Der Aufstand der KleinenBlick in die Schweiz

Der Aufstand der KleinenDer Aufstand der Kleinen
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Kloten Flyers – HC Davos 5:1 (3:0, 0:0, 2:1)

Vielleicht die Überraschung schlechthin. Der Tabellenachte forderte den Tabellenführer heraus und war trotz der glorreichen Vergangenheit absoluter Außenseiter. Dazu kamen die statistischen Vorzeichen. 63 Mal hatten die Klotener bis dahin getroffen, die Davoser gleich 110 Mal. Aber an diesem Abend sollte alles anders kommen. Die 6900 Fans in der ausverkauften Arena sahen bereits in der zweiten Minute die Führung durch Schelling und als das 2:0 sieben Minuten später fiel, als Stancescu mit einem fantastischen Pass die gesamte Davoser Abwehr aushebelte und Guggisberg erfolgreich war, da konnte einem als Flyers-Fan erstmals richtig warm werden und es sollte noch besser kommen. Kellenberger fing einen Davoser Aufbaupass ab, kurvte um zwei Verteidiger und netzte trocken ein. Auch im zweiten Drittel hatten die Klotener alles im Griff. Das 1:4 von Marc Wieser fiel gar nicht mehr auf, denn die alles andere als sattelfeste HCD-Abwehr musste gar noch das 1:5 hinnehmen, als Casutt mit einem Billardtor den Endstand markierte.

Rapperswil Lakers – EV Zug 4:3 (1:2, 0:0, 2:1, 1:0) n.P.

Tabellenletzter mit 19 Punkten weniger als die Hälfte der Zuger – da stand das Ergebnis von vornherein fest.  Der Start war keine Überraschung. Holden brachte Zug schnell mit 1:0 in Führung. Die Lakers schlugen jedoch schnell zurück. Ein Freischuss von der blauen Linie landete im Tor von Tobias Stephan. Der EVZ zeigte sich jedoch nicht konsterniert. Ein 5:3-Überzahlspiel wurde ausgenutzt, wieder war Holden der Schütze. Und es wurde zunächst für die Lakers noch schlimmer. Lammer nutzte einen Aufbaufehler und drosch die Scheibe in die linkere obere Ecke, schwer haltbar für Lakers-Keeper. Für die Wende sorgte Glücksgöttin Fortuna. Ein Zuger Abwehrspieler stand einem Pass von Lakers-Stürmer Danielsson im Wege und von dem Schlittschuh prallte der Puck ins Tor. Nur noch 2:3 und es wurde noch verrückter. Der letzte Schuss in der regulären Spielzeit traf erneut einen Zuger und von diesem prallte die Scheibe zum 3:3 ins Netz – zehn Sekunden vor dem Ende. Am Ende sollte das Penaltyschießen zum Einsatz kommen und auch da waren die Lakers mit 2:1 erfolgreicher. Ein glücklicher, aber nicht unverdienter Erfolg der Rapperswiler.

Lausanne HC – EHC Biel 2:1 (0:0, 2:0, 0:1)

Zwei Nachbarn trafen sich zum Duell und es war eine spannende Angelegenheit. Nach dem torlosen ersten Drittel entschieden ganze 68 Sekunden über die Partie. In beiden Fällen war der schwedische Nationalspieler Daniel Bang für Lausanne erfolgreich. In der Folgezeit versuchte Biel, zum Anschlusstreffer zu kommen, aber die Defensive des HCL war zu gut aufgestellt. Erst 70 Sekunden vor Schluss konnte Ahren Spylo, einst in der DEL für Hamburg, Nürnberg und Mannheim tätig, zum 1:2 verkürzen, aber am Sieg der Lausanner gab es nichts zu rütteln.

EHC Biel – HC Fribourg 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:1) n.V.

24 Stunden vor der Niederlage in Lausanne traf man auf den zweiten welschen Konkurrenten und wieder verlor man. Zwar traf Kamber in der 32. Minute aber nur drei Minuten später gleich Fribourg durch Mottet aus. Den Siegestreffer markierte schließlich Schild, der einen Querpass von Mauldin ganze 28 Sekunden vor dem Spielende zum entscheidenden Tor nutzte.

HC Davos – Rapperswil Lakers  2:1 (0:1, 2:0, 0:0)

Dass die Lakers im Aufwind sind, sollte einen Tag später Zug erfahren. Die erste Begegnung wurde von den Lakers noch verloren, aber es war verdammt knapp. Der aus Thurgau ausgeliehene Profico brachte die Lakers in der 13. Minute überraschend in Führung und dieses 1:0 hielt bis zur 27. Minute. Erst dann glich Simion aus und Sciaroni markierte schließlich in der 40. Minute die Führung. Im letzten Drittel griffen die Lakers immer wieder an, aber die jetzt starke HCD-Abwehr verhinderte ein Debakel des Tabellenführers gegen das Schlusslicht der NLA.

EV Zug – SC Bern 1:2 (1:1, 0:1, 0:0)

Die Zuger schwächeln in der mittleren Phase der Saison und das konnte der Verein aus der Hauptstadt ausnutzen. Mit nunmehr 59 Punkten ist der SCB nur vier Punkte von der Tabellenspitze entfernt und für jede Überraschung gut. Zwar schoss Zug durch Bürgler (4.) bereits schnell das 1:0, aber die Antwort kam schnell und präzise. Erst glich Bertschy (9.) aus, dann erhöhte Plüss (32.) auf 1:2. Zwar versuchte der EVZ im letzten Drittel alles, setzte die Berner Verteidigung zwar stark unter Druck, der Ausgleich indes sollte nicht mehr gelingen. Jetzt muss sich Zug sputen, um den fünften Tabellenplatz nicht auch noch an Genf zu verlieren.

Zürcher SC – Kloten Flyers 2:0 (2:0, 0:0, 0:0)

Obwohl das berühmteste Derby der NLA anstand, war die Halle nicht ausverkauft. Es kamen noch nicht einmal 10.000 Zuschauer. Nur 9687 Fans verfolgten das Spektakel und auch in dieser Partie fiel die Entscheidung innerhalb von nur 97 Sekunden. In der 19. Minute traf Schäppi zum 1:0 und eine Minute später, ganze acht Sekunden vor Drittelende sorgte Robert Nilsson nach einer Traumkombination mit          Shannon und Bergeron dem Lokalrivalen für die Entscheidung. In den beiden letzten Dritteln ließ der ZSC nicht locker, gab dem Gegner kaum Zeit zum Spielaufbau und verwaltete den Sieg locker bis zum Ende. Damit ist der ZSC, mit einem Spiel mehr auf dem Konto als Tabellenführer Davos, dem Ersten bis auf zwei Punkte auf die Pelle gerückt.

HC Ambri-Piotta – HC Lugano 3:1 (1:0, 2:0, 0:1)

Das zweite Derby des Tages hatte es in sich. Im 201. Tessiner Derby holte sich Ambri ausgerechnet gegen den ewigen Rivalen den ersten direkten Heimsieg in der Saison. In der ausverkauften Halle besorgte US-Boy Aucoin die HCA-Führung. Die Luganesi hätten noch im ersten Drittel für den Ausgleich sorgen müssen, aber wenn man sieben Minuten Powerplay nicht nutzt, hat man eigene Schuld. Stucki und Giroux erhöhten im zweiten Drittel auf 3:0 und auch das Anschlusstor durch Luganos Topscorer Pettersson konnte Ambri nicht mehr erschüttern.


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