DEB Team droht schlechteste Platzierung seit 2005Kritik nach zwei Pleiten

Bundestrainer Marco Sturm (Foto: Bianca Ebenhöch)Bundestrainer Marco Sturm (Foto: Bianca Ebenhöch)
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Am morgigen Sonntag will Sturm gegen Team USA zumindest Punkte holen. Nach der zweiten Partie übte Marco Sturm Kritik. „Wir haben kein Tor geschossen und auch bei unseren Schüssen hatte der slowakische Goalie stets die volle Sicht oder alle Slowaken standen vor dem Tor. Das darf nicht passieren. Die Slowaken waren cleverer und wir nicht“, so der sichtlich betrübte Coach. „Es war anfangs sehr zerfahren, dann besser, aber letztendlich haben wir verloren.“ Auch an die DEL-Clubs richtete Sturm Kritik: „Manche Spieler spielen zu viel in ihren Teams. Da denke ich beispielsweise an die Krefelder. Das ist spürbar, dass sie nicht ganz frisch sind.“ Der Krefelder Daniel Pietta bekam deswegen heute eine Pause.

Dennoch können sowohl Sturm als auch die Spieler selbst mit der derzeitigen Leistung nicht zufrieden sein. Selbst mit dem Boykott der NHL und dem angedrohten Boykott der KHL müssen die Männer von Sturm noch eine ganze Schippe drauf packen. Auch Patrick Hager findet klare Worte: „Wir können nicht zufrieden sein.“ Sein Kollege Moritz Müller ist sauer. „Wir sind alle sauer. So können wir nicht weiterspielen.“ Mit Hinblick auf Olympia meint Hager weiter, dass es schwierig wäre so kurz vor einem Turnier zusammenzukommen. „Wir haben nur 2-3 Trainingseinheiten Da fehlen die Automatismen. Wir blicken aber noch nicht auf Olympia. Wir konzentrieren uns auf das hier und jetzt.“ Angesichts der beiden Ergebnisse muss die Konzentration jedoch nachgelassen haben. Bereits gestern hatten die deutschen ab der 30. Minute aufgehört mitzuspielen. Gegen die vermeintlich schwächeren Slowaken gab es ebenfalls nichts zu holen.

Wie der finale Kader für die Olympischen Spiele aussehen wird? Das wisse er noch nicht. „Wir hatten leider zu viele absagen, aber dadurch lerne ich auch die neuen Spieler besser kennen. Es gibt gewisse Spieler, die ein großes Plus haben, aber die sonstigen Plätze sind noch offen.“ Es könnte sogar sein, dass Spieler ins olympische Team berufen werden, die beim Deutschland Cup gar nicht dabei sind. „Ich werde mir weiterhin Spiele anschauen. Die nächsten Wochen bin ich in den USA und besuche auch ein paar deutsche Jungs. Dann werden wir weitersehen.“ Grund zum scouten hat Sturm nach den ersten beiden Spielen gegen Russland und die Slowakei.

Nach seiner Reise will Sturm auch die weitere Planung angehen. Beispielsweise steht seine mögliche Vertragsverlängerung an. „Wir werden ab dem 30.11. Gespräche führen. Es eilt nicht. Meine Vorstellungen sind bekannt.“ Das sind eigentlich klare Worte für eine Verlängerung, auch wenn die Leistungen des diesjährigen Deutschland Cups derzeit nicht dafür sprechen dürften.

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