Es ist angerichtet!Deutschland-Cup

ObOb's wieder klappt? Deutschland geht als Titelverteidiger ins Turnier. (Foto: Daniel Fischer - www.stock4press.de)
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Hier und da umweht die Nase noch der Geruch der letzten Veranstaltung: der Riders-Cup war mit seinen weltbesten Reitern und Pferden noch vor wenigen Tagen zu Gast in der Olympiahalle. Doch inzwischen sind die Überreste vor die Halle geschoben, das Eis für vier der weltbesten Teams ist bereitet, die Werbung geklebt, Banden installiert und an den vielen Ständen und Bühnen auf der Besucherebene wird letzte Hand angelegt. Die 22. Auflage des Eishockey-Deutschland-Cups kann beginnen.

Heute Morgen, pünktlich um 8:15 Uhr, zogen die Schiedsrichter erste Spuren in das neue Eis. Danach folgten die einzelnen Teams, die sich seit Mittwoch in München – die deutsche Mannschaft einen Tag länger – aufhalten und bislang nebenan, im Domizil des EHC München, ihre taktischen Formationen probten. Das Kribbeln vor dem Start ist nun allenthalben zu spüren, doch „Köbi“ Kölliker, der heute Abend sein Debüt als Bundestrainer geben wird, scheint noch unbeeindruckt: „Seit Tagen läuft das normale, geplante Programm. Doch wenn nachher die ‚Musi’ spielt, dann weiß ich nicht, wie es in mir aussehen wird.“

Jochen Reimer freut sich indes, endlich mal wieder mit seinem Bruder Patrick in einer Mannschaft zu stehen. „Das war schon komisch: am letzten Wochenende hat er mir noch einen ‚eingeschenkt’ und nun flachst er natürlich darüber. Aber gut: er macht pro Jahr immer seine 20 Tore, da ist es normal, dass er auch eins gegen uns schießt.“ Und Kölliker stärkt seinem Goalie den Rücken: „Sag ihm demnächst, wie viele Saves Du gegen ihn hattest – Deine Quote ist deutlich besser...“

Überhaupt, die Torhüter. Drei der Zunft hat Kölliker nach München eingeladen. Neben Reimer stehen ihm für das Turnier Dimitri Pätzold und Neuling Danny Aus den Birken zur Verfügung. Einstweilen lässt er offen, mit wem er in die Partien gehen will: „Wir haben drei Torhüter und drei Spiele. Da liegt es nahe, dass jeder ein Spiel bekommt“, deutet der Schweizer in deutschen Diensten zumindest ein Wechselspiel an.

Auch wer sein Team als Kapitän anführen wird, lässt Kölliker einstweilen noch offen: „Wir haben einen engeren Kreis von jungen und alten Spielern aus allen Mannschaftsteilen und Clubs. Aus diesem Kreis werde ich dann meine Wahl treffen. Wichtig ist mir, dass jeder Spieler in diesem Kreis einen Ansprechpartner findet.“

Unter ganz anderen Vorzeichen steht das Turnier für den zweiten Münchner Spieler neben Jochen Reimer: Felix Petermann. „Ich habe mich schon im Sommer riesig gefreut, dass mich Köbi nach meiner langen schweren Verletzungspause, als ich noch gar nicht wusste, ob meine Schulter wieder richtig hält, zum Vorbereitungslehrgang eingeladen hatte. So stand ich eine Woche früher als der Rest unseres Münchner Teams auf dem Eis. Das hat mir für die Saison unheimlich geholfen. Jetzt möchte ich dem Trainer das natürlich gerne zurückzahlen!“

Heute Abend ist alles Rätselraten vorbei. Um 20 Uhr startet Deutschland in das Vier-Nationen-Turnier. Um 16:15 Uhr machen die Slowakei und USA bereits den Anfang. Der Countdown läuft – es ist angerichtet!

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