Deutsches Defensiv System sorgt für Anerkennung

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Der 3:0 Sieg über die Slowakei ließ die amerikanischen Experten aufhorchen. Damit war ja nun überhaupt nicht zu rechnen, schließlich kannte man vom deutschen Team nur Marco Sturm, während die Namen der Slowakischen Stars in Übersee seit Jahren ein Begriff sind. Und so lohnt sich der

Blick in die Kommentare der Eishockey Kolumnisten in den USA. Wie konnte so etwas Unglaubliches passieren? Der ehemalige NHL Torhüter Darren Eliot analysiert für das

Magazin "Sports Illustrated" das wohl größte Eishockey Turnier aller Zeiten und widmet dem Team von Hans Zach reichlich Aufmerksamkeit. Man hat den überlegenen Slowaken eine Falle gestellt, das "Trap System" des unterlegenen Teams führte zum Sieg. "Die deutsche 1-4 Falle (ein Spieler

checkt vor, die vier anderen verteidigen dahinter) funktioniert nur, wenn man in Führung geht, deswegen war es für die Deutschen sehr wichtig, das erste Tor zu erzielen", analysiert Eliot. "Nachdem die erst einmal führten, war es für die müden und unterbesetzten Slowaken sehr schwer, die

Offensive in Gang zu bekommen." An dieser Stelle lobt Eliot die Einstellung der deutschen Mannschaft, als Team in den

Wettbewerb gegangen zu sein, während die Slowaken in letzter Minute alle greifbaren NHL Spieler aufstellten und noch viele Plätze im Team frei ließen. "Bei den Deutschen konnte man sehen, daß sie sich daran hochzogen, Teil der Olympischen Spiele zu sein." Und weiter: "Ich kenne die

slowakische Liga nicht gut genug um sagen zu können, ob sie mehr Spieler von zuhause hätten einsetzen müssen. Der Versuch, um jeden Preis die talentiertesten Spieler

einzusetzen, könnte für einige Slowaken zu einer weniger guten Erfahrung werden."

Natürlich können die Deutschen mit ihrem System kein Turnier gewinnen. "Man kann mit diesem System bessere Teams nicht zu weit wegziehen lassen, aber man kann nicht

gewinnen", stellt Eliot fest. "Wenn die Deutschen je gegen Kanada oder die USA spielen sollten, könnten sie statt 6:1

nur 3:1 verlieren. Dieser defensive Stil ist auch in der NHL zu sehen, wenn zum Beispiel die Expansionsteams gegen starke Gegner spielen, die viel mehr Talent in ihren Reihen haben. Auf diese Weise kann man das Spiel eng halten und mit Kontern oder nach Fehlern des Gegners zu Toren kommen."

Zu guter Letzt noch ein Wort des ehemaligen NHL Goalies zu Marc Seliger: "Er spielt einen unorthodoxen Stil. Er springt viel im Torraum herum ,aber das ist in Europa

üblich, weil wegen der größeren Eisfläche mehr weite Querpässe vors Tor kommen. Bei einem solchen Turnier kann ein Goalie einen Lauf bekommen und es wäre schon eine tolle

Geschichte, wenn dieser Junge sie in die Medaillen Runde führen könnte. Wenn er so gut gegen die großen Jungs in der Medaillen Runde spielen könnte, wäre das wirklich eine

Geschichte." Denn Eliot weiß: "In Deutschland ist er nicht einmal erster Torhüter in seinem Team, sondern steht hinter Frederic Chabot, einem langjährigen Goalie aus den Minor Leagues."

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