt wäre es ohne deren großes Engagement gar nicht möglich gewesen, dass wir alle höherklassig Eishockey spielen. Daran haben beide einen großen Anteil.“

Hockeyweb: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg auf dem Weg zu Olympia 2014!

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