Mehr als nur College-EishockeyVom Boston College zum Deutschland-Cup 2013 mit Jack Parker

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Den Einstand gab sein Team heute gegen die Slowakei. Der 68-jährige aus Massachusetts bringt viel Erfahrung mit, die das US-Team nach eher mäßigem Abschneiden bei den letzten Turnieren dringend braucht. Fast schon mit stoischer Ruhe steht er hinter der Bande und analysiert sehr pedant die Leistung seines Teams im Gegensatz zu vielen anderen Trainern, die während einer Partie wild gestikulieren. Trotz oder besser gerade wegen seines Alters ist er ein echter Stratege auf und neben dem Eis. Das Team USA wurde aus vielen europäischen Eishockey-Ligen zusammengestellt und funktioniert auf Anhieb.

Obwohl Parker bis jetzt ausschließlich in Boston arbeitete, formte er zahlreiche spätere NHL-Stars wie Rick DiPietro oder Keith Tkatchuk. Wie weit er die US-amerikanische Mannschaft beim Deutschland-Cup bringen kann, muss abgewartet werden. Das Potential für einen Sieg hat sowohl das Team als auch der Coach und zwar nicht nur physisch, sondern auch mental.

Nüchtern und fast schon teilnahmslos antwortet er auf die Fragen der Journalisten, begegnet allen jedoch mit dem nötigen Respekt und amerikanischer Herzlichkeit. Ein sanftmütiger Gentleman aus dem Land der wilden Büffel und großen Worte.

Nach dem Deutschland-Cup ist Schluss mit Eishockey für Parker. Seinen Trainer Job in Boston beendete er bereits im März dieses Jahres. „40 Jahre denselben Job im selben Metier auszuüben, ist einfach genug. Ich habe nicht mehr die Kraft, die ich dafür brauche“, erklärte Parker in einem Interview der Boston University.