Dänemark gewinnt Österreich-CupWM-Vorbereitung

Dänemark gewinnt das Turnier um den Österreich-Cup. (Foto: Roland Christ)Dänemark gewinnt das Turnier um den Österreich-Cup. (Foto: Roland Christ)
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Für Österreichs Teamchef Roger Bader ist es ein wichtiges Vorbereitungsturnier auf dem Weg zur Weltmeisterschaft, aber Bader hat auch Größeres vor. So sagte er kürzlich: „Wir wollen uns mit dem österreichischen Nationalteam in den nächsten vier Jahren in den Top 12 der Weltrangliste etablieren und uns für die Olympischen Spiele 2022 qualifizieren, das ist das langfristige Ziel.“ Immerhin ist das rot-weiß-rote Team bei der letzten Weltmeisterschaft der Division I in der Ukraine aufgestiegen und tritt im Mai in der Top-Division (Umgangssprachlich: A-WM) in Gruppe A in Kopenhagen an.

Der Österreich-Cup wurde von Donnerstag, 9. November, bis Samstag, 11. November, im Modus Jeder-gegen-Jeden gespielt. Coach Bader musste jedoch auch mit fünf Absagen zurechtkommen. Patrick Spannring, Lukas Herzog, Clemens Unterweger und Johannes Bischofsberger sagten aus gesundheitlichen Gründen ab. Unklar nur das Fernbleiben von Rafael Rotter, der nach der Absage noch für die Vienna Capitals im Ligaeinsatz war.

Dänemark – Südkorea 7:4 (1:1, 3:2, 3:1)

Dabei hatten Dänemark und Südkorea den Turnierauftakt zu bestreiten, wobei die Südkoreaner den ersten Abschnitt mit einem 1:1 noch offen halten konnten. Im zweiten Drittel fielen dann fünf Treffer und das Drittel endete mit einem leichten Vorteil für die Nordländer, damit waren die Asiaten natürlich noch nicht geschlagen und hatten sogar mehr Schüsse im Mitteldrittel. Doch im Schlussdrittel machten die Dänen alles klar, sodass am Ende ein 7:4 zu lesen war.

Tore: 0:1 (12:34/PP) Brock Radunske (Ki Sung Kim, Yeong Jun Seo), 1:1 (12:56/PP) Phillip Bruggisser (Markus Lauridsen, Julian Jacobsen), 2:1 (26:17) Emil Kristensen (Mikkel Højbjerg, Julian Jacobsen), 3:1 (30:05) Matthias Asperup, 3:2 (30:35) Min Ho Cho, 4:2 (32:40/SH) Mikkel Højbjerg (Julian Jacobsen, Emil Kristensen), 4:3 (33:34) Michael Testwuide (Ki Sung Kim), 5:3 (51:23/PP) Morten Madsen (Morten Poulsen), 6:3 (54:09) Mathias Lassen (Julian Jacobsen, Lasse Lassen), 7:3 (54:51) Jonas Røndbjerg (Mathias From), 7:4 (59:14/PP) Michael Testwuide (Brock Radunske, Ki Sung Kim). Zuschauer: 200.

Österreich – Norwegen 3:2 (1:0, 0:0, 1:2, 0:1) n.V.

Im Abendspiel griffen dann die Gastgeber erstmals ins Turnier ein. Dabei waren die Österreicher nahe dran und das Spiel musste in der Overtime entschieden werden. Die ersten Minuten gehörten jedoch klar den Gästen, doch dann konnten sich die Österreicher aus der Umklammerung befreien und sogar in Führung gehen. In den zweiten zwanzig Minuten hatten die Wikinger viele gute Chancen, scheiterten aber nach wie vor an Goalie David Kickert, sodass es keine Tore gab. Diese sollten im Schlussabschnitt fallen, indem die Norweger die Partie mit zwei Treffer drehen konnten. Gut zweieinhalb Minuten vor dem Ende, schaffte die Bader-Truppe aber nochmal den Ausgleich. Sekunden später verursachte Konstantin Komarek aber die entscheidende Strafe, als er nach einem hohen Stock mit einer fünf plus Spieldauerstrafe ausgeschlossen wurde. In der regulären Spielzeit schafften die Norweger den Sieg nicht mehr, jedoch in der Overtime konnten sie die Überzahl zum 3:2 Sieg nutzen.

Tore: 1:0 (11:04) Dominic Zwerger (Martin Ulmer, Daniel Oberkofler), 1:1 (47:25) Andreas Bastiansen (Patrick Thoresen, Stefan Espeland), 1:2 (55:16/PP) Mathis Olimb (Ken Andre Olimb, Alexander Bonsaksen), 2:2 (57:29/PP) Thomas Hundertpfund (Brian Lebler), 2:3 (62:44/PP) Mathis Olimb (Patrick Thoresen). Zuschauer: 700.

Norwegen – Dänemark 0:2 (0:0, 0:1, 0:1)

Am Freitag gab es das skandinavische Duell. Doch die Teams zeigten wenige Tore. Ganze zwei waren es am Ende und beide fielen zugunsten der Dänen. Zudem fielen beide Treffer in Überzahl. Im ersten Drittel neutralisierten sich die Teams Großteiles, wobei der WM-Gastgeber deutlich mehr Schüsse zu verzeichnen hatte. Diese waren im Mitteldrittel nahezu ausgeglichen, doch die Dänen konnten eine von drei Überzahlsituationen nutzen. Im Schlussdrittel rannten die Norweger an und machten mächtig Druck. Das Tor gelang jedoch erneut den Dänen, die im letzten Abschnitt nur drei Schüsse aufs Tor hatten. Somit war es bei der Schlusssirene ein Sieg für Dänemark, das damit gute Chancen auf den Turniersieg hatte.

