Die Sache mit der GlasscheibeLange Unterbrechung beim Deutschland-Cup

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Die Partie musste unterbrochen werden, bis die Scheibe durch eine neue ausgetauscht und wieder an ihren vorgesehenen Platz eingesetzt werden konnte. Normalerweise ist dies keine große Aktion und gehört vielerorts schon beinahe zum festen Ablauf eines Eishockeyspiels. So auch schon geschehen bei der Eishockey-WM in Köln im Jahr 2010. Hier in München kam so etwas noch nie vor und bereitete den Verantwortlichen entsprechend größere Schwierigkeiten. In der Regel sind in jedem Eisstadion für den Fall der Fälle Ersatzscheiben vorhanden. Nicht jedoch in München. So musste aus einer nahegelegenen Mehrzweckarena eine Glasscheibe herangeschafft werden. Diese hatte allerdings nicht die passende Größe für eine Eisfläche und musste per Fräse zugeschnitten werden.

Dort lauerte bereits das nächste Hindernis. Es war kein Strom für die Fräse vorhanden. Die Techniker standen ratlos daneben und wussten zunächst nicht, wie es weitergehen sollte. Dies zeigte nicht gerade die gute Organisation, mit der sich der Münchner Olympiapark beim Deutschland-Cup bisher immer gelobt hat. 2010 in Köln ging die ganze Prozedur in weniger als zehn Minuten vonstatten.

In München, das sich jetzt erneut für die Olympischen Winterspiele bewerben möchte, dauerte es mehr als 45 Minuten, bis die Partie fortgesetzt werden konnte. Zur „Belohnung“ gab es vom Münchner Publikum höhnischen Applaus. Auch die Spieler dürften darüber nicht sehr begeistert gewesen sein, da die Anspannung der Muskeln mit zunehmender Wartezeit nachlässt, ebenso wie die Konzentration.

Durch die nachlassende Konzentration wurde aus dem zunächst wenig attraktiven Spiel ein offener Schlagabtausch. Letztlich gewann die Schweiz mit 3:2 nach Penaltyschießen.

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