Clevere Kanadier gewinnen Prestigeduell gegen USA

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Im prestigeträchtigen Duell zwischen dem Turnierdebütanten USA und Kanada setzten sich am Samstagabend beim Deutschland-Cup in Hannover die Ahornblätter mit 3:1 (1:1, 2:0, 0:0) durch, behielten ihre blütenweißen Weste und haben nun alle Chancen auf den Turniersieg.


Die Head Coaches der beiden Teams, Lou Vairo und Gary Green, traten in der für ein Spiel ohne deutsche Beteiligung gut besuchten Preussag-Arena mit den tags zuvor noch pausierenden Derek Herlofsky (USA) und Mathieu Chouinard (Kanada) im Tor an. Die DEL-Kräfte Chris Rogles (Köln) und Ian Gordon (Schwenningen) mussten mit den Plätzen auf der Bank Vorlieb nehmen. Neu im Kader war auf Seiten der Vereinigten Staaten Cory Laylin von den Frankfurt Lions, der damit das Konto der für das Turnier nominierten DEL-Legionäre auf insgesamt 25 erhöhte.

Der Nürnberger Verteidiger Shawn Anderson setzte beim ersten kanadischen Powerplay entscheidend nach und besorgte so die 1:0-Führung (6.). Die US-Amerikaner schafften ebenfalls in Überzahl durch Chris Tancill, der beherzt vor das Tor von Chouinard zog und im Nachschuss vollstreckte, den aufgrund ihrer Spielanteile und ihrer engagierten Spielweise zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich (16.).


Darryl Shannon brachte die im Mittelabschnitt deutlich stärker auftretenden Kanadier in der 27. Minute wieder mit 2:1 in Front, nachdem er von David Nemirovsky mustergültig bedient worden war. Derek Herlofsky war im Anschluss daran mehrfach auf dem Posten und verhinderte zunächst einen weiteren Gegentreffer. Schließlich überraschte ihn aber der agile Jonathan Sim von den Utah Grizzlies mit einem platzierten Handgelenkschuss (35.).


In den letzten zwanzig Minuten stand für Kanada im Vordergrund, den Sieg über die Zeit zu bringen. Dafür taten sie das Nötige und blieben zugleich auch in der Offensive gefährlich, während die bemühten US-Boys Schwierigkeiten hatten, sich hochkarätige Torchancen zu erarbeiten und es nicht schafften, Mathieu Chouinard ein zweites Mal zu überwinden.


Mit dem 3:1-Sieg des von den 7.759 Zuschauern mit mehr Sympathien bedachten „Team Canada“ gegen die USA sind die Rollen für den letzten Spieltag des Deutschland-Cups am Sonntag verteilt. Die Ahornblätter haben mit nun sechs Punkten vor dem Duell gegen die DEB-Auswahl, die ebenfalls mit einem „Dreier“ Chancen auf den Turniersieg besitzt, die beste Ausgangsposition. Zumindest theoretisch könnten aber auch die USA, die sich mit den bislang sieglosen Schweizern auseinander setzen müssen, noch das Top-Preisgeld von 25.000 Euro mit nach Hause nehmen.


Stimmen zum Spiel:

Gary Green (Head Coach Kanada): “Ich bin sehr zufrieden. Es war ein gutes Spiel, wir haben nur ein enttäuschendes letztes Drittel gespielt. Die USA waren vor allem in der neutralen Zone sehr aggressiv.“

Lou Vairo (Head Coach USA): “Kanada hat eine tolle Partie geboten. Es war eines der besten Spiele, die ich von ihnen international je gesehen habe. Deshalb ist der Sieg verdient. Wir haben uns im Laufe des Matchs gesteigert. Für uns ist aber hauptsächlich wichtig, dass wir sehen, ob die Spieler, die wir hier im Einsatz haben, für die WM in Frage kommen.“

Andy Schneider (Kanada):

„Es hat viel Spaß gemacht. Vor allem wegen der großen Rivalität mit den US-Amerikanern. Meine beiden Teamkameraden in Hamburg, Drury und Crowley, spielen im US-Team und wir haben uns seit Tagen gegenseitig aufgezogen. Morgen gegen Deutschland wird ein ‚big game’, denn wer gewinnt, wird Turniersieger.“


Statistik:

USA: Herlofsky – Naumenko, Luongo; Aldridge, Gruden; Crowley, Hauer; Laylin – Tancill, Plante, Miller; Roberts, Mikesch, Felsner; Bonin, Beaufait, Roach; Fairchild, Drury, Sacco

KANADA: Chouinard – Roche, Anderson; Schlegel, Shannon; Dupont, Lambert; Peacock, Nemirovsky – Sim; Hicks; Roy; Henrich, Shuchuk, Junker; Kariya, Sarno, Hlushko; Bohonos, Kennedy, Schneider

TORE: 0:1 (5:24) Anderson (Hlushko, Kariya; 5:4); 1:1 (15:17) Tancill (Hauer; 5:4); 1:2 (26:05) Shannon (Nemirovsky, Junker); 1:3 (34:44) Sim (Hicks, Roche)

STRAFEN: USA 8 – Kanada 6

Schiedsrichter: Schurr

Zuschauer: 7.759 (offiziell)

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