Tore: 0:1 (21:51/PP) Jesper Jensen (Emil Kristensen), 0:2 (55:01/PP) Morten Poulsen (Jesper Jensen, Morten Madsen). Zuschauer: 300.

Österreich – Südkorea  8:3 (4:1, 3:1, 1:1)

Mit einem überraschend klaren 8:3 sicherten sich die Österreicher die Punkte. Dabei konnten die Asiaten bereits nach 38 Sekunden in Führung gehen, doch dann begannen die Manuel Ganahl-Festspiele, der mit drei Toren und einer Vorlage am meisten zum Sieg beitragen konnte. Ebenfalls vier Scorerpunkte machte Daniel Wogler, allerdings genau andersrum verteilt. Südkorea hatte vor allem Probleme damit, das angeschlagene Tempo mitzugehen, somit kam die Mannschaft von Roger Bader zu einer Vielzahl von Chancen. Erst im Schlussdrittel nahmen sich die die Alpenländer zurück und schonten sich schon für den Samstag.

Tore: 0:1 (0:38) Ki Sung Kim (Micheal Testwuide, Sang Wook Kim), 1:1 (5:45) Manuel Ganahl (Daniel Wogler, Steven Strong), 2:1 (7:58) Manuel Ganahl (Konstantin Komarek, Daniel Wogler), 3:1 (10:18) Stefan Ulmer (Daniel Wogler), 4:1 (18:49) Daniel Wogler (Manuel Ganahl, Stefan Ulmer), 5:1 (27:18) Manuel Ganahl (Konstantin Komarek, Stefan Ulmer), 6:1 (33:30/PP) Thomas Hundertpfund (Fabio Hofer, Brian Lebler), 7:1 (39:00/SH) Brian Lebler (Erik Kirchschläger), 7:2 (39:19/PP) Min Ho Cho, 7:3 (40:43) Sang Wook Kim, 8:3 (44:23) Thomas Hundertpfund (Gerd Kragl, Erik Kirchschläger). Zuschauer: 700.

Südkorea – Norwegen 1:5 (0:1, 0:2, 1:2)

Am letzten Turniertag kamen die Südkoreaner erneut unter die Räder. Bereits im ersten Abschnitt rollte ein dänisches Angriffsfeuerwerk auf die Südkoreaner zu, doch die Skandinavier konnten nur einen der 19 Schüsse im Tor unterbringen. Im Mitteldrittel legten sie nach und die Vorentscheidung war gefallen. Der letzte Abschnitt brachte den Asiaten immerhin den Ehrentreffer, doch am klaren und verdienten Sieg vom Team von Petter Thoresen gab es nichts zu rütteln.

Tore: 0:1 (2:31/PP) Kristian Forsberg (Mathias Trettenes), 0:2 (26:51/PP) Aleksander Reichenberg (Mats Olsen Rosseli), 0:3 (30:12) Martin Røymark (Villiam Strom, Nolas Roest), 0:4 (40:46) Anders Bastiansen (Johannes Johannesen, Thomas Olsen), 0:5 (49:20) Erik Salsten (Tommy Kristiansen, Anders Bastiansen), 1:5 (50:17) Brook Radunske (Sang Wook Kim, Ki Sung Kim). Zuschauer: 200.

Österreich – Dänemark 1:2 (0:0, 0:1, 1:1)

Das letzte Turnierspiel war zugleich ein echtes Finale, wobei den Dänen ein Punkt zum Turniersieg gereicht hätte. Doch die Österreicher spielten 60 Minuten munter mit und waren phasenweise auch das bessere Team.  Am Ende müssen sich die Dänen bei ihrem Goalie Sebastian Feuk bedankten, der schon im ersten Drittel zum besten Mann auf dem Eis wurde. Tore gab es lange keine, erst durch einen abgefälschten Schuss des Müncheners Markus Lauridsen konnte Lasse Lassen etwa zur Spielmitte die Führung erzielen. Vor allem in der Schlussphase des Spieles merkte man den Österreichern an, dass sie Sieg beim Heimturnier einfahren wollten, denn das Spiel lief großteils in die Richtung von Sebastian Feuk. Einmal herrschte keine Ordnung vor dem dänischen Tor und schon nutzten das die Österreicher zum Ausgleich. Roger Bader setzt alles auf eine Karte und zog Torwart Thomas Höneckl zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch der Mut wurde nicht belohnt und die Dänen kamen 12 Sekunden vor der Sirene zum Siegtreffer. Somit gewann das Team von Jan Karlsson ungeschlagen den Österreich-Cup. Für die Gastgeber wurde es am Ende Rang drei.

Tore: 0:1 (32:02) Lasse Lassen (Jesper Jensen), 1:1 (53:38) Thomas Hundertpfund (Fabio Hofer, Erik Kirchschläger), 1:2 (59:48/EN) Jonas Røndbjerg (Jesper Jensen, Mikkel Høibjerg). Zuschauer: 1.600.

Turnierstart am Sonntag gegen Österreich
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