Die Slowakei steht im Finale des Deutschland-Cup

Slowakei: Spieler ermordet SchiedsrichterSlowakei: Spieler ermordet Schiedsrichter
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Kanada war im ersten Abschnitt das spielbestimmende Team. Bouchard (4.) hatte die erste Möglichkeit zur Führung, scheiterte aber. Die Slowaken traten nach sechs Minuten zum ersten Mal vor dem Gehäuse von Adam Munro in Erscheinung. In Überzahl setzte sich Podkonicky vor dem Tor durch, sein Schuß in den Winkel ließ Munro keine Chance. Das Mutterland des Eishockeys unbeeindruckt, setzte das Team aus der Slowakei weiter unter Druck. Lohn der Bemühungen der Ausgleich nach zehn Minuten. Kariya mit einem Konter, stand frei Krizan und tanzte den slowakischen Keeper zum 1:1 Ausgleich aus. Kanada weiter im Vorwärtsmarsch, aber die Deckung der Osteuropäer stand sicher. Bis zur 20. Minute. Die Ahornblätter über die rechte Angriffsseite kommend, Julien passte auf den vor dem Tor freistehenden Adams und der hatte beim 2:1 Führungstreffer keine Mühe. Dies mußte die Slowaken geweckt haben. Sekunden vor dem Pausengong hatte Babka die Chance zum Ausgleich, scheiterte aber. Im Mittelabschnitt sahen die Fans in der TUI-Arena eine wie verwandelt aus der Kabine kommende slowakische Mannschaft. Bemüht zum Ausgleich zu kommen, ließen sie aber ihren Gegnern in Sachen Chancen herausspielen den Vortritt. Forbes (23.), Smith (29.) hatten dabei die größten Möglichkeiten zum Ausbau der Führung. Zur "Halbzeit" war Kanada durch eine Bankstrafe erneut in Unterzahl, Somik verpaßte am kurzen Pfosten den Ausgleich. Sekunden klingelte es dann im kanadischen Gehäuse, Stefanka hieß der umjubelte Schütze. In Minute 34 wieder Überzahl der Slowaken, Starosta zog von der blauen Linie ab und der Puck zappelte im Netz. Als eine Minute später Smyth und Wright innerhalb weniger Sekunden zwei große Chancen zum Ausgleich vergaben, war diese sinnbildlich für die heutigen Bemühungen der Kanadier. Sie waren zwar bemüht, kamen aber an die Quote bei der Chancenverwertung ihres Gegners nicht heran. Somit ging die Führung der Slowakei nach zwei Dritteln vollends in Ordnung.

Im Schlußabschnitt die Kanadier wieder mit mehr Druck, doch als Melicharek nach 46 Minuten das 4:2 für sein Team erzielte, war eine Vorentscheidung gefallen. Das Team von Julius Suppler verwaltete im Anschluß die Führung, hielt ihren Gegner unter Kontrolle und versuchten aus der Defensive kommend mit der einen oder anderen Konterchance ihre Führung auszubauen. So dauerte es bis zur 59. Minute, als beide Teams den Zuschauern noch die letzten Highlights boten. Erst lieferten sich Strbak und Kariya eine handfeste Keilerei und als Kanadas-Coach Kennedy seinen Torwart aus dem Tor nahm, setzte Cierny mit dem 5:2 ins leere Tor den Schlußpunkt.

Tore: 1:0 (5:22) Podkonicky (Starosta, Babka) 5-4; 1:1 (9:49) Kariya (Smyth, Kelly), 1:2 (19:14) Adams (Julien); 2:2 (29:53) Stefanka (Somik) 5-4; 3:2 (33:15) Starosta (Somik, Stefanka) 5-4; 4:2 (45:57) Melicharek (Stehlik); 5:2 (58:26) Cierny (Kukumberg) 6-5

Strafe: Slowakei 22 - Kanada 16 + 10 für Traynor

Schiedsrichter: Piechaczek

Ron Kennedy für die Kanadier: "Wir sind sehr enttäuscht, aber die Slowaken waren sehr stark und haben ihre Chancen genutzt, das war der Unterschied.

Julius Supler für die Slowakei: "Es war ein gutes Spiel und unser Torhüter war sehr stark, er hat uns im Spiel gehalten.

Jens Wilke/Alexander Brandt