DEB-Team holt Punkt gegen Olympiasieger RusslandAuftakt des Deutschland-Cups

Die Deutschen, hier Phil Hungerecker, brachten die Russen zwar in Bedrängnis, verloren aber mit 3:4 nach Verlängerung. (Foto: Deutscher Eishockey-Bund e.V. (DEB) / City-Press GmbH)Die Deutschen, hier Phil Hungerecker, brachten die Russen zwar in Bedrängnis, verloren aber mit 3:4 nach Verlängerung. (Foto: Deutscher Eishockey-Bund e.V. (DEB) / City-Press GmbH)
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Eine Neuauflage des Olympia-Endspiels war es nur vom Namen her. Denn im DEB-Team gab es in den letzten Tagen einige Veränderungen und auch mit Blick auf die nächste WM wird sich noch einiges tun. Und Russland – so fair muss man sein – war mit seiner zweiten Garde am Start; der „andere Teil“ der Sbornaja nimmt zeitgleich wie schon im Vorjahr am Karjala-Cup teil und besiegte ebenfalls am Donnerstag Gastgeber Finnland mit 3:0.

Der Auftakt in die Partie war noch ziemlich holprig. „Wir hatten bislang nur eineinhalb Trainingseinheiten“, sagte Michael Wolf. Das bestätigte Sturm: „Wir haben einmal trainiert und dann noch einmal heute morgen für 20 Minuten“, so der Coach. „Wir hatten viele Neue im Team, dazu ein neues System. Das wird noch einige Spiele brauchen, bis alles sitzt“, erklärte Marcel Noebels.

In einem auch von den Russen nicht gerade überragend geführten ersten Drittel gelang den Gästen in der 17. Minute in Unterzahl das 1:0. Ein deutscher Spielzug im Angriffsdrittel ging schief; den folgenden Konter konnte Verteidiger Björn Krupp nicht unterbinden, sodass Nikolay Demidov mit der Rückhand einnetzte. Deutschland hatte zuvor durch einige Chancen durch Leo Pföderl, Marcel Noebels und auch Neuling Lean Bergmann. Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts nutzte die DEB-Mannschaft ein Powerplay aus: Mathias Plachta zog ab und Leo Pföderl versenkte den Abpraller zum 1:1. Nur drei Minuten später lag Russland wieder vorne; Dmitry Yudin zog aus der Halbdistanz ab und markierte das 2:1 (24.). Aber weil es beim ersten Tor so schön geklappt hatte, machten es die Deutschen einfach noch einmal: Schuss im Powerplay von rechts, auf der linken Seite steht Pföderl für den Abpraller bereit (2:2, 29.). 22 Sekunden vor der zweiten Pause dann sogar die Führung; Frank Mauer stibitzte sich die Scheibe, war auf und davon und traf zum 3:2. In der 47. Minute hatte Marcel Noebels die große Chance, das Spiel vorzuentscheiden, ließ seinen Alleingang aber ungenutzt. So erzielte Andrei Chibisov das 3:3 (51.). In der Schlussphase retteten die Deutschen den Punkt in die Verlängerung; die war nach dem Tor von Artyom Zemchyonok allerdings schon nach 22 Sekunden beendet.

„Das war ein gutes Spiel“, konstatierte Marco Sturm. „Wir sind ein gutes Tempo gegangen. Außerdem hat unser Torhüter Mathias Niederberger eine sehr gute Leistung geboten.“

Für Deutschland geht es am Samstag um 13.30 Uhr mit dem Spiel gegen die Schweiz weiter, die ihre Auftaktpartie mit 3:2 gegen die Slowakei gewonnen hatte. Dann ist auch Leon Niederberger dabei, der am Donnerstag nachnominiert wurde und für das Turnier seinen Kurzurlaub in Spanien abbricht.

Tore: 0:1 (16:08) Demidov (Chibisov/4-5), 1:1 (20:53) Pföderl (Plachta, Akdag/5-4), 1:2 (23:50) Yudin (Prokhorkin), 2:2 (28:05) Pföderl (Plachta, Wolf/5-4), 3:2 (39:38) Mauer, 3:3 (50:17) Chibisov (Yudin, Prokhorkin), 3:4 (60:22) Zemchyonok (Svetlakov, Okulov). Strafen: Deutschland 6, Russland 8. Zuschauer: 4180.

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