Das DEB-Team im Interview

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Am Freitag beginnt der Deutschland-Cup. Ein durch die Teams aus den USA, der Slowakei sowie der Schweiz und aus Deutschland hochgradig besetztes Turnier. Wir von Hockeyweb wollen versuchen, etwas in die Köpfe der Spieler der DEB-Auswahl zu schauen und stellten Fragen zum Turnier, sowie den Olympischen Spielen und den Eishockey-Weltmeisterschaften im eigenen Land.

Moritz Müller (Kölner Haie - Foto by City-Press):

Welche Bedeutung bzw. welchen Stellenwert hat der Deutschland-Cup in Ihren Augen?

Ich denke, dass der Deutschland-Cup eine tolle Gelegenheit für das

Deutsche Eishockey ist sich zu präsentieren. Selten haben die Zuschauer

in Deutschland die Chance, die Nationalmannschaft Live im "eigenen"

Land zu sehen und zu unterstützen. Außerdem ist es für den Trainer eine

Möglichkeit, vor Olympia und der WM 2010 in Deutschland nochmal etwas

auszuprobieren. Für uns als Mannschaft ist es eine Gelegenheit, uns

etwas einzuspielen. Von daher würde ich dem Deutschland Cup einen großen Stellenwert zuordnen.

 Was sind Ihre persönlichen Ziele für das Turnier / war erwarten Sie sich von diesem Turnier?

Mir persönlich gibt der Deutschland-Cup die Möglichkeit, mich durch

eine gute Leistung für weitere Maßnahmen zu empfehlen. Ich werde

versuchen, mich so gut wie möglich in die Mannschaft zu integrieren und

meinen Part zu spielen. Ich denke, dass der Deutschland Cup dieses Jahr mit sehr guten

Mannschaften besetzt ist und jedes unserer Spiele somit ein sehr

schweres werden wird. Letztes Jahr sind wir im Finale gegen Kanada

gescheitert, ich hoffe, dass wir dieses Jahr den Deutschland-Cup für

uns entscheiden.

Welche Erwartungen an bzw. Erfahrungen und Erinnerungen haben Sie vom Spielort München?

Ich würde mir wünschen, dass der Deutschland-Cup mit seinem

diesjährigen Umzug nach München auf große Resonanz stößt. Der bayerische Raum ist für seine Tradition im Eishockey bekannt. Ich

hoffe, dass zahlreiche Zuschauer aus dem Umkreis den Weg nach München

finden, um die Nationalmannschaft zu unterstützen und Eishockey auf

internationalem Niveau zu sehen. In München habe ich persönlich erst ein Mal gespielt, ich erinnere mich

an begeisterte Fans, die damals richtig Stimmung gemacht haben.

Ansonsten ist München meiner Meinung nach ein Standort mit Perspektive

und Potential, in dem auch ein DEL Verein spielen könnte.

Was erwarten/erhoffen Sie sich noch von der Saison 2009/10 mit den

Olympia 2010 in Vancouver und der 2010 IIHF Weltmeisterschaft in

Deutschland?

 Das Länderspieljahr 2009/10 ist ein sehr großes für das Deutsche

Eishockey. Erst die Olympischen Spiele im Mutterland des Eishockeys und dann

noch die WM im eigenen Land. Ich denke, dass diese zwei Turniere für

jeden Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis darstellen. In der

Karriere als Eishockeyprofi kommt die Gelegenheit möglicherweise nur

einmal, Olympia in Kanada und die WM im eigenen Land zu spielen. Der

Deutschland-Cup wird noch einmal jedem die Chance geben, sich dafür zu

empfehlen.  Ich denke, dass die WM in Deutschland viele Menschen

begeistern wird und wir mit tollen Spielen dann eine Euphorie entfachen

können, von der das Deutsche Eishockey längerfristig profitiert